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Mega-Abwertung: Griechenland wehrt sich gegen Rating-Riesen

Der Rating-Riese Moody's äußert massive Zweifel an Griechenlands Zahlungsfähigkeit: Die US-Agentur stufte das Euro-Krisenland um gleich drei Stufen herab. Die Regierung in Athen*spricht von einer "völlig unberechtigten" Aktion - die Entscheidung ignoriere die jüngsten Sparmaßnahmen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...749412,00.html
  1. #100

    Der Staat ist kein Unternehmen

    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen
    Insolvenz ist das Zauberwort: der Staat geht krachen, jegliches Vermögen wird liquidiert und fertig.
    Mal eine doofe Frage. Wie kann ein Staat insolvent gehen? Was passiert mit den Menschen die in diesem Staat leben? Muss der griechische Bürger sein Haus an einen Deutschen verscherbeln?

    Staaten sind nun mal keine Unternehmen. Wenn ein Restaurant Pleite geht, freut sich die Konkurrenz. Wenn ein Staat Pleite geht, was passiert mit den Bürger?
  2. #101

    So schön

    wenn der Plan des IWF funktioniert und durch deren Auflagen ein Staat nicht mehr die Möglichkeit besitzt um sich selbst zu retten. Am Ende muss er alles verkaufen und da sind die Mitglieder des IWF(welcher nur aus Privatpersonen-Banker- besteht) und stehen mir ihren Firmennetzwerken bereit um alles billig aufzukaufen.
    So gewinnt man an Macht. Man gibt dem Opfer die Regeln zum sterben vor.
    Und als kleiner Nebeneffekt kann man die Bürger der anderen Staaten gegen die Einwohner des Opferstaates noch aufbringen.
  3. #102

    Amf

    Zitat von derknecht Beitrag anzeigen
    wenn der Plan des IWF funktioniert und durch deren Auflagen ein Staat nicht mehr die Möglichkeit besitzt um sich selbst zu retten. Am Ende muss er alles verkaufen und da sind die Mitglieder des IWF(welcher nur aus Privatpersonen-Banker- besteht) und stehen mir ihren Firmennetzwerken bereit um alles billig aufzukaufen.
    So gewinnt man an Macht. Man gibt dem Opfer die Regeln zum sterben vor.
    Und als kleiner Nebeneffekt kann man die Bürger der anderen Staaten gegen die Einwohner des Opferstaates noch aufbringen.
    hat nicht in Argentien geklappt, nicht in Russland und auch nicht in Ungarn..
    Und sollte Asien ins truddeln kommen, lassen die den IWF gleich ganz raus, da die seid der Asienkrise keine Lust mehr haben, sich von dem Verein verarschen zu lassen..
    Asian Monetary Fund Debuts Today
    AWF ist daeine Alternative, die die ASEAN heimlich, still und leise aufgebaut haben..
    Was ähnliches wird es wohl in Osteuropa auch bald geben, nach der Osteuropakrise..5 jahre, dann gibt es die Alternative..
  4. #103

    Instabilität als Prinzip der Leistungsgesellschaft

    Zitat von xeniabloom Beitrag anzeigen
    Den Rest, mit den "neuen Höchstleistungen", bezogen auf Griechenland, verstehe ich nicht
    Erinnern wir uns mal an die Situation des deutschen Arbeiters 1960: Voller Optimismus in die Zukunft blicken.

    50 Jahre später, unglaubliche Produktivitätssteigerung, unglaubliche neue Technik.

    Aber was empfindet der deutsche Arbeiter 2011? Angst vor der Zukunft.

    Was ist mit all diesen Fortschirtt passiert? Die Methoden der Leistungsgesellschaft, Instailität schaffen um mehr Leistung zu erzwingen hat verhindert all diesen Fortschritt in Stabilität und Sicherheit umzusetezen.

    Dieses System richtet viele Staaten zugrunde, manche brechen schneller zusammen, eben Grichenland
  5. #104

    Nicht ganz so simpel...

    Zitat von xeniabloom Beitrag anzeigen
    das wäre Mord außerdem auch nicht nötig.

    Die Abhängigkeit von den Banken ist nicht zwingend. Sowohl als Staat als auch als Privatperson braucht man einfach nur das kaufen, was man sich erarbeitet hat. Die einfachste Art den Banken- Ratingsagenturen- und Spekulantensumpf trocken zu legen. Nicht auf Frau Merkel und Herrn Trichet warten, sondern loslegen!
    Wäre das nicht weltweit eine geniale Idee?
    Schön wär´s ja, aber so einfach ist das nicht! Ich lebe seit über 20 Jahren in Los Angeles. Ich hatte schon vor zehn Jahren meine fünf Kreditkarten, nachdem ich sie genullt hatte, einfach zerschnitten. Seitdem lebe ich von dem, was ich als Einkommen habe. Ich habe seit dem Tag keinerlei Schulden und bin damit wohl der Einzige im Umkreis von fünf Kilometern. Ich lebe sehr zufrieden und gut. Und dennoch haben uns die Banken voll im Griff und unter Kontrolle!

    Denn ich muß eine Bankkarte haben (Debitcard), es führt kein Weg daran vorbei! Für diese Karte sind ein "Checking Account" mit angeschlossenem "Saving Account" (wegen der Sicherheitsrücklage) Grundvoraussetzungen. Diese Debitcard funktioniert genau so wie eine Kreditkarte, erlaubt aber nur das Abheben bis zur Grenze dessen, was man auf dem Konto hat.

    Die Gründe sind einfach. Versuchen Sie mal folgendes ohne Konto oder Karte:

    1. Einen guten Job in einer guten Firma bekommen (Reputation und Gehaltsverbuchung).
    2. Ein Auto kaufen, mieten oder leasen.
    3. Eine Wohnung mieten.
    4. Eine Hotelbuchung ausführen.
    5. Schnäppchen bei Ebay abfangen.
    6. Ein Telefon oder einen Internetanschluß anmelden.
    7. Strom-, Gas- oder Wasseranschluß anmelden.
    8. Einen Platz in einem Restaurant bestellen.
    9. Einen Flug buchen.

    Das waren nur einige Beispiele. Dazu kommt das Problem der Reputation. Mit Cash in der Tasche kann das bei Burger King ja noch normal angehen, aber in einem Restaurant oder selbst bei IKEA oder im Supermarkt wird man als Barzahler sofort gemustert als armer Penner oder Sozialhilfe-Empfänger. Ich habe schon einige Geschäfte gesehen mit dem Schild am Verkaufstresen: "Sorry - No Cash!"

    Das Banksystem hat uns alle voll im Griff. Da kann man sich drehen und wenden wie man will. Unter dem, was Jakob Fugger (1449-1525) angerichtet hatte, leidet heute die ganze Welt. Deshalb mein Kommentar mit den Betonsocken. Auf normalem Wege können wir uns jedenfalls nicht mehr befreien.
  6. #105

    So als Einwurf

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Mal eine doofe Frage. Wie kann ein Staat insolvent gehen? Was passiert mit den Menschen die in diesem Staat leben? Muss der griechische Bürger sein Haus an einen Deutschen verscherbeln?

    Staaten sind nun mal keine Unternehmen. Wenn ein Restaurant Pleite geht, freut sich die Konkurrenz. Wenn ein Staat Pleite geht, was passiert mit den Bürger?
    Oooch ... beim "Enteignen" fielen mir vor allen die Krisengewinnler ein, die da eben auch in Griechenland leben.

    Aber wenn wir mal ERNSTHAFT an die Debatte gehen: theoretisch trifft es ALLE. Nun, das ist schlimm, das tut weh, letztendlich ist es aber unvermeidbar. Völlig gepfändet werden kann auch nicht, irgendwo muss schluss sein, und wenn die Menschen verhungern müssen aufgrund der Staatsinsolvenz, dnan ist das über's Ziel hinausgeschossen.

    Es sollte also ein Schonvermögen geben. Aber alles was drüber hinausgeht ist halt zu verpfänden; irgendwo ist ein Staatsbankrott letztendlich auch eine Kollektivschuld. Man hätte ja den Bankrott durch eine gesündere Wirtschaftspolitik vermeiden können.

    Und nein, kein griechischer Bürger muss sein Haus an einen Deutschen verscherbeln. Es kann aber sein, dass ein griechischer Millionär eben am Ende keinen Cent mehr Geld hat, als ein griechischer Angestellter mit 'ner Eigentumswohnung.
  7. #106

    Falscher WEG

    Bei Libyen hat das Geld einfrieren geklappt.
    Warum nicht sofort der Rauswurf der Griechen aus dem euro. Sie haben sich in den Euro hineingemogelt und nun werden Betrüger belohnt.
    Das ist ein falsches Zeichen. der Rauswurf würde den Euro massivst stärken und nicht schwächen.

    Abraham Lincoln sagte einmal: "Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, indem ihr die Starken schwächt."
    Warum ist der Franken im Moment so stark, weil alles wegen der Griechen aus dem Euro flüchtet.

    Warum sollen die Griechen nicht Inseln verkaufen, gibt sicher genügend Reiche, die eine Privatinsel wollen.
    Und wenn man Ihnen Kredite gibt, sollten Sie auch Sicherheiten geben. das muss jeder normale Bürger auch tun.
  8. #107

    Griechische Tragödie nimmt ihren Lauf - D bürgt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Rating-Riese Moody's äußert massive Zweifel an Griechenlands Zahlungsfähigkeit: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...749412,00.html
    Eine der Rating Agenturen, die Schrottpapieren bis in das Jahr 2008 das Rating AAA erteilt hat.
    Selbst die USA, die vor einigen Wochen nur mit einer kurzfristigen Anhebung der Schuldenobergrenze, die ZAHLUNGSUNFÄHIGKEIT verhindern konnte, wird noch mit einem Rating von AAA geführt (trotz eines Schuldenbergs von über 14 Billionen US-Dollar und laufender Druckpressen, lach).

    http://www.telegraph.co.uk/finance/e...ity-plans.html
    Die Länder werden mit diesen Ratings gezielt unter Druck gesetzt, um die Interessen der weltweiten Finanzklientel zu genügen. Weiterhin ist das ein Manöver, um dem US-Dollar zu helfen.

    Ansonsten liebe Griechen:

    Leider hat man Griechenland nicht bereits vor 12 Monaten in eine geordnete Insolvenz inkl. GLÄUBIGERVERZICHT gehen lassen.
    Warum inkl. Gläubigerverzicht?
    Dann wären die Elemente (u.a. zahlreiche Banken) "bestraft" worden, die Griechenland wissentlich jahrelang beim Bilanzfälschen und Schuldenverschleiern geholfen haben.
    Sie haben somit die mögliche Zahlungsunfähigkeit Griechenlands billigend in Kauf genommen

    http://www.rp-online.de/.../US-Bank-...id_819744.html -

    Man hat in Wahrheit nicht Griechenland gerettet, sondern wieder die Banken:

    http://www.freiewelt.net/.../jörg-as...en-hilfen.html

    Zitat:

    Griechenland schuldet ausländischen Banken 302 Milliarden Dollar. Den größten Anteil daran haben die französischen Banken mit 75,5 Milliarden Euro, gefolgt von den schweizer Banken mit 64 Milliarden Euro. Den deutschen Banken schuldet Griechenland 43,2 Milliarden Euro. Durch die Hilfen an Griechenland würden die Verluste der Banken “sozialisiert.”

    Diese Schulden kann und wird Griechenland niemals zurückbezahlen können. Da hilft auch keine "Umschuldung".
    Umschulden macht nur dann Sinn, wenn man seine Schulden realistisch bezahlen kann!

    Womit auch bzw. welcher Wertschöpfung?

    Badeurlaub auf Kreta, Oliven-Öl, Feta-Käse und Imiglykos?

    Nichts gegen diese Produkte, aber sie reichen nicht aus, um Zins und Tilgung für diese astronomische Summe zu erwirtschaften! Dann wäre der Staat auf Dauer handlungsunfähig = Nachtwächterstaat!

    Für Griechenland wäre es besser gewesen, den Staatsbankrott zu erklären, einen Währungsschnitt zu machen und wieder die Drachme einzuführen.
    Dann hätte man mit einer abgewerteten Währung z.B. im Tourismus wieder attraktivere Angebote unterbreiten können.
    Nur eine Währungsreform ermöglicht einen Neuanfang.

    Bitte nicht mit Theorien kommen, wie. z.B. "das wäre unser aller Ende gewesen".
    Die Zentralbanken hätten den Geldfluss aufrechterhalten können.
    Das tut die EZB sowieso schon, da sie, wie die FED in den USA, Geld druckt, um damit europäische Staatsanleihen zu kaufen (verstößt u.a. gegen den Vertrag von Maastricht).
    Sie verleiht das Geld für den Zins in Höhe von 1 %, damit es die Banken, pardon "Kapitalmärkte", für 7 oder 8 % Zinsen an Griechenland, Irland oder Portugal "verleihen" können.
    Wie pervers und menschenverachtend kann ein Finanzsystem eigentlich noch werden?

    Das gesamte Geld- und Finanzsystem ist bereits seit 2008 Pleite! Die Mathematik besiegt man nicht - und schon gar nicht mit unkontrolliertem Gelddrucken!

    Gruß

    Gman
  9. #108

    Heuschrecken? Kenn ich nicht?

    Zitat von archontas Beitrag anzeigen
    moin-moin
    mein lieber


    Es ist doch hinreichend Bekannt wer bzw. was Heuschrecken sind. Und ein Blick auf die Futures zeigt wer da im Moment am ein sacken ist. Oder schauen Sie sich die Indiezies nie an? o.k. Ausser den Heuschrecken sacken im Moment natürlich auch diverse Europäische Banken sowie die Deutsche Regierung ein, die ja mit einem Spread von ca. 3% das Geld den GR weiter leiht aber lassen wir das mal...



    Oh nein mein Lieber die Schulden werden nicht mehr, denn die werden natürlich abgeschrieben oder bis in alle Ewigkeit bzw. bis GR wieder den € hat gestundet und die Finanzwelt guckt in die Röhre!

    Und das mit den 50% nimm ich jetzt mal als rhetorische Übertreibung, denn wir sind hier ja nicht im Forum von Bild wo Populismus mit falschen Nummern betrieben wird;-)
    Insolvent kann Griechenland ja auch mit dem Euro gehen, wozu dann die Drachme? Und das mit den Heuschrecken hab ich bis heute nicht verstanden wer das sein soll, Private Equity? Brille Fielmann wurde auch PE-finanziert. Hat nix mit Staatsanleihen zu tun. Hedgefonds gibts mehr als 10.000, und ich glaube nicht, dass ein Long/Short Equity Fonds etwas mit Griechenland zu tun hat? Und bei Derivaten gibts ja immer 2 Positionen, das Geld fällt ja nicht vom Himmel. Wie wärs mal mit einem Bericht über die bösen Spekulanten, die auf einen Weiterbestand von Griechenlands Bonität "zocken"?
  10. #109

    @klaus meucht

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Mal eine doofe Frage. Wie kann ein Staat insolvent gehen? Was passiert mit den Menschen die in diesem Staat leben? Muss der griechische Bürger sein Haus an einen Deutschen verscherbeln?

    Staaten sind nun mal keine Unternehmen. Wenn ein Restaurant Pleite geht, freut sich die Konkurrenz. Wenn ein Staat Pleite geht, was passiert mit den Bürger?
    Der Staat hat Anleihen ausgegeben, im Prinzip Schuldscheine.
    Kommt es zur Insolvenz, können sich die Banken mit dem Papier den Allerwertesten abputzen. Ist der Staat insolvent, sind gleichzeitig alle Beamtengehälter, Pensionen, Mietzahlungen..., eben alle Verträge mit Zahlungspflicht des Staates gestrichen. So verstehe ich das.


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