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Medizinstudium trotz mäßigem Abi: Hier geht's zum Noteingang

DPAArzt werden geht nur mit Einser-Abi oder nach langer Wartezeit? Falsch! Es führen auch andere Wege ins Medizin-Studium. Wer den Numerus Clausus umgehen will, muss allerdings ordentlich zahlen, die Heimat verlassen oder als Soldat dienen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...829762,00.html
  1. #30

    Zitat von j0nnl Beitrag anzeigen
    Eine Ursache dafür ist, neben unterschiedlichen Ansprüchen an den Schulen und Schulformen, die Hochschulreife verteilen, dass es Leute gibt, die Physik und Chemie-LK hatten, dazu vielleicht Französisch und Biologie im PF.
    Hat dann leider "nur" zum 1,6 Abi oder gar schlechter gereicht.
    Andere haben Musik und Kunst- LK und immer schön mit dem Lehrer per Du...da ist das 1,0 Abi schon realistischer.
    Deswegen wird es auch gezielt folgendermaßen ......
    Vorsicht, Freidenkeralarm. Alle sind gleich, manche sind aber gleicher. Das Zentralabi ist sowieso eine Zumuntung, wie alle zentralen Prüfungen. Man schaue sich z.B. nur mal die Lernstandserhebungen an: um bloß die richtigen Ergebnisse dieser Vergleichsstudien zu erzielen, wurde teilweise die Hälfte der Aufgaben spontan entfernt - bei gleichem Zeitrahmen.
    An meiner Schule gibt und gab es nie eine große Auswahl an LKs, unterrichtet werden dort nur die klassischen Fächer humanistischer Schulen, und Sport, Kunst oder Chemie nicht einmal als LK - einzig exotisch ist hier vielleicht Altgriechisch. Vielleicht ist das eine Benachteiligung, wenn es um Bewerbungen geht. Wer an einer solchen Schule, von denen es hoffentlich auch in Zukunft in jeder größeren Stadt eine geben wird, allerdings von Anfang an war und Latein lernen musste, womöglich noch Griechisch gelernt hat, der lernt viele Dinge, die den meisten Menschen heutzutage verschlossen bleiben. Hier ist Unterricht fast noch Unterricht und weniger Gleichmacherei für gute Resultate. Am Fach Latein kristallisiert sich heraus, wer wirklich für eine breite Bildung auf dem Gymnasium geeignet ist, das hat sich immer und immer wieder gezeigt.
    Da dieses Fach auch ziemlich frei im Unterricht ist und Übersetzen nun einmal Übersetzen ist, kann selbst eine Feindin des Gymnasiums wie Hannelore Kraft, dieses Fach nicht so leicht zerstören.
  2. #31

    wieso wird eigentlich Österreich nicht erwähnt? Hier ist der Abischnitt völlig irrelevant, es zählt einzig und allein das Ergebnis des Medizinertests. Und Studiengebühren gibt es auch keine, nicht einmal für Deutsche. Beängstigend wie viel die uns wieder vorraushaben.
  3. #32

    stimmt doch garnich..

    man kann auch einfach wartesemester anhäufen (also 5-6 Jahre arbeitengehen)..hat meine bekannte doch auch gemacht..die studiert jetzt
    schon seit 2 semestern medizin..(ist jetzt mitte 20) allerdings sollte man bedenken das der nc auch seinen grund hat..gute grundkenntnisse in naturwissenschaften, ein gedächtnis wie ein schwamm und hohe stress-resistenz sind schonmal ein guter anfang :)
  4. #33

    Verblendung

    Man hat als Arzt die glänzende Aussicht, eine Arbeit zu machen, die streng hierarchisch oft fehlorganisiert ist, mit überlangen Arbeitszeiten und einem mässigen Stundenlohn (bei etwa 80H die Woche schafft man dann aber auch einen überdurchschnittlichen Bruttolohn!).
    In einer Planwirtschaft.
    Deshalb hat es auch so glänzende Aussichten und man kann überall anfangen.
    Wenn man jetzt studieren beginnt, wird man in 7 Jahren vom Schweinezyklus gefressen (Stichwort: ÀRZTESCHWEMME)
  5. #34

    ich muss auch sagen, wo sind denn die österreichischen alternativen? studium auf deutsch in wien oder insbruck. klar, die lebenshaltungskosten sind n bisschen teurer als in berlin oder so. den einstiegstest schafft man mit fleiß bei der vorbereitung und ein bisschen gesundem menschenverstand ganz ordentlich. das scheint mir doch die kostengünstigste alternative zum deutschen studium zu sein.
  6. #35

    Österreich wäre zu naheliegend und eine echte Konkurrenz für die pro NC geprägten Medien und sonstige Beführworter.
  7. #36

    Also erstmal

    zu den Kommentaren die behaupten Ungarn wäre nur für Besserverdiener. Ich war selber da und es gibt dort genug die einen Bankkredit aufgenommen haben um studieren zu können. Außerdem sind dort im Vergleich zu Deutschland, wo ich jetzt studiere, viel mehr Engagierte Leute die aus menschlicher Nächstenliebe studieren und nicht weil sie halt nen 1er Schnitt haben.
    Zu Österreich kann ich sagen, dass dort die Ausbildung im Vergleich zu Deutschland oder Ungarn (Die orientieren sich an den deutschen Curriculum) schlechter ist. Zumidnest habe ich das von den Österreichischen Studenten gehört die ich kennengelernt habe.

    Zuletzt jetzt noch zum Nc und der doch interessanten Geschlechterverteilung bei mir im Semester sind 72%Frauen wäre es da nicht Zeit für eine Männerquote??? ;)
  8. #37

    ...

    Zitat von bumbu1 Beitrag anzeigen
    ... Deswegen finde ich es gerecht Leute mit einer 1 Abinote zu nehmen. Gleichzetig muss man einfuehlsam, kommunikationsfaehig und ein team player sein. Nur das gesamte Packet ist fuer dieses Berufsleben geeignet.
    Und die Abinote 1 sagt genau WAS über einen späteren Mediziner aus?
    Ob jemand geeignet ist, zeigt sich während des Studiums. Und nicht anhand von Abinoten!
  9. #38

    Also klar, einen Studienplatz für Humanmedizin zu bekommen ist schwer...mein Freund hat es dennoch geschafft (und das mit einem Zweierschnitt im Abi)...mit gerade einmal 3 Jahren Wartezeit, in denen er bereits andere Erfahrungen im medizinischen Bereich sammeln konnte. Wenn man's richtig macht, schafft man es also auch mit einem "schlechteren" Schnitt.
  10. #39

    Das Gleiche in grün...

    Zitat von bumbu1 Beitrag anzeigen
    Deutschland produziert Aerzte ohne Ende aber am Ende wollen nur einige als Arzt in Deutschland arbeiten.
    Das Medizinstudium ist auch teuer und man muss Leute auswaehlen, die es es wenigstens zu Ende bringen werden. Das Medizinstudium hat viel mit auswendig lernen zu tun, da man sich viel Wissen aneignen muss. Auch wenn man sehr einfuehlsam und kommunikationsfaehig ist, muss er auch die entsprechenden wichtigen klinischen Entscheidungen treffen. Dafuer muss man regelmaessig selbststaendig lernen, die neue Literatur lesen und viele Kurse besuchen. Und all dies ein Leben lang. Sonst bleibt man irgendwo haengen, frustriert und man gibt mit dem ganzen irgenwann auf.
    Das ist dann ja auch so, wenn man Ingenieur werden will! Bin selbst seit fast vierzehn Jahren Ingenieur in der Industrie und
    Dafuer muss man regelmaessig selbststaendig lernen, die neue Literatur lesen und viele Kurse besuchen. Und all dies ein Leben lang. Sonst bleibt man irgendwo haengen, frustriert und man gibt mit dem ganzen irgenwann auf.
    trifft auch hier voll zu!


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