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Medizinstudium in Rumänien: Auch sonntags an die Leiche
Die Studiengebühren sind hoch und wer eine Vorlesung schwänzt, wird zur Kasse gebeten - trotzdem zieht es viele deutsche Medizin-Studenten an die Uni in Cluj. Die rumänische Stadt ist voller Studenten, zugleich ist die Hochschule von einem Massenbetrieb weit entfernt.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...743976,00.html
- #1 28.03.2011 10:29 von
Kann Rumpelstilzchen bei Drakula Stroh zu Gold spinnen?
Die Situation erinnert an die Nachwendezeit an ostdeutschen Unis als dort der NC für Medizin kurzzeitig gelockert wurde, um die Studentenzahlen zu halten. Migrantensprößlinge waren im Gegensatz zu "wiedervereinigten Abi-Zweitgardisten" nach meiner Kenntnis allerdings erstmal kaum vertreten. Es stellt sich die Frage, warum die Rumänen im Gegensatz zu deutschen Hochschulen im "Rumpelstilzchen-Stil" auch "mittelmäßige" Abiturienten direkt zu Ärzten ausbilden können und warum für das Fach überhaupt der NC besteht.
Wie gut die Ärzte, die zurückkehren wirklich sind, wird SPON wohl erst einmal nicht berichten können. - #2 28.03.2011 10:43 von
In den Osten abkommandieren? ;)
Kein gutes Licht auf den Idealismus zumindest eines Teils der Berufsgruppe wirft in der Tat der Umstand, dass sich
ein Großteil der bundesweit eigentlich zahlreich und staatlich hochsubventioniert ausgebildeten "Medizinmänner und -Frauen" zu schade zu sein scheint dort zu arbeiten, wo sie gebraucht werden, z.B. als Landarzt im Osten.
Übrigens werden hierzulande neuerdings wegen des Landarztmangels Med-Studenten mit einem Stipendium (ca. 500 Euro monatlich) geködert, die sich zur vorübergehenden Landarzttätikeit in MV verpflichten. Könnte das "angehende Ärztevolk" dies nicht auch ohne Zuschüsse tun? - #3 28.03.2011 12:15 von
Traumwelt?
Der Staat soll das Studium bezahlen, damit die jungen Ärzte dann nach Kanada und zu Ärzten ohne Grenzen abwandern können.
Überhaupt fehlt hier jeglicher kritische Blick - wo kommt das Geld für das Studium denn her? Bei mir bleibt der ungute Nachgeschmack, dass sich hier ein paar Kinder wohlhabender Eltern am NC vorbei zum Ärzteberuf kaufen.
Was an Sich nicht verwerflich ist, aber muss man dafür Werbung machen? - #4 28.03.2011 14:29 von
- #5 28.03.2011 15:53 von
....
Dort wo es mehr Cash gibt, halt die Länder die beim Studium sparen und lieber abwerben. Vielleicht sollten wir das auch so machen und die Studienplätze drastisch reduzieren? Da wäre endlich vorbei mit den Massenbetrieb und wir können neue Ärzte einkaufen aus Ländern denen es noch beschissener geht.
- #6 28.03.2011 15:55 von
Warum ...
sollte ich mein Wissen, meine Arbeitskraft, Zeit und mein Engagement Leuten, die so, wie in einigen Komentaren geschehen, argumentieren, zur Verfügung stellen? Als Arzt darf ich mich schon bald entschuldigen daß ich Medizin studiert habe; nicht umsonst und aus Wohltätigkeit arbeite, auch gerne mal frei habe und zu guter Letzt - auch noch für meine Leistung respektiert werden will. Ständig als Schmarozer bezeichnet zu werden, eine GOÄ von 1996 und an allen Ecken gemecker über gierige Ärzte - ich überlege schon, ob ich nicht - auch auf der armen, gebeutelten Steuerzahler Kosten (wer hat eigentlich deren Ausbildung gezahlt? und zahle ich etwa keine Steuern?) irgend etwas Neutrales studieren soll und weit ab von meinem eigentlichen Traumberuf nochmal neu und in einem anderen Gebiet anfange.
- #7 28.03.2011 19:29 von
unnützes Halbwissen
Es ist wirklich interessant mit wie wenig Hintergrundwissen Sie argumentieren Etienne LM!
Ich selbst studiere Medizin in Pécs/Ungarn und zu behaupten, reiche Töchter und Sohne würden sich im Ausland das Medizinstudium erkaufen ist einfach nur frech?
Was rechtfertigt die Arroganz der deutschen Unis, besser zu sein als das Ausland?
Und um auf das Thema mit der finanziellen Unterstützung von Seiten des Staates einzugehen, meine Schwedischen und Norwegischen Mitstudenten bekommen ihr Studium hier voll vom jeweiligen Staat finanziert, weil die Studienplatzsituation in den skandinavischen Ländern ähnlich aussieht wie in Deutschland!
Des Weiteren möchte ich anmerken, dass zum Beispiel die Schweiz, welche als Staat sehr attraktiv für junge Mediziner ist, Studenten aus Ungarn beispielsweise bevorzugt gegenüber den deutschen Mitstudenten behandelt.
Mit Geld erreicht man hier in Pécs gar nichts! Allein die Leistung zählt. Ich lade Sie herzlichst ein, sich selbst ein Bild darüber zu machen, bevor hier vorschnell geurteilt wird!! - #8 28.03.2011 19:53 von
Nicht so wild ...
Also die angeführte Summe im Artikel liegt ja nun auch nicht Welten von den 1400€ die an einer deutschen Universität in NRW bisher pro Semester fällig wurden entfernt. Dazu kommen die Lebenserhaltungskosten die hier in einer westdeutschen Großstadt sicherlich höher sein dürften als in Rumänien.
Zudem, wenn man im Ausland sofort (auch für evtl. hohe Studiengebühren) studieren kann und dadurch 6 Jahre eher mit dem Arbeiten (und Steuern zahlen) beginnt - ist das für den Staat und auch für den eigenen Geldbeutel im Falle des Medizinstudiums eine win-win Situation :) - #9 28.03.2011 19:54 von
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