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Medizinstudium in Riga: Bildungsflucht ins Baltikum
Klaus Martin HöferDas lockt viele deutsche Numerus-Clausus-Opfer an: Die Stradins-Universität im lettischen Riga bildet Ärzte und Zahnärzte auf Englisch aus. Allerdings kostet das Studium viel - und wer zurück nach Deutschland wechseln möchte, muss kämpfen.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-872081.html
- #1 08.01.2013 07:51 von
Wer sich ein anständiges Studium in den USA....
....nicht leisten kann? Da scheint das eine gute Lösung. Natürlich braucht es aber in den USA auch sehr gute Noten in den halbwegs guten Unis.
- #2 08.01.2013 07:54 von
Finde ich gut
Finde ich eine gute Alternative in Riga das Studium ohne große
Beachtung der Durchschnittsnote (1,1 in Deutschland sind erforderlich) aufnehmen zu können. Allerdings das Geld dafür hat nicht jeder.
Und der Ruf soll schlecht sein? Man schaue zurück in die Vergangenheit,
zumindest der Ruf der Uni In Riga, war International gut. Viele berühmte Baltendeutsche haben dort studiert -von den Alten sprechen noch viele Deutsch.
Meine persönliche Meinung gute Noten machen noch lange keinen guten Arzt, sondern es ist die Berufung. - #3 08.01.2013 07:57 von
Mein Cousin studiert an der Karls-Universität in Prag. Im Vergleich zu Deutschland soll das Studium in Osteuropa sehr streng und verschult sein. Sprich Unterricht in sehr kleinen Gruppen und ständige Prüfungen, sowohl schriftlich als auch mündlich. Dazu alles auf Englisch und in einem fremden Land. Ich habe echten Respekt vor Menschen die sich das in ihrem doch noch jungen Alter zutrauen. Da muss man schon wirklich vom Beruf des Arztes und von der Medizin begeistert sein, zumal die Kosten von 8.000-14.000€ pro Jahr auch nicht gerade wenig sind. Hut ab.
- #4 08.01.2013 08:03 von
Deutschland verspielt seine Zukunft
Als rohstoffschwaches Land sollte Deutschland eigentlich in Bildung investieren. Stattdessen werden Leute, die eine "2" haben ins Ausland vertrieben. Mir ging es aehnlich mit einer angestrebten Promotion - die deutsche Uni bruetet heute noch ueber meine Anfrage. Meine Promotion habe ich seit 2010 in der Tasche und arbeite nun im Ausland, voraussichtlich nicht nur fuer eine Weile! Armes Deutschland ...
- #5 08.01.2013 08:08 von
Titel:
Das ist korrekt, es stimmt nicht das SIE ihre Ausbildung erkauft haben es waren ihre Eltern.Auch wenn bei es bei Heimatbesuchen schon mal hämische Kommentare gibt: Sie hätten sich die Arzt-Ausbildung nur erkauft, ohne eine große eigene Leistung erbringen zu müssen. "Da hören wir gar nicht hin. Das beachten wir gar nicht", sagen sie beinahe wie aus einem Mund. "Und das stimmt auch nicht." - #6 08.01.2013 08:09 von
optional
ich denke in Deutschland besteht Ärztemangel denn in den Kranenhäusen treffe ich nur schlecht spechende Ärzte an.Der Numerus Clausus von 1- 1,2 sagt noch lange nicht aus das diese Person ein guter Arzt wird.Man sollte diesen erhöhen das wäre das Prolem beseitigt
- #7 08.01.2013 08:16 von
Nicht nur die Note
sollte entscheiden, ob jemand zum Medizinstudium zugelassen wird. Wer nur nach dem Abiturschnitt auswählt, macht es sich zu einfach. Die Abinote kann zwar aussagen, dass der Bewerber gut ist im Auswendiglernen - was für das Studium später unerlässlich ist - aber das wars dann auch schon. Abgesehen davon, dass die Uni später nicht einmal interessiert, ob der Bewerber seine guten Noten in LK Bio und Physik bekommen hat, oder - grob gesagt - in Singen und Klatschen. Wichtig ist nur die Abinote.
Mehrere Unis haben das inzwischen kapiert und lassen Zusatzqualifikationen in die Bewerbungen einfließen, wie z.B. eine Ausbildung im medizinischen Bereich (welche meiner Meinung nach immer noch zu wenig berücksichtigt werden); auch Zeugnisse über ein FSJ, soziales Engagement oder dergleichen werden inzwischen genauer betrachtet. Mit dem TMS (Test für Medizinische Studiengänge) gibt es so etwas wie eine "zweite Chance" für Medizinstudenten, die vielleicht im Abitur nicht so gut waren. An manchen Unis wird das Ergebnis auf die Abiturnote angerechnet - das hat zum Beispiel mir damals den Hals gerettet und einen Studienplatz in Mannheim verschafft. Gut, dazu gehört natürlich auch eine unverschämt große Portion Glück, das gebe ich zu.
Trotzdem finde ich die derzeitige Auswahlpraxis immer noch nicht in Ordnung, und von Seiten der Politik werden auch nicht mehr Studienplätze zur Verfügung gestellt - und das, obwohl immer wieder über Ärztemangel gejammert wird. Das Zulassungsssystem gehört dringend reformiert.
Ich drücke meinen Kommilitonen im Baltikum auf jeden Fall die Daumen für die Rückkehr nach Deutschland und wünsche ihnen viel Erfolg für das weitere Studium und Berufsleben! - #8 08.01.2013 08:21 von
.
Ich glaube mich erinnern zu können dass Frau Merkel so etwas in der Art in Ihrer diesjährigen Neujahransprache gesagt hatte...
Unvorstellbar.
Ich kenne viele Ingenieure die "nur" mittelmäßige Schüler waren und heute exzellente Leistungen im Beruf erbringen.
Warum soll das bei Medizinern anders sein?
Ja, so gehen Deutschland leider viele Talente verloren...
:-(
Ihnen alles gute, wo immer Sie auch sein mögen!
:-) - #9 08.01.2013 08:24 von
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