Forum


 

Medizinstudenten behandeln Obdachlose: Verarzten, wen die Kollegen wegschicken

Matthias Jung Diese Patienten sitzen selten in normalen Arztpraxen: Obdachlose, Drogenabhängige und Unversicherte können sich in der Hagener Armen-Ambulanz "Luthers Waschsalon" behandeln lassen - von Medizinstudenten. Die angehenden Ärzte lernen dort deutlich mehr als Verbinden und Zähen füllen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...833502,00.html
  1. #1

    Nicht hinreichender Bericht?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Diese Patienten sitzen selten in normalen Arztpraxen: Obdachlose, Drogenabhängige und Unversicherte können sich in der Hagener Armen-Ambulanz "Luthers Waschsalon" behandeln lassen - von Medizinstudenten. Die angehenden Ärzte lernen dort deutlich mehr als Verbinden und Zähen füllen.

    Witten-Herdecke: Medizinstudenten behandeln Obdachlose in Hagen - SPIEGEL ONLINE
    Wenn die angegebenen Zahlen ueber Unversicherte stimmen, duerfte es Millionen an Kunden fuer solche Behandlungseinrichtungen geben.
    Dafuer sind 2 Tage offene Tuer fuer kostenlose Zahnbehandlungen in dem schoenen Orte Hagen etwas duenne. Die Schlangen waeren (oder werden nun?) kilometerlang.
    Irgendwas scheint in dem Bericht also nicht hinzureichen.
  2. #2

    Kopf unterm Arm

    Zitat von Ursprung Beitrag anzeigen
    Wenn die angegebenen Zahlen ueber Unversicherte stimmen, duerfte es Millionen an Kunden fuer solche Behandlungseinrichtungen geben.
    Dafuer sind 2 Tage offene Tuer fuer kostenlose Zahnbehandlungen in dem schoenen Orte Hagen etwas duenne. Die Schlangen waeren (oder werden nun?) kilometerlang.
    Irgendwas scheint in dem Bericht also nicht hinzureichen.
    Wenn alle Kranken, wie diese hier, erst mit dem Kopf unterm Arm einen Arzt aufsuchen würden, wäre unser Gesundheitssystem saniert. S. fehlender Andrang.
  3. #3

    Hut ab !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Diese Patienten sitzen selten in normalen Arztpraxen: Obdachlose, Drogenabhängige und Unversicherte können sich in der Hagener Armen-Ambulanz "Luthers Waschsalon" behandeln lassen - von Medizinstudenten.
    Hut ab vor Luthers Waschsalon und den Hagener Medizinstudenten ! Das Beispiel ist so gut, dass es Schule machen muesste.
  4. #4

    Das Beispiel macht Schule...

    Zitat von ernesto c Beitrag anzeigen
    Hut ab vor Luthers Waschsalon und den Hagener Medizinstudenten ! Das Beispiel ist so gut, dass es Schule machen muesste.
    aus Erzählungen eines jungen Arztes weiß ich, dass auch anderswo in Deutschland junge Ärzte ehrenamtlich Dienst in Ambulanzen für Unversicherte tun. Man hängt das meist nicht an die große Glocke, weil man vermeiden will, dass die Vertreter der "Ausländer raus"-Fraktionen eines Stadtparlaments auf die Idee kommen, in solchen Ambulanzen die Aufenthaltspapiere ausländischer Patienten überprüfen zu lassen.
  5. #5

    weiß nicht so recht

    was ich davon halten soll.... Das sind doch keine Übungspuppen! Das sind Menschen mit ernsthafen Gesundheitsproblemen - denen steht ein Arzt zu, kein Student mit sozialer Ader.... Was mich beruhigt, ist dass immerhin noch ein fertiger Arzt mit draufguckt.
    Bei den Zahnärzten - hey, super. Ist bei uns in der Zahnklinik auch so, dass man sich im Studentenkurs behandeln lassen kann. Dauert ewig (auch mal Monate für ne Krone), aber dafür immerhin nur für die Materialkosten.
    Das ein Vollgebiss nun wiederum völlig kostenfrei sein soll, da muss ich gestehen, kommt dann doch mein Sozialneid durch...
  6. #6

    Eine Schande

    Wie kann es sein, dass in einem so entwickelten Land, wie dem Unsrigen, es Menschen gibt, die sich von Amateuren behandeln lassen müssen. Ein kollektiv begangene Körperverletzung.
  7. #7

    Zitat von Nick_Cooper Beitrag anzeigen
    Wie kann es sein, dass in einem so entwickelten Land, wie dem Unsrigen, es Menschen gibt, die sich von Amateuren behandeln lassen müssen. Ein kollektiv begangene Körperverletzung.
    Ach, gehoeren Sie etwa zu den Leuten, die Zuendkerzen- und Oelwechsel grundsaetzlich nur vom Meister machen lassen? Soso, so einer sind Sie!
    Falls Sie schon einmal als Patient in einem akademischen Lehrkrankenhaus waren, wurden Sie uebrigens auch von manch einem "Amateur" behandelt, oder kennen Sie das Wort "Praktisches Jahr" nicht?
    BTW: Meine Plomben stammen saemtlich von einem Zahni-"Amateur". Sie sind jetzt im 25. Jahr und noch tadellos ...
  8. #8

    Ach, uebrigens: Nach der Berufsordnung fuer Aerzte ist eine kostenlose Behandlung berufs- und damit auch wettbewerbswidrig (LG Berlin, Az: 103 O 80/10) ...
  9. #9

    Danke

    Danke für das Engegement, den in unserer "sozialen" Welt zu kurz gekommenen zu helfen. Das Problem liegt aber an der fehlenden Krankenversicherung, die ohne Wenn und Aber im Bedarfsfall eintritt. Dass soetwas geht, das zeigt uns das Ausland. Aber mit christlichen, sozialen oder sich demokratisch nennenden Parteien ist das ja bekanntlich nicht zu machen. Lieber eine Mastkur mit Champagner und Kaviar für die Reichen....


TOP



TOP