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Medizinische Forschung: Experten zweifeln am Nutzen von Maus-Studien
DPALassen sich die Ergebnisse von Maus-Studien auf den Menschen übertragen? Bei vielen Krankheiten eher nicht, berichten nun Mediziner. Mäuse und Menschen reagieren beispielsweise völlig unterschiedlich auf Entzündungsprozesse.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-882875.html
- #10 12.02.2013 18:40 von
- #11 12.02.2013 19:07 von
- #12 12.02.2013 21:32 von
Wie erstaunlich!
Mäuse sind keine Menschen - und umgekehrt!Wer hätte das gedacht?
Selbstverständlich geht es nicht darum, menschliche Krankheiten durch Untersuchung kranker Mäuse zu heilen, sondern der Mausversuch ist nur ein erster Schritt nach dem Zellkulturmodell, bei dem es vor allem darum geht, wie eine Wirksubstanz metabolisiert wird. Und ja, man muss sich sein Mausmodell sehr genau anschauen, wenn man aus den dort gewonnenen Ergebnissen auf den menschlichen Organismus schließen will, aber für einen gewissenhaften Forscher ist das SELBSTVERSTÄNDLICH! - #13 12.02.2013 21:39 von
- #14 13.02.2013 06:52 von
komisch, dass das jetzt erst kommt
als ich ein semester toxikologie hatte, wurde schon drauf hingewiesen, dass tierversuchsergebnisse sehr mangelhaft auf den menschen übertragbar sind.
naja experten halt. - #15 15.02.2013 10:00 von
komplettes Versagen von Tierversuchen
Die Immunologie ist nicht der einzige Bereich, in dem Versuche an Mäusen keinen nutzbaren Erkenntnisgewinn bringen. In der Toxikologie liegt die Übertragbarkeit zwischen zwei Tierarten nur minimal über 50% (z.B. Hartung, 2009, Nature, PMID 19587762). Und wer sich die Zeit nimmt und etwas in den wissenschaftlichen Datenbanken stöbert, der wird schnell erkennen, dass ähnliche Probleme bei der Erforschung aller Krankheiten existieren. Die Tierversuche locken die Forscher von einer Sackgasse in die nächste, was zu einer immensen Verschendung von Zeit und Geld führt. Erfolgserlebnisse sind anekdotischer Natur, werden aber medial so ausgeschlachtet, als wären sie das Ergebnis einer intelligenten Forschung, was sich statistisch aber in keinster Weise bestätigen lässt.
- #16 04.03.2013 05:55 von
Und die Lehre daraus?
1. dass man sein System genau kennen und seine Fragestellung verstehen muss; es gibt bestimmte Experimente die übertragbar sind und andere, die das nicht sind. Genexpressionsexperimente gehören da nicht dazu, zumal es da unzählige indirekte Effekte gibt.
2. Der Artikel verallgemeinert unzulässig ein spezifisches Experiment zu einer spezifischen Frage für Mausversuche im Allgemeinen. Das ist Humbug. Solange man seine Fragestellung, die Biologie, und seine Methoden kennt, kann man durchaus übertragbare Experimente machen und zwar nicht nur mit Mäusen, sondern auch Hefen mit Menschen etc. vergleichen.
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