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Medizin: Organspende wird neu geregelt

DER SPIEGELTausende Deutsche warten auf Spenderorgane und viele sterben, bevor sie eines bekommen. Jetzt wird die Organspende neu geregelt: Jeder Erwachsene soll künftig regelmäßig zu seiner Bereitschaft befragt werden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...818717,00.html
  1. #20

    Sie haben aber eine eigenwillige Einstellung

    Zitat von systemmirror Beitrag anzeigen
    wie mit Blutspenden richtig Kasse gemacht wird. Würden meine Angehörigen entsprechend abgefunden hätte ich auch kein Problem damit. leider hat auch das DRK und andere Organisationen seine Lobbyisten. Mag sein, daß es den Ärzten um Leben geht, allen anderen die damit befaßt sind Menschenleben egal. Die interessiert nur das Geld. Und das ist nicht wenig.
    Also, erstmals behaupten sie hier einfach etwas. Da würde mit den "Organen" richtig Kasse gemacht.... Lassen wir das mal im Raum stehen.

    Aber sie "outen" sich ja selber. Es geht ihnen ja selber nur darum "richtig Kasse" zu machen. Sie prangen an, anderen geht es nur ums Geld, anderseits ist das ja anscheinend ihr einziges anliegen....

    Sie behaupten, anderen sei das "Menschenleben egal", aber selber ist ihnen das "Menschenleben" vollkommen egal. Ihnen geht es nur um Geld....

    Es gibt bei den "Verweigern" ja zwei große Gruppen. Die einen glauben an eine Verschwörung der Ärzte und haben Angst, ihnen könnte im Zweifelsfall eine Behandlung verweigert werden, weil die bösen Ärzte ihre Organe wollen (Lustig, wenn man glaubt, dass Ärzte zu so was fähig wären und diese Macht hätten, dann glauben diese Typen, ein nicht vorhandener Spendenausweis würde sie "schützen").

    Die anderen sind diejenigen die nur ans Geld denken. Also, Leute wie sie. Sie glauben, andere würden mit den Organen das "große Geld" machen. Und weil sie dies glauben und sehen, sie bzw. ihre Angehörigen würden im Zweifelsfall nicht am "großen Geld" beteiligt, verweigern sie sich.

    Also, die "erste" Gruppe kann ich noch verstehen. Wer Angst hat, der steigert sich ja auch gerne in irrationale Sachen rein, d.h. nicht das ich die Einstellung für richtig halte, ich kann nur das Problem nachvollziehen.
  2. #21

    Erschreckend

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tausende Deutsche warten auf Spenderorgane und viele sterben, bevor sie eines bekommen. Jetzt wird die Organspende neu geregelt: Jeder Erwachsene soll künftig regelmäßig zu seiner Bereitschaft befragt werden.

    Medizin: Neuregelung der Organspende ist beschlossen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Das ist ja wohl wirklich ein schlechter Witz. Wieos sollte ich mich mit dem Thema beschäftigen, wenn ich es nicht möchte?

    Das wird ja immer schöner, wenn man nun noch extra abwenden muss, dass der Staat über seinen Körper verfügt.

    Ich halte das Gesetz für unethisch und verfassungswidrig!
  3. #22

    Organtransplantation ist Luxusmedizin

    Das muss man ganz nüchtern so sehen. Wenn Merkel und Co unser Volksvermögen verjubelt haben und wir infolgedessen auf Zweite-Welt-Niveau absinken, dann werden sich die meisten Menschen so teuere medizinische Versorgung einfach nicht mehr leisten können. Denn auch das gehört zum Wohlfahrtsstaat. Wenn der nicht mehr existiert, erübrigt sich auch ne Regelung zur Organspende. Für die wenigen Empfänger, die sich das leisten können werden mehr als genug Spender gegenüberstehen, vermutlich sogar viele lebende darunter!
    Da muss der Staat ganz sicher keinen Druck ausüben.
  4. #23

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    Zitat von christian0061 Beitrag anzeigen
    warum übernimmt man nicht das israelische system?

    es muss gesetzlich geregelt sein, dass organspender im falle der bedürftigkeit ohne ausnahme ganz nach oben in die empfängerliste kommen und die nichtspender eben länger warten müssen oder sterben.
    Jepp, das ist die einzig wirklich gerechte Lösung. Die Bereitschaft zur Organspende ist das allererste(!) Entscheidungskriterium bei der Vergabe von Transplantaten. Wer nicht bereit ist, einzuzahlen, kann auch nichts herausholen. Oder muss sich zumindest einen Wolf warten.
  5. #24

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tausende Deutsche warten auf Spenderorgane und viele sterben, bevor sie eines bekommen. Jetzt wird die Organspende neu geregelt: Jeder Erwachsene soll künftig regelmäßig zu seiner Bereitschaft befragt werden.

    Medizin: Neuregelung der Organspende ist beschlossen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Ich bin grundsätzlich für Organspenden. Wenn ich schon gehen muss, kann ich doch wenigstens anderen helfen. Ich hatte schon 2 Ausweise, allerdings sind diese in der heutigen Kartenflut irgendwo im Nirvana verschwunden. Diese Befragung per Post sehe ich auch kritisch, denn die meisten werden sie nicht beantworten. Die Idee das mit der Ausweisbeantragung oder der Kassenkarte zu erfassen finde ich sinnvoll und wesentlich besser als noch so eine Karte mit sich mit zu schleppen.
  6. #25

    ... mich wundert immer mehr

    wie die Meinungen der Politik auseinander gehen ...

    In diesem Fall soll mit Millionen eine Diskussion erzwungen werden.

    Diese Partei, die nun die schriftliche Erinnerung "als Aufbau von Druck" mit Millionen finanzieren will, verkündet lautstark, dass eine Studie über die Integration rausgeschmissenes Geld ist.

    Es kotzt mich echt an, wie uns von "oben", von unserem Geld ein Denken aufgezwungen werden soll ... gleichzeitig die Probleme nicht beseitigt werden, gar sogar noch neue hinzu geschaufelt werden.

    In was für einer Demokratie leben wir eigentlich? Das geht ja immer mehr in Richtung "kapitalistischer Sozialismus" ... und da soll sich nochmal einer über China aufregen.
  7. #26

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    Zitat von iron mace Beitrag anzeigen
    Die einzige Motivation dieser Berufsgruppen liegt darin möglichst viel Geld zu scheffeln, und Organhandel ist ein einträgliches Geschäft.
    Ja, weil es zu wenig Spender gibt.
  8. #27

    Typisch Deutsch: Kontrolle und Zwang...

    Zitat von sammykolon Beitrag anzeigen
    Kann man ganz klar beantworten: Von den Ärzten, die eine Hirntoddiagnostik durchführen müssen, ist in Dtld. niemand an der Organentnahme und -verpflanzung beteiligt.
    Wenn man sich die Zahlen anschaut - auch in anderen Ländern ist die Gesellschaft zur kostenlos & umsonst Abgabe nur geringfügig höher. Wie wäre es dann mal mit neuen Lösungen:

    Wo liegt z.B. eigentlich das Problem die postmortale Spende als Geschäft = Kauf abzuwickeln? Gegen Geld - an die Erben. Die können davon dann wenigstens eine angemessene Beerdigung bezahlen. Sind ja heutzutage immerhin einige tausend Euro, die so ein Begräbnis kostet. Und wenn im Nachhinein für die Spenderfamilie noch eine angemesse Vergütung erfolgt - dann könnte es die Organverkaufsbereitschaft massiv erhöhen - und den einen oder anderen auch aus Hartz IV herauskatapultieren. Ganz nebenbei werden gesunde Organe natürlich deutlich besser vergütet als schon halbkranke. So hat die gesamte Familie einen Anreiz sich noch zu Lebzeiten gesund zu erhalten.

    Und bevor jemand meckert: Dritte Zähne / Zahnersatz / Implantate / Brustvergrösserungen etc kosten auch Geld. Also warum nicht auch eine neue Niere? Wem seine Gesundheit das nicht wert ist - der sollte mal seine Prioritäten überlegen.
  9. #28

    Erst nachdenken....

    Zitat von hdudeck Beitrag anzeigen
    das endlich (wenn auch nur das Minimum) getan wird, um die Spendenbereitschaft zu foerdern. Ob allerdings die Anfrage per Post erfolg haben wird, sei dahingestellt. Viele werden das Schreiben ungelesen (als Spam) wegwerfen. Sinnvoller waere es mit dem Neuantrag fuer Pass/Personal Ausweis zu verbinden und zudem nahezu Kostenneutral. Hier entsteht doch nur wieder eine neue Abteilung mit Personal und hohem Verwaltungsaufwand (fuer die Bearbeitung der Ruecklaeufer, EDV System usw.)
    Behaupten sie doch nicht einfach Sachen. Das viele Leute einfach die Schreiben wegwerfen ist doch nichts als eine unbewiesene Behauptung.

    Und ihr Vorschlag mit dem "Ausweis/Pass beantrage" ist ja gerade nicht gewollt. Weil in Deutschland jeder einen Pass haben muss (nicht mit sich führen, aber man braucht eine Ausweisdokument) ist man ja "gezwungen" aufs Amt zu gehen. Und es ist immer eine schlechte "Art" eine freiwillige Bereitschaft mit einem staatlichen Zwang zu verbinden! Gerade um Ängsten aller Art vorzubeugen, muss die Frage nach der eigenen Bereitschaft unabhängig von sonstigen Verpflichtungen bzw. staatl. Einrichtungen sein.

    Weiterhin ist die Sache mit dem Personal bzw. Verwaltungsaufwand doch ein Witz. Bis auf das Porto würde exakt die gleichen Kosten auch bei einer schriftlichen Befragung anfallen. Da machen sie wahrscheinlich ein viel zu großes Fass auf....
  10. #29

    Das sehe ich genauso

    Zitat von mistertengu Beitrag anzeigen
    Warum wird nicht einfach jeder als Organspender genommen, wenn er nicht explizit widerspricht?

    Warum muss es so kompliziert gemacht werden?
    Schließlich müssen wir im Netz andauert anticken, wenn wir *keine* Angebote von Drittanbietern erhalten wollen. Absolut okay für mich: jeder ist Organspender, es sei denn, er widerspricht ausdrücklich. Okay, das könnte sich eventuell auf den Platz auf der Warteliste für ein Organ auswirken. Genauer gesagt: so sollte es auch sein. Wenn du nehmen willst, gib!


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