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Medizin: Organspende wird neu geregelt

DER SPIEGELTausende Deutsche warten auf Spenderorgane und viele sterben, bevor sie eines bekommen. Jetzt wird die Organspende neu geregelt: Jeder Erwachsene soll künftig regelmäßig zu seiner Bereitschaft befragt werden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...818717,00.html
  1. #270

    das geht doch besser

    Zitat von herbert_schwakowiak Beitrag anzeigen
    Der einfachste Weg, die Spenderzahlen zu erhöhen, wäre es, die Helmpflicht wieder abzuschaffen.
    Denn für Transplantationsmediziner sind das die idealen Spender:
    meist jung, die inneren Organe noch intakt, an Schädel-Hirn-Trauma gestorben.

    (und der ist nicht von mir, das hat vor Jahren ein Transplantationsmediziner gesagt)
    So ein Blödsinn, erstens müssten Sie Motorradfahrer zu Zwangsspendern machen, und zweitens sind die meist schon Tod wenn die Ambulanz kommt.
    Besser wäre es auf Intensivstationen alle anzuschalten die nicht mehr voll ins Berufsleben zurück geführt werden können, das würde Geld sparen und Organe bringen.


    Organtransplantationen sind für die Gesellschaft ein enormes Minus Geschäft, extrem hohe Kosten stehen einerlei Nutzen gegenüber, kaum ein Empfänger kann ins Berufsleben zurück.
    Bleibt neben den hohen Kosten für die Medikamente und Untersuchungen auch noch die Rente an der Solidargemeinschaft hängen.

    Wer Organe gespendet bekommen will sollte entsprechend hohe Beiträge in die Krankenversicherung einzahlen.


    Der Einfachste Weg ist es allerdings sich mit der Endlichkeit des Lebens abzufinden.
  2. #271

    Zitat von iron mace Beitrag anzeigen
    Organtransplantationen sind für die Gesellschaft ein enormes Minus Geschäft, extrem hohe Kosten stehen einerlei Nutzen gegenüber, kaum ein Empfänger kann ins Berufsleben zurück.
    Bleibt neben den hohen Kosten für die Medikamente und Untersuchungen auch noch die Rente an der Solidargemeinschaft hängen.
    Sie belegen das nicht mit Fakten, und es ist auch ein grober Unsinn.

    Wenn Patientinnen mit Mukoviszidose heutzutage Familie und Kinder haben, mit teils der zweiten neuen Lunge, wo sie früher das Erwachsenalter nicht erlebten, dann kommt da enorm Gewinn für die Gesellschaft rein. Mehrere neue Staatsbürger+Steuereinnahmen durch einen arbeitenden Staatsbürger.

    Eine Dialyse-Behandlung kostet ebenfalls horrende Summen, und ist incl. der Komplikationen nicht preiswerter als Transplantation.
  3. #272

    Zitat von iron mace Beitrag anzeigen
    Wer Organe gespendet bekommen will sollte entsprechend hohe Beiträge in die Krankenversicherung einzahlen.
    Im Fall des Falles nimmt fast jeder ein Organ, auch die die nicht spenden würden. Deshalb ist eine Leistung der Solidargemeinschaft diese Spenden zu finanzieren.
    Nur wegen der kleinen Minderheit von paar Prozent, die ein Organ ablehnen würden, sollte man da keine Ausnahmeregel schaffen.
  4. #273

    Zitat von walli_sp Beitrag anzeigen
    Das sind jetzt zugegebenermaßen Spitzfindigkeiten, aber der Organspender iist tot, sonst dürfte man die Organe für fremde Empfänger gar nicht entnehmen.
    Falsch!
    Derjenige ist nicht Tot sondern Hirntot.
  5. #274

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Hören Sie mal, Sie verletzen hier meine Würde! Nur weil ich freiwilliger Organspender bin, müssen sie diesen Vorgang und meinen Körper nicht so abwerten mit solchen Begriffen!
    Ich werfe auch nicht mit Begriffen wie "Wurmfraß" um mich, sowas ist einfach gegen die Würde, und die sollte man noch achten.
    Mein Gott, sie haben keinerlei Schimmer. Eine Leiche kann auch im ziemlich kalten Zustand noch Bewegungen und Töne machen.

    "Weil es sich ......
    Der Hirntode wird als Tod deklariert, er ist es aber nicht. Der Mensch ist warm, er kann Körpertemperatur regulieren, Infektionen und Verletzungen bekämpfen, auf Schmerzreize reagieren, verdauen und ausscheiden. Hirntote Kinder können wachsen und ihre Geschlechtsentwicklung fortsetzen.
    Desweiteren bewirken gerade die Patientenverfügungen, das Intensivmedizin weiter geführt wird, wenn irreparable Schäden vorliegen...die Organspende vereiteln. Die Geräte werden dann abgeschaltet, oder gar nicht erst eingesetzt...und einem wirklich toten Menschen kann man keine Organe entnehmen.
    Man sieht..man muss sich entscheiden..so , oder so.

    Ich gebe zu "abschlachten" ist kein feines Wort und ich entschuldige mich, wenn es jemanden persönlich trifft. Aber ernsthaft..ist alles andere nicht Wortklauberei...ich empfinde es nun mal so.

    Die ganze Kosten Nutzen -Rechnungen hier..sind meiner Meinung nach absolut daneben. Wenn du nicht spendest----kein Organ, wenn du trinkst , rauchst, lebst---kein Organ...wie weit wird der Schritt sein, bis man uns vorschreibt wie wir leben dürfen, nur um dann als "gesunde" Hirntote Ersatzteillager sein zu dürfen. ;-)
  6. #275

    Umgekehrt

    Zitat von iron mace Beitrag anzeigen
    ....
    Wer Organe gespendet bekommen will sollte entsprechend hohe Beiträge in die Krankenversicherung einzahlen....
    wird ein besserer Schuh daraus.
    Wer sich zur Organspende bereit erklärt, bezahlt etwas weniger ein.
    Wer seine Organe lieber verrotten lässt, kommt auf der Empfängerliste nach hinten.
    Das Gesetz ist m.M. ein zu zögerlicher Schritt in die richtige Richtung.
  7. #276

    Zitat von iron mace Beitrag anzeigen
    So ein Blödsinn, erstens müssten Sie Motorradfahrer zu Zwangsspendern machen, und zweitens sind die meist schon Tod wenn die Ambulanz kommt.
    KRAD-Fahrer sind sicher nicht die große Spendergruppe. Es sind höchstwahrscheinlich, meiner Beobachtung nach, Patienten mit schweren Schlaganfällen, wo eh schon das gesamte Großhirn durch den Schlag betroffen war, und das restliche Hirn im Verlauf geschädigt wird.

    Also ein Vorfall der z.B. auch bei zuwenig Bewegung und langem Sitzen vorm PC passieren kann :D.

    Man muss den KRAD-Fahrern zugute halten, dass sie für guten Umsatz in der Unfallchirurgie sorgen, ab 1.4. ist wieder Saison. Ohne die KRAD-Fahrer könnte man wohl im Sommer einen größeren Teil der Betten auf unfallchirurgischen Intensivstationen schließen. Naja, ist ja jedem selbst überlassen, wie er sich umbringt. Ich bin (noch) Raucher^^.
  8. #277

    ...

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Ich finde den Zwang sich zu positionieren, mit den Auswahlmöglichkeiten "ja, nein, enthaltung", jetzt keine riesige Zumutung, wenn man im Gegensatz dazu sieht, was man gewinnen kann.

    Und das Anpöbeln, in Form von Denunzieren des Vorgangs und der Beteiligten, erlebe ich ja eher andersrum. Ich war durch Stabilisierung der Spender in den letzten Monaten an vielen Organspenden beteiligt, nach Darstellung mancher Menschen bin ich ja gradezu ein Schlächter, und nur aufs Geld aus.
    Wurde der Spender sicherheitshalber betäubt?
  9. #278

    Ich spende gar nichts!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tausende Deutsche warten auf Spenderorgane und viele sterben, bevor sie eines bekommen. Jetzt wird die Organspende neu geregelt: Jeder Erwachsene soll künftig regelmäßig zu seiner Bereitschaft befragt werden.

    Medizin: Jeder Bürger soll über Organspende entscheiden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Ich werde nie ein Organ spenden. Punkt. Aus. Die seltsame Regelung (bin kein Verschwörungstheoretiker) läßt mich aufhorchen. Noch klingt alles so harmlos nach "Freiwilligkeit". Die könnte man im nächsten Schritt dann aufheben. Sollen sich "sozial Schwache" dann ultimativ nützlich machen, u. auf die Weise dem Staat "etwas zurück geben"? Bevor es für mich auf dieser schönen Erde vorbei ist, werde ich schon dafür sorgen, daß mein Blutserum unbrauchbar ist! Außerdem gibt es für "Hirntod" doch ganz unterschiedliche Definitionen. Diese Versuche, Menschen zu "lebenden Ersatzteillagern" umzurüsten, sind einfach krank. Zudem habe ich im Laufe meines Lebens eine gräßliche Aversion gegen das ewig besserwisserische Arzttum entwickelt. Ich frage mich, warum die - von mir sonst mit hehren Worten hochgehaltenen - LINKE der Initiative nicht entgegentrat. Ich fände es - auch aus eigenen leidvollen intrafamiliären Erfahrungen heraus - viiiel wichtiger, die Palliativmedizin so auszubauen, daß jeder Krebskranken ohne großes Federlesens mit Opioden (Fentanyl, Dilaudid, etc..) vollgepumpt wird, wenn er dies wünscht. Da haben sich manche Menschen regelrecht zu Tode quälen müssen unter blödsinnigsten Belehrungen vom halbweißen Gott: "macht abhängig!". Also: Organspende? LMAA!
  10. #279

    .

    Zitat von Benefit Beitrag anzeigen
    Was ist denn bitte an einem Appell an das Gewissen unwürdig?

    Ich finde es grauenhaft, dass Menschen ihre Organe nicht spenden, nur weil sie die Vorstellung komisch finden... Blut spenden gehen ist ja auch ach so aufwendig, aber wenn man selber eine Operation hat nimmt man gerne. Hauptsache keiner appeliert ans Gewissen damit man an seine vollkommen hirnrissige Verhaltensweise erinner wird.
    So einen Appell ans Gewissen finde ich sehr unpassend.
    Sie offenbar nicht.

    Wie waere es denn, wenn Sie eine Ihrer Nieren oder die Hornhaut eines Auges (von beidem haben Sie ja zwei) an einen Nierenkranken und/oder Blinden spenden.
    Noch nicht darueber nachgedacht?


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