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Medizin: Giftige Geschäfte
Eine Tochter des US-Konzerns Johnson & Johnson hat weltweit künstliche Hüftgelenke zurückgerufen. Doch viele der 5500 deutschen Patienten wissen noch gar nichts davon.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,758035,00.html
- #50 25.04.2011 06:44 von Renard
Selbst schuld
Endlich mal einer, der die Wahrheit schreibt. Danke. Auch ist stand vor einigen Jahren vor dem Problem einer Hüft-OP.
Mein Arzt hatte mir geraten 15 kg abzunehmen, in einem speziellen Fitnessstudio mit einem Trainingsplan die Hüftmuskulatur zu stärken und Sport zu treiben. Diese Ratschläge hatte ich befolgt und mir geht es heute ausgezeichnet.
Manchmal wünsche ich mir, insbesondere wenn ich mir die hohen Kassenbeiträge ansehe, dass die Arztrechnungen von den Patienten direkt bezahlt werden, damit diese sehen, was so eine Behandlung kostet. Zur Zeit werden von der "deutschen Mentalität", die vor allem älteren Menschen innewohnt, die Kosten für Gesundheit in unnötige exorbitante Höhen getrieben. Und das auf Kosten der jungen gesunden Generation. - #51 25.04.2011 11:58 von
Meine Güte...
Sie wollen es offensichtlich nicht verstehen. Sie können von einem Krankenhaus oder Arzt, deenen Sie sich wegen eines operativen Eingriffs in vielein Bereichen in die Hände begeben, keinerlei objektive Aufklärung erwarten, denn diese sind ausschließlich den entsprechenden wirtschaftlichen Zwängen unterworfen oder wie in kleineren Häusern gar auf betimmte Fallzahlen zu kommen, um die Leistung künftig überhaupt noch anbieten zu können.
Fragen Sie doch mal ernsthaft, den Chrirugen oder chirurgisch tätigen Orthopäden, dem Sie sich wegen eines Gelenkproblems vorstellen, ob es jenseits des operativen Eingriff auch noch andere medizinische Bahandlungsmöglichkeiten gibt, als die Operation.
Wie auch von Kollegen hier mitlerweile bestätigt ist ein Großteil der Hüftgelenkersatzoperationen einfach NUR überflüssig und könnte durch intensive Maßnahmen im Bereich der Ernährungsmeidzin und Phyiotherapie bzw. eigener sportlicher Tätigkeit zumindest um Jahre wenn nicht Jahrzehnte hinausgeschoben werden. - #52 25.04.2011 17:09 von
. . .
(Zitat SPON) "In kaum einem Land wird das Hüftgelenk so häufig ausgetauscht wie in Deutschland. Rund 210.000 Deutsche erhalten jährlich eine Prothese." (Zitat Ende)
Jarrr, weil die alten Leute ab 70 Angst haben was zu verpassen, wenn sie ohne niegelnagelneue Hüfte durchs Leben hüpfen wollen.
Allein in meinem Bekanntenkreis haben die Omis alle ihre Hüften austauschen lassen. Und warum? Weil sie jahrelang Zuhause auf der Couch saßen, statt mal ihren Allerwertesten zu bewegen... Aber was soll's, nicht wahr? Die Kasse zahlt ja. Und als Renter will man ja nochmal ordentlich loshotten und das Verpasste der jüngeren Tage aufholen.
Ich versteh nicht, warum die Kassen da nicht schon lange mal den Riegel vorgeschoben haben... - #53 26.04.2011 00:00 von
Bitte genauer lesen und komplett zitieren!
Man sollte in einem zitierenden Beitrag nicht unterschiedliche Dinge vermengen.
Ich kann Ihrem Gedanken folgen, dass Ärzte wirtschaftlichen Zwängen unterworfen sind oder nur in ihrem schmalen Spezialgebiet agieren. Das aber prangere ich an mit meinem an Ärzte gerichteten Beitrag. Das man von diesen Ärzten auch „keinerlei objektive Aufklärung erwarten“ kann, wäre im Schadensfall dann zu beweisen und ggfs. eine unverständliche oder unvollständige Sicherungsaufklärung.
Ein anderer Ansatz ist die Frage der Notwendigkeit von Hüftgelenkersatzoperationen. Hier beziehen Sie zurecht die potenziellen Patienten mit ein und verweisen auf diverse Maßnahmen zur Vorbeugung und rechtzeitige Therapie ohne zwangsläufig folgende chirurgische Eingriffe. Mein Beitrag richtete sich da aber nur an die Patienten, bei denen das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
Ihre Güte müssen Sie also nicht strapazieren und was Sie verstehen können, darüber mache ich mir keine Gedanken. - #54 27.04.2011 12:13 von
Typisch Amerikanisch?? Typisch Neuheitswahn?
Mal wieder die Amerikaner. Ist ja nicht das erste Mal in der Medizin, daß man "den Rest der Welt" als Testmarkt mißbraucht und auf die Nase fällt. Vor einigen Jahren wurde viel mit Robotern operiert. Macht heute keiner mehr, die Resultate waren extrem schlecht. In USA war das nie zugelassen!
Und der Fall hier?
Ich bin selbst Ingenieur, da muss ich bei den zurückgerufenen Hüftgelenken wirklich an meinen alten Werkstoffkundeprofessor denken:
Eine Reibpaarung muss immer hart-weich sein. Alter Ingenieurgrundsatz!!
Eine reine Metall-Metall-Paarung wie hier verwendet oder auch z.B. Keramik kann zwar viele Vorteile bieten, aber auch die bekannten Nachteile wie Bruch oder Abrieb mit der Folge von Metall-Ionen im Körper.
Nichts ist ohne Risiko und nicht immer ist das neue das beste! Ich würde mir nichts einbauen lassen, was nicht schon mindestens 8 Jahre auf dem Markt ist. - #55 27.04.2011 17:44 von
Schon recht, ...
... Herr Nau. Wieder einmal die Verantwortung zur Transparenz, Aufklärung und QS-Systeme auf andere abschieben, nur nicht einmal selber als Patient den Allerwertesten hochkriegen.
Ich fühl mich auch grundsätzlich weder verfolgt noch gemobbt, nur bei Versagen des technischen Designs eines künstlichen Gelenkersatzes direkt die Ärzte und nicht den Hersteller in Verantwortung zu nehmen, passiert auch nur den Menschen mit der o.g. Verhaltensstörung. - #56 28.04.2011 17:37 von
Die geschriebene Diskussion erfordert eine besondere Sorgfalt,
Herr? tomislav77.
Mir ist nicht in Erinnerung, dass für das „Versagen des technischen Designs eines künstlichen Gelenkersatzes direkt die Ärzte und nicht der Hersteller in Verantwortung“ genommen wurden. Ich fordere aber weiterhin sehr wohl, dass die operierenden Ärzte im Zusammenhang mit eine Rückruf à la DePuy ihren Patienten helfen – in Qualitätssicherungssystemen z.B. besteht auch Verantwortung für Leistungen von Lieferanten. Als Anregung dazu habe ich bereits in einem Kommentar auf
http://www.swr.de/odysso/-/id=104689...n5h/index.html verwiesen.
Grundsätzlich bin ich mit Ihnen einig, dass die Menschen wesentlich mehr für ihre Gesundheit tun können – Ernährung, Bewegung und Lebensweise bieten da viele Ansätze. Patienten, die vor einem solchen Eingriff eines künstlichen Gelenkersatzes stehen, mögen ggfs. eine gesunde Lebensweise versäumt haben. Ich würde es dann aber für zynisch halten, als Arzt die Operation durchzuführen und den Patienten dann aber – mit Ihrer Wortwahl oder der von peter_med - so abzukanzeln; beim „Versagen des technischen Designs eines künstlichen Gelenkersatzes“. - #57 05.05.2011 07:00 von
Die Made sind Sie
Am Thema vorbei. Es geht nicht um Wohlstand. Es geht um Korruption und Habgier. Im Übrigen lebe ich nicht im Wohlstand und strebe auch nicht danach. Mein Auto habe ich bereits vor vielen Jahren freiwillig verkauft und meine Lebensbedürfnisse auf ein Minimum reduziert. Ich habe keinen Fernseher und lebe zu mehr als zwei Dritteln als Selbstversorger. Täglich radle ich mehr als 20 Kilometer, um meinen Tagesaktivitäten nachzukommen. Und was tun Sie so Sinnvolles in Ihrem Leben?
Ich wette, Sie sind die Made, von der Sie reden. Ich wette, Sie sind einer der trägen Konsumbürger, welche dieses menschen- und naturverachtende System am Laufen halten. Bevor Sie mich also beschimpfen, schauen Sie sich erst einmal an, wieviel sinnlosen Mist Sie in Ihrem Leben produzieren.
Und was den Kontakt mit dem Ausland bzw. Ausländern angeht: Ich denke nicht, dass Sie jemals in Südamerika oder Asien an Hilfsprojekten teilgenommen haben. Ich war zu diesem Zwecke bereits mehrere Male in Ecuador, einmal sogar über zwei Jahre. Und in Indien kenne ich mich auch recht gut aus. Dort war ich fast ein Jahr lang - übrigens bin ich dort per Fahrrad hingefahren. Ich wette, Sie würden bereits an dieser Herausforderung kläglich scheitern.
Ich habe Armut gesehen, von denen Sie keinen blassen Schimmer haben. Es sind genau jene Ausgebeuteten und Geschundenen, von denen ich rede. Die Korruption und Habgier ist es, welche dazu führt, dass Menschen so ausgebeutet werden. Und das gilt - unabhängig vom Wohlstandsniveau - für alle Länder. Es ist der neuzeitliche Kapitalismus, der menschenverachtend ist, die Wurzel all der heutigen Übel. Und auch in einem Wohlstandsland findet genau das Gleiche statt, was auch in Indien stattfindet - nur eben auf einem anderen Niveau. Im Kern ist es der selbe faule Prozess. Und es sind genau solche Leute wie Sie, die dafür sorgen, dass Korruption und Profit, respektive menschenverachtendes Handeln, weiterhin bestehen bleiben.
Der Turbokapitalismus ist ein Kind der Gier. Und Gier bringt immer die Verachtung von Leben mit sich. Da können Sie den Wohlstand noch so hoch loben. Wenn er innerlich verrottet ist, dann ist er falsch. Ihren Worten nach zu urteilen wären Sie in einer Welt, wie Aldous Huxley sie in einem seiner berühmten Romane beschreibt, äußerst zufrieden. Ich habe Neuigkeiten für Sie: Sie leben bereits in einer solchen Welt. - #58 05.05.2011 07:06 von
Evolution der Systeme erfordert Umdenken
Meine Abneigung gegen den Kapitalismus bedeutet nicht, dass ich für den Kommunismus bin. Sie haben eine vollkommen falsche Annahme getroffen. Ich bin weder für Kapitalismus, noch für Kommunismus, noch für Demokratie in der heutigen Form. Ich bin für die nächste Stufe. Das erfordert ein Umdenken. Sie sind weit von so einem Umdenken entfernt. Die alten Muster sind Ihnen tief eingebrannt. Deshalb holen Sie die Kommunismuskarte hervor, obwohl das völlig außer Frage steht. Sie leben völlig im Gestern. Ich lebe für die Zukunft. Und zu diesem Zwecke gestalte ich das Jetzt, in dem ich lebe. Und was tun Sie? Das, was alle tun? Malochen gehen und nicht alles beim Alten belassen? Darauf wette ich.
- #59 13.03.2012 13:07 von
Und wieder einmal bricht der Sozialneid der frustrierten deutschen Stammtischbesserwisser voll durch - sind sie doch mal wieder die armen Opfer dieses bösartigen Berufsstandes Arzt - und prompt werden die lustigsten Phantasiegeschichten zu alltäglicher Routine erklärt.
Dabei vergessen die hier übel polemisierenden nur zu gerne, daß ihre eigenen täglichen Handlungen sie nicht in die Lage versetzen, über Ärzte herzuziehen. Wenn ich mir mal anschaue, wie viele deutsche Wutbürger sich jeden Tag zusätzlich zu ihr Arbeitspause noch 30-40 min für "nur mal schnell 'ne Zigarette" gönnen - natürlich ohne diese verschwendete Arbeitszeit dann nachzuholen. Oder wie viele vom Arbeitgeber bezahlte Stunden diese guten Deutschen denn mit Surfen im Internet zubringen. Oder sich wegen irgendeines Pipifaxes mal wieder eine Woche krank schreiben lassen (da sind dann Ärzte komischerweise plötzlich gerne gesehen!). Auch gerne völlig aus dem eigenen Gedächtnis gestrichen ist die letzte Autofahrt im Vollrausch, der Beinaheverkehrsunfall, weil man ganz dringend eine SMS tippen MUSSTE oder das idiotische Überholmanöver, daß mehrere Autofahrer zu Notbremsungen zwang, weil man es wieder mal eilig hatte auf dem Weg zur Arbeit (wozu auch rechtzeitig aufstehen?).
Vielleicht sollten hier einige (oder doch 95%) erst einmal ihre eigenen Leben aufräumen und sich selbst soziale Kompetenz aneignen, bevor sie verallgemeinernd einen kompletten Berufsstand mit Massenmördern auf die gleiche Stufe stellen.
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