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Medizin: Friedliche Invasion

Erkältungen gelten als Zeichen einer schwachen Konstitution - zu Unrecht, sagen Mediziner. Erst ein gesundes Immunsystem ruft die lästigen Symptome hervor.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,724935,00.html
  1. #1

    Auch mal wieder ein Schulmediziner

    der das Rad neu entdeckt. Das sind alles Aussagen Dr. Hamers. Sehts endlich ein, es gibt kein Immunsystem. "Es ist der Körper selbst, der die Symptome erzeugt." Natürlich, wer denn sonst!!! Solche Leute bekommen Forschungsgelder für geklautes Wissen des Alters von mindestens 20 Jahren.
  2. #2

    Ach Mist,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erkältungen gelten als Zeichen einer schwachen Konstitution - zu Unrecht, sagen Mediziner. Erst ein gesundes Immunsystem ruft die lästigen Symptome hervor.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,724935,00.html
    dabei wollte ich mir gerade ein Actimel aufmachen um mich vor den Gefahren der kalten Jahreszeit zu schützen.
  3. #3

    Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erkältungen gelten als Zeichen einer schwachen Konstitution - zu Unrecht, sagen Mediziner. Erst ein gesundes Immunsystem ruft die lästigen Symptome hervor.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,724935,00.html
    Also jetzt muss ich doch ein bisschen grinsen :D
    Zufällig befasse ich mich gerade mit dem Immunsystem-als Bachelorstudent (also nix Forschung oder so)..und wo genau ist jetzt die Erkenntnis? Ich habe nie etwas anderes gelernt..sooooo neu kann das also nicht sein? (Lehrbücher haben ja immer ein bisschen bis sie neues aufnehmen und sind ja im Prinzip bereits veraltet wenn sie auf den Markt kommen.)
    Bsp. Fieber wurde mir immer als Reaktion des Körpers auf die Pathogene erklärt. Anders z.B. bei Tetanus-Toxin, dort ist es ja tatsächlich das Gift dass einen umbringt/lähmt.
    Also nochmal - wo ist die Erkenntnis genau?
    mfG
  4. #4

    Wie ist das bei einer bakteriellen Erkrankung?

    Der Artikel bezieht sich ja nur auf Viren, wie ist das bei bakteriellen Erregern, ist da der Artikel genauso aussagefähig?

    Oder kommt eine bakterielle Infektion nur als Sekundärerkrankung, nachdem der Virus sozusagen die Tür aufgesperrt hat, vor?
  5. #5

    ...

    Natürlich ist die Erkenntnis, daß der Körper selbst die Symptome hervorruft nicht neu. Neu ist aber, daß dies nicht auf einer Schwächung des Immunsystems beruht. Diese Beobachtung erklärt z.B. auch die W-förmige Sterblichkeitsstatistik bei der spanischen Grippe mit einem Zwischenmaximum bei jungen Erwachsenen. Dort ist es der Erreger selbst, der durch die Induktion von Zytokinausschüttung das Immunsystem erst noch mal richtig anschaltet (man spricht auch vom "Zytokinsturm"). Denn ein Immunsystem, das sich gegen alles und jeden wendet, kann ebenso wenig effektiv einen viralen Eindringling bekämpfen, wie eines, das kaum noch funktioniert. Es ist halt wie in vielen anderen Bereichen der Medizin auch. Es wäre wichtig, daß noch viel mehr Mediziner als heute profunde Kenntnisse der Naturwissenschaften hätten bzw. selbst nach naturwissenschaftlichen Prinzipien forschen würden, daß also der Schwerpunkt weg geht vom empirischen Trial-and-Error, was einem Patienten nützt, zum wissenschaftlichen Verständnis des zugrundeliegenden Mechanismus.
  6. #6

    Überflüssige Untersuchung

    Für ein Kind mag das aus dem Artikel stimmen, für einen Erwachsenen ist das einfach ein Schmarrn, das zeigt die Lebenserfahrung.
  7. #7

    SPON != Lehrbuch

    Zitat von Dave87 Beitrag anzeigen
    Also jetzt muss ich doch ein bisschen grinsen :D
    Zufällig befasse ich mich gerade mit dem Immunsystem-als Bachelorstudent (also nix Forschung oder so)..und wo genau ist jetzt die Erkenntnis? Ich habe nie etwas anderes gelernt..sooooo neu kann das also nicht sein? (Lehrbücher haben ja immer ein bisschen bis sie neues aufnehmen und sind ja im Prinzip bereits veraltet wenn sie auf den Markt kommen.)
    Bsp. Fieber wurde mir immer als Reaktion des Körpers auf die Pathogene erklärt. Anders z.B. bei Tetanus-Toxin, dort ist es ja tatsächlich das Gift dass einen umbringt/lähmt.
    Also nochmal - wo ist die Erkenntnis genau?
    mfG
    Die Erkenntnis ist zum Einen, dass SPON kein Medizinlehrbuch ist und zum Anderen, dass es Millionen von Nichtmedizinstudenten gibt, die evtl. glauben, dass "Krankheitserreger" die Symptome der Krankheit verursachen, was ja irgendwie logisch klingt. Man sagt ja auch, Autos verursachen Abgase, in Wirklichkeit tun das aber die Menschen, die damit fahren, denn wenn sie das nicht tun würden, wären die Autos sehr umweltverträglich...
  8. #8

    titel

    Mein Gesicht ist für meine Finger und Hände tabu, sobald ich die Wohnung verlassen und "draußen" etwas angefasst habe, besonders Einkaufswagen, Türgriffe usw... das und eine gute Händehygiene sorgen dafür dass ich nur alle 3 Jahre mal eine kleinere Erkältung bekomme...

    meine Lebensgefährtin, die sich gerne mal an der Nase juckt und diesen Drang, sich mit den Fingern im Gesicht herum zu fummeln kaum unterdrücken kann, hat im Durchschnitt so 2-3 banale Erkätungen pro Jahr, also 6-9x so häufig als ich

    ich versuche ihr immer zu erklären, dass diese umsichtige Verhalten bezüglich des "Hand-Gesicht-Vermeidens" auch in "Friedenszeiten" ein guter Test für den Ernstfall ist, wenn mal irgendwann ein Killervirus sein Unwesen treibt... nützt alles nichts... spätestens nach 10 min geht schwupps die Hand wieder zu Gesicht...

    besonders schütteln muss ich mich wenn ich sehe, wie im Supermarkt jemadn an den Fingern leckt um die Tüten aus der Obstabteilung besser öffnen zu können, nachdm sie vorher mindesten hunderte DInge im SUpermarkt in den Händen hatten, besonders den Einkaufswagen
  9. #9

    Moin!

    Also das mit der Hühnersuppe macht Sinn:

    http://www.ndr.de/info/programm/send...uehner101.html


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