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Meditierende Manager: Buddha für Schlipsträger

Im Job sind sie knallhart, doch sie haben auch eine andere Seite: Eine Gruppe von Managern trifft sich regelmäßig, um nach der buddhistischen Zen-Methode zu meditieren. "Wirtschaft ist Krieg", sagt einer von ihnen. Nun wollen die Männer ihr Gleichgewicht finden - trotz Business-Hektik.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...730493,00.html
  1. #50

    och

    Zitat von pepre Beitrag anzeigen
    Ja, da stimme ich uneingeschränkt zu.

    Noch: der Artikel ist furchtbar. Das Geschwafel über Zen und Buddha hat nichts, aber auch gar nichts mit deren Weltanschauungen zu tun. Das einzige, was sich finden läßt, ist eine Pseudo-Philosophie, die das eigene Gebaren rechtfertigt: ein Wellness-Programm für skrupellose Krieger, die ihre erkämpften Vorteile allesamt behalten wollen.
    Habe wir den gleichen Artikel gelesen?
    Ich habe ihn nur überflogen, allerdings meine ich gelesen zu haben, dass die Menschen im Zuge der Praxis mitunter verantwortungsvoller würden.
    Zudem wird von Managern gesprochen, die tatsächlich den Schritt gegangen sind, aus dem bisherigen als problematisch erkannten Lebens-Umfeld einen Ausweg zu finden.
    Das unterscheidet die wohl kaum von anderen, die in eine irgendwie geartete Zen-odersonstwas-Praxis eintreten, in Konjuktion mit der Erkenntnis oder dem Gefühl, dass es so bisher nicht gut läuft. Davon gibt es so viele...

    Es gibt auch Halsabschneider und Betrüger, aber das ist nicht neu.
  2. #51

    hihi

    Zitat von schna´sel Beitrag anzeigen
    Zen richtet sich nach innen und jede nach außen gerichtete Funktion bedeutet ein Festhalten an etwas, das eigentlich nicht mehr ist als eine Illusion, ein Strohhalm für das Ego.
    Die Unterscheidung zwischen Innen und Außen ist aber auch äußerst heikel.
    Aber das ist noch der rationale Teil, oder?
  3. #52

    Richtig, falsch. Falsch, richtig. Linksrum, rechtsrum.

    Zitat von schna´sel Beitrag anzeigen
    Das ist schon mal eine gute Frage. Es gibt viel einführende Literatur zu dem Thema und ich bin mir sicher, dass diese Frage dort auch ausführlich rational beantwortet werden wird.
    Aber im Zen geht es eigentlich.....
    Vielen Dank für Ihre Antwort! Ob es erhellend war, weiß ich jetzt noch nicht (ist nicht abwertend gemeint!).
    Aber eine Gegenfrage habe ich doch: gibt es denn einen "richtigen" Weg?
  4. #53

    Hallooooo das ist der Holzweg! ...hier gehts lang!

    Zitat von jackchief Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass es ja viel mehr darum geht, dass Manager endlich mal wieder bereit sind, Verantwortung zu tragen und die Wahrheit zu sagen. Die Leute haben keine Lust mehr, verarscht zu werden, denn dumm sind wir nicht!
    Wer die Suppe.....
    Auch Verantwortung ist ohne Egoismus nicht zu machen. Glaube genauso wenig. Auch Glaube ist eine Form des Egoismus. Buddhismus ist übrigens keine Relgion. Insofern wird das Thema Meditation völlig falsche verstanden.
  5. #54

    ?

    Zitat von panzeraufklärungstruppe Beitrag anzeigen
    Auch Verantwortung ist ohne Egoismus nicht zu machen. Glaube genauso wenig. Auch Glaube ist eine Form des Egoismus. Buddhismus ist übrigens keine Relgion. Insofern wird das Thema Meditation völlig falsche verstanden.
    Häh, das versteh ich nicht? Geht es hier um das Aufgeben des eigenen Selbst oder geht es um das Aufgeben der übersteigerten Selbsteinschätzung? Was verstehen Sie unter Ego(ismus)?
  6. #55

    Zen ist zu nichts nütze

    Zitat von schna´sel Beitrag anzeigen
    Das ist schon mal eine gute Frage. Es gibt viel einführende Literatur zu dem Thema und ich bin mir sicher, dass diese Frage dort auch ausführlich rational beantwortet werden wird.
    Aber im Zen geht es eigentlich nicht um die Ratio. Im Gegenteil.
    Im Gegenteil ? Um die Irratio ?
    Sie scheinen ja einiges zu wissen - aus Büchern?
    Soto und so - Rinzai, das ist das mit den Koan -
    Worum es den Managern als Kursteilnehmern geht, müssen diese selbst klären. Wenn sie sich aber von Zen eine Hilfe für ihren Alltag versprechen, werden sie enttäuscht. In den Unternehmen ist der Alltag geprägt von Konkurrenzstrukturen, die letztlich dazu führen, dass jeder, der zu schwach ist, raus muss.
    Zen oder Meditation wirkt da wie eine Beruhigungspille und ist sicherlich besser als die vielen Aufputschmittelchen, die da haufenweise eingeworfen werden.
    DAS ist aber nicht Zen, sondern bloß ein bißchen meditiert.

    Worum es Kohtes und der Bildungsstätte Benediktushof geht, ist die andere Seite - mit Managern lassen sich die Kosten für so einen Hotelbetrieb mit angeschlossenem Heil-Schweigen besser bewältigen, als mit dem einfachen Esoterik-Volk. Und Aufwand und Ertrag sind ökonomisch gesehen ausgezeichnet - man sitzt gemeinsam mit den Managern rum, macht täglich einen Vortrag und ein Einzelgespräch und klopft jedem auf die Schulter - weiter so, wird schon werden, Geduld bringt Rosen.

    Dass die Japaner ihre Zen-Kultur heute auch für ihre Wirtschaftswelt nutzen ist nichts anderes als die Fortsetzung ihrer Kriegskultur, der Tokugawa-Zeit, in der sich Zen in diesem Samurei-Kontext entfaltet hat.
    Mit Zen lässt sich die miese Welt wohl besser aushalten und zum Schluß, kann man ja aus dem Fenster springen. Der Tod spielt im Zen eine besondere Rolle - schließlich muss ja das Ego sterben und das nimmt dann gerne auch den Rest noch mit.

    Leute, die ernsthaft Zen praktizieren, verlassen ihre Tretmühlen. Das kann man aber auch ohne Zen. Eine viel bessere Möglichkeit wäre doch auch die Veränderung der Verhältnisse in denen heute gearbeitet und gewirtschaftet wird.Dazu braucht es aber auch kein Zen.

    Zen, so sagt ein berühmter Meister - Kodo Sawaki - ist zu nichts nütze.
  7. #56

    ...

    Vergessen Sie meine letzten Post, das war Quatsch!
  8. #57

    Alles außer Zen ist Un-Zen

    Obwohl, Yoga-Meditation ist noch besser, weil entschieden vielseitiger als stundenlang die Wand angucken *g*
  9. #58

    ...

    Hier sitz ich nun, ich armer Thor
    und bin so schlau als wie zuvor.
  10. #59

    Bi-yÄn-lu

    Zitat von jackchief Beitrag anzeigen
    Häh, das versteh ich nicht? Geht es hier um das Aufgeben des eigenen Selbst oder geht es um das Aufgeben der übersteigerten Selbsteinschätzung? Was verstehen Sie unter Ego(ismus)?
    In der „Buddhistischen Meditation“ zumindest geht es darum herauszufinden wie unsere Wahrnehmung zustande kommt. So geht man in der b.Lehre davon aus, dass es keine Kontinuität gibt. Unser Gehirn „gaugelt“ uns so etwas wie eine Kontinuität vor. Durch die buddh. Meditation versucht man diese „Schein-Kontinuität“ zu „durchbrechen“ um das „dualistisch Denken“ aufzuheben. Jenseits dieses dualistischen Denkens existiert so etwas wie Wille, Egoismus, Glaube ecc. nicht. Das zu erreichen dauert sehr sehr lange.








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