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Medikamenten-Debatte: Apotheker fallen über FDP-Minister Bahr her

dapdMutiger Vorstoß, böse Reaktionen: Ausgerechnet mit der eigenen Stammklientel legt sich FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr an. Er will unverbrauchte Medikamente aus Pflegeheimen notfalls an arme Patienten verteilen. Dafür wird er von Apothekern massiv angepöbelt.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829207,00.html
  1. #360

    Aber, die Apotheker sind schon echt arm dran, wie sie sich mühsam am Elend anderer laben müssen. Sie haben es schon echt schwer, da kann man nicht einfach wie an Fasching Pillen in die Masse schmeißen!

    Ein netter Gedankengang dazu auch hier:

    http://www.lifeisacabaret.org/2012/04/hauptsache-gesund.html
  2. #361

    Eigentlich gehören anonyme Schreiben ungelesen in den Papierkorb.
    Leider schreibt aber auch in diesem Spiegel-online-Forum die überwiegende Mehrheit anonym und voller Vorurteile. Die beste Medizin gegen Vorurteile sind aber Ehrliche Argumente.
    Diese finden Sie in den Aufklärungsbroschüren der Baden-Württembergischen Apotheker oder im Netz unter www.apotheken-informieren.de.
    Hier wird mit den bekannten Vorurteilen wie z.B. Apotheken wären zu teuer oder es gäbe zu viele Apotheken mit Zahlen Daten und Fakten aufgeräumt.
  3. #362

    Die Not muss nicht sehr groß sein?

    Wenn ich meinen Apotheker um die Ecke frage, warum das Medikament bei ihm das doppelt wie bei der Internet-Apotheke kostet, ist er fast beleidigt und meint, er wäre nicht das Internet.
    Hätte erwenigstens 30% Rabatt gewährt - ich hätte bei ihm gekauft - um der Freundschaft willen.... :-)
    Entweder er hat es nicht nötig, oder er bekommt den Kragen nicht voll - wie schon geschrieben wurde?

    Wer sich mit der Pharma-Mafia gegen den Verbraucher verbündet, der braucht sich nicht zu wundern, wenn Gorbatschow's Prophezeihung an ihm erfüllt: Wer zu spät kommt .....

    Andere Apotheker, die den Mut haben ins Internet-Geschäft einzusteigen - verkaufen zu fairen Preisen und verdienen sicher auch noch daran? Also wem soll man die Waren abkaufen?
  4. #363

    Dann mal viel Spass!

    Zitat von michael.hofheinz Beitrag anzeigen
    Eigentlich gehören anonyme Schreiben ungelesen in den Papierkorb.
    Leider schreibt aber auch in diesem Spiegel-online-Forum die überwiegende Mehrheit anonym und voller Vorurteile. Die beste Medizin gegen Vorurteile sind aber Ehrliche Argumente.
    Diese finden Sie in den Aufklärungsbroschüren der Baden-Württembergischen Apotheker oder im Netz unter Startseite | Die beste Medizin gegen Vorurteile.
    Hier wird mit den bekannten Vorurteilen wie z.B. Apotheken wären zu teuer oder es gäbe zu viele Apotheken mit Zahlen Daten und Fakten aufgeräumt.
    Dann wünsche ich Ihnen viel Freude am nicht-anonymen Austausch ihrer persönlichen Meinung!
    Eine Meinung kann sehr wohl anonym und sein und zur Meinungsbildung beitragen.
    Anonymität ist das was Ihnen "weitgehend" gewährleistet Ihre Meinung "ohne Reue" mit anderen im Netz auszutauschen.
    Ich habe das auch mal einem mir bekannten Lokalpolitker erklärt, der auch ihrer Meinungn war und ihn darauf hingewiesen welche "fiessen" Typen in den Foren unterwegs sind und er sich das noch einmal überlegen möge.
    Offensichtlich hat er die Lektion verstanden oder bereits die Folgen gespürt - denn es kam kein nicht-anonymer Kommentar mehr von ihm..... :-)
  5. #364

    Um welches...

    Zitat von wortfeil25 Beitrag anzeigen
    Wenn ich meinen Apotheker um die Ecke frage, warum das Medikament bei ihm das doppelt wie bei der Internet-Apotheke kostet?

    ...Medikament handelt es sich denn?
  6. #365

    ganz simpel ...

    Zitat von pyrex Beitrag anzeigen
    ...Medikament handelt es sich denn?
    Wick-Medinait - aber da gäbe es hunderte Beispiele der Preisdifferenz von 30 - > 60%.
    Und man kann davon ausgfehen, dass die Apotheken, die sich auf das Abenteuer "Internethandel" einlassen - nicht für die Heilsarmee arbeiten, sondern auch noch daran verdienen?
  7. #366

    Ihr Beispiel aufgreifend...

    Zitat von wortfeil25 Beitrag anzeigen
    Wick-Medinait - aber da gäbe es hunderte Beispiele der Preisdifferenz von 30 - > 60%.
    Und man kann davon ausgfehen, dass die Apotheken, die sich auf das Abenteuer "Internethandel" einlassen - nicht für die Heilsarmee arbeiten, sondern auch noch daran verdienen?
    folgende Info:
    Wick MediNait 180 ml: "UVP": 14.99€ (incl. 19% UmSt.) --> 12,60€ netto
    Taxeeinkaufspreis: 8,44 netto --> 4,16€ Aufschlag
    Angebot beim Großhandel: 7,32€ netto (variabel (+/- 30 Cent) je nach GH) --> 5,28€ Aufschlag
    Angebot im Direktgeschäft mit dem Hersteller: 6,58€ (variabel (+/-30 Cent je nach Abnahmemenge) --> 6,02€ Aufschlag.

    Günstigster Preis im Internet auf die Schnelle: 7,42€ brutto --> 6,23€ netto. --> Geschätzter Aufschlag +/- 0 Cent

    Bei Wick Medinait handelt es sich um einen Markerartikel (Wie alle bekannten Arzneimittel z.B. Aspirin, Grippostad, Dolormin), welcher im Internet zum Einkaufspreis angeboten wird. Ziel: Um die Versandkosten zu sparen wird gleich noch was mitbestellt, was entweder micht mehr ganz so günstig ist, oder aber wirklich teuer, weil garnicht benötigt.

    Für Sie als Kunde verständlicherweise "große Abzocke am kleinen Mann", für mich die Mühe des Geldwechselns nicht wert.
  8. #367

    zum Teil richtig

    Zitat von pyrex Beitrag anzeigen
    folgende Info:
    Wick MediNait 180 ml: "UVP": 14.99€ (incl. 19% UmSt.) --> 12,60€ netto
    Taxeeinkaufspreis: 8,44 netto --> 4,16€ Aufschlag
    Angebot beim Großhandel: 7,32€ netto (variabel (+/- 30 Cent) je nach .....
    Ich schrieb ja bereits, daß man das nicht an dem Medikament festmachen darf - das war eines der Medikamente, bei denen ich mal in der Apotheke gefragt hatte.

    Zum Anderen habe ich immer ein paar Sachen auf der Liste, die ich dann bei Bedarf mitbestelle - und es gibt gute, preisgünstige Versand-Apotheken, die bereits ab 10,- € keine Versandkosten berechnen.

    Die Zukunft wird zeigen, daß die Apotheker, die glauben sich mit der Pharmaindustrie gegen den Bürger verbünden zu müssen, zurückgehen werden - denn es kommen immer mehr junge Menschen nach, denen die Reichen-Mafia ohnehin die Realeinkommen beschneidet und auch wissen das Internet zu nutzen.
  9. #368

    Glauben Sie...

    Zitat von wortfeil25 Beitrag anzeigen
    ...
    Die Zukunft wird zeigen, daß die Apotheker, die glauben sich mit der Pharmaindustrie gegen den Bürger verbünden zu müssen, zurückgehen werden - denn es kommen immer mehr junge Menschen nach, denen die Reichen-Mafia ohnehin die Realeinkommen beschneidet und auch wissen das Internet zu nutzen.
    ... wirklich der "klassische" Vor-Ort Apoteker würde seine Apotheke länger als 2 Jahre wirtschaftlich führen können, wäre er nicht "Anwalt" seiner Kunden sonder der Pharmaindustrie.
    Zumindest von mir und den mir bekannten Kollegen kann ich behaupten, dass die Erkenntnis da ist, lieber einen zufriedenen Kunden langfristig zu binden (was euch bedeutet ein Medikament nicht zu verkaufen), als einen kurzfristigen Erfolg in der Kasse zu verbuchen.

    ... wirklich die großen Versandapos wie DoMo (Celesio), Europa Apotheek (MedCo), Vitalsana (Schlecker) sind nicht mit der Pharmaindustrie verbündet und sind zum Heil und zur Rettung des deutschen Sozialsystems angetreten?

    ... dass alle meine Kunden Ü60 sind. Gerade bei jungen Familien stiftet das Internet im medizinischen/pharmazeutischen Sektor mehr Verunsicherung als es Segen bringt. Und wo kann man/frau mal schnell hingehen und ohne Termin jemanden fragen, der zumindest einen Hauch von Ahnung hat?

    ... ich als Landapotheker zur "Reichenmafia" gehöre?

    Und zum Abschluß dürfen Sie raten wieviele der ingesamt 45 Rezepte, der am 1.Mai (Notdienst) bei mir eingelösten Rezepte für Kinder unter 18 Jahren waren!


    Es waren 30St. --> 2/3 aller "Notfälle". Ich denke schon, dass vor allem die Generation U40 auch die Grenzen des Internets kennt und sich entsprechend verhält.
  10. #369

    sicher ...

    Zitat von pyrex Beitrag anzeigen
    ... wirklich der "klassische" Vor-Ort Apoteker würde seine Apotheke länger als 2 Jahre wirtschaftlich führen können, wäre er nicht "Anwalt" seiner Kunden sonder der Pharmaindustrie.
    Zumindest von mir und den mir bekannten Kollegen kann ich behaupten, dass die Erkenntnis da ist, lieber einen zufriedenen Kunden langfristig zu binden (was euch bedeutet ein Medikament nicht zu verkaufen), als einen kurzfristigen Erfolg in der Kasse zu verbuchen.
    ...
    Es waren 30St. --> 2/3 aller "Notfälle". Ich denke schon, dass vor allem die Generation U40 auch die Grenzen des Internets kennt und sich entsprechend verhält.
    haben Sie aus Ihrer Sicht z.T. recht.

    Aber trotzdem werden sich die Verhältnisse ändern und es werden einige auf der Strecke bleiben, die nicht die erforderliche Flexibilität bringen?

    Z.B. scheint es wirtschaftlich knapp zu sein, wenn es in einer Kleinstadt, mit ca. 13.000 Einwohnern, 4 Aptheken und 3 Optiker gibt?
    Dass man da keine Rabatte geben will/kann ist klar.

    Und es kann nicht sein, dass die Medikamente in Deutschland auf Dauer 50 - 300 % teurer bleiben, wie im europäischen Ausland.

    Typisch ist auch die mafiöse Ausrichtung der "Krankheitsbranche" indem die "eingetriebenen" Gelder unter der Gruppe/Lobby der Nutznießer ausgekartet/ausgerauft wird - weitgehend unter Ausschluss der Zahler/Patienten? Dass die Sozialwahl eine Farce ist bekannt.


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