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Medikamenten-Debatte: Apotheker fallen über FDP-Minister Bahr her

dapdMutiger Vorstoß, böse Reaktionen: Ausgerechnet mit der eigenen Stammklientel legt sich FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr an. Er will unverbrauchte Medikamente aus Pflegeheimen notfalls an arme Patienten verteilen. Dafür wird er von Apothekern massiv angepöbelt.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829207,00.html
  1. #200

    Ich oute mich mal (nicht so mutig in einem Internetforum, ich weiß):
    ich bin früherer FDP Wähler.
    Jetzt ist es raus, da fühlt man sich gleich viel besser.
    Warum mag sich jetzt der eine oder andere fragen. Nun, in einem Anfall geistiger Umnachtung habe ich der FDP geglaubt sie würde sich für Marktwirtschaft einsetzen.

    Wie das Gegreine des Apothekerlobbyisten nun zeigt ist dem aber nicht so. Stattdessen hat sich die FDP für Klientelpolitik und griechische Wirtschaftssysteme für ihre Anhänger eingesetzt, das Gegenteil von dem als was sie sich ausgibt.

    Es heißt betrogene Liebe schlägt schnell in Haß um. Ich hoffe, dass die FDP komplett von der politischen Bildfläche verschwindet, bevor sie den Namen Liberaler noch mehr durch den Dreck zieht.
    Stimme für die FDP? Nie wieder.
  2. #201

    Verordnung

    Zitat von Schiebetürverriegler Beitrag anzeigen
    einfach.
    Ein Heimbewohner stirbt.
    Ein Heimbewohner wird in ein anderes Haus verlegt.
    Ein .....
    Und der Arzt verordnet jedem Patienten ein anderes Mittel? Wenn jemand z.B. stirbt bleiben Medikamente übrig. Diese Medikamente finden keinen Abnehmer im Haus? Glaube ich nicht! M.E. könnten ja Leitung, Apotheken und Ärzte für den Umsatz zusammenarbeiten.;)
  3. #202

    Hm das hat mich jetzt neugierig gemacht.
    Und siehe da Bergisch Gladbach Hauptstrasse.
    2km Weg -> 10 (zehn) Apotheken

    Irgendwas stimmt da nicht mit der Marktwirtschaft dass das so funktionieren kann......

    Klassisches Überangebot, fünf von denen könnten ruhig pleite gehen und kein Mensch würde was vermissen.
    Schon blöd wenn man als Betroffener auf einem "subventionierten" Arbeitsplatz bemerkt dass einen irgendwie doch die Realität einholt.
  4. #203

    Wer verursacht Kosten?

    Zitat von Reiner Weint Beitrag anzeigen
    Beleidigungen sind wirklich nicht mein Stil, aber die Apotheker haben sie doch nicht alle. Nach Zahlen die ich kenne gehen 9% aller Kassenbeiträge in Deutschland an die Verkäufer von Pillen. In anderen Industrienationen sind das 3-5%. Und dort werden die Menschen auch gut mit Medikamenten beliefert. Wenn man im Gesundheitswesen sparen will, dann in erster Linie dort! Daumen hoch für Minister Bahr. Der Vorschlag macht auf jeden Fall Sinn.
    Wenn Sie einmal Zahlen wirklich recherchieren, werden Sie feststellen, dass der Anteil aller deutschen Apotheken an den GKV-Gesamtausgaben bei unter 2,5% liegt. Ich stimme gerne mit Ihnen überein, dass 3% reichen würden ;-)
  5. #204

    Um verschreibungspflichtige oder um rezeptfreie Medikamente? In der Diskussion wird hier viel durcheinander geschmissen.
  6. #205

    Um verschreibungspflichtige oder um rezeptfreie Medikamente? In der Diskussion wird hier viel durcheinander geschmissen.
  7. #206

    Dispensierrecht

    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen

    Trotzdem: die Menge unverbrauchter Arzneimittel ist mir auch ein Dorn im Auge. Wenn die Apotheker nicht mitspielen, sollen die niedergelassenen Ärzte sie entgegennehmen und an ihre Patienten abgeben, nach ausdrücklicher Absprache mit ihnen.
    Machen viele Niedergelassene schon lange! Nur ist es halt nicht erlaubt. Die Ärzte brauchen ein Dispensierrecht.
  8. #207

    Die Diskussion über zu hohe Apothekengehälter finde ich als Jungapprobierter einfach nur lächerlich!!!!
    Ihr alle die da spottet und euch beklagt hättet doch Pharmazie studieren können, wenn man sich damit den A....voll verdient!
    Grüße von der Sonnenseite des Lebens=))))))
  9. #208

    Diese 3%

    Zitat von misterxyz Beitrag anzeigen
    Wie gut sie sich alle auskennen!!!
    Eine Apotheke verdient 3% eine Rezeptpauschale pro Medikament. Die Einschnitte am Gewinn sind die letzten Jahre immer weiter gestiegen, neue Anforderungen an Apothekengröße, niedrigere Rabatte beim Großhandel... lassen viele Apotheken an den Rand des Abgrund gehen. Informieren sie sich bitte, bevor sie die reichen Apotheker anprangern.
    Wie gut sie wieder einiges verschweigen!
    Diese 3% sind für verschriebene Medikamente - aber ein recht großer Prozentsatz ist rezeptfrei - und da gibt es weit höhere Margen.

    Eine Tankstelle lebt auch nicht nur vom Verkauf des Benzins...
    Mir geht auf alle Fälle immer dieses Gejammer auf die Nerven; statt Beratung jammern die auch den Kunden die Ohren voll, wie hart doch das Leben als Apotheker ist und wie sie am Hungertuch nagen. Komisch nur, das es jede Menge davon gibt und von einer pleite gegangenen Apotheke habe ich noch nie etwas gehört...
  10. #209

    Ich finde es schade das es hier Leute gibt die es gut heißen wenn Apotheken schließen müssen und Existenzen zerstört werden. Jeder ist doch dankbar dafür wenn der Weg vom Arzt zur nächsten Apotheke möglichst kurz ist, gerade für ältere Menschen ist das eine Erleichterung.


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