Ich habe unmittelbar nach Eintritt der gravierenden Nebenwirkungen
präzise alles geschildert und KEINERLEI Reaktionen erhalten. Ich bin selbst Naturwissenschaftler und weiß, wie man ein Problem sprachlich / fachlich angeht. Wenn aber die angebliche staatliche Aufsichtsstelle überhaupt nicht reagiert und erst nach vier Jahren sich zu einer - dazu noch völlig idiotischen - "Antwort" bequemt, die keine ist, dann darf ich wohl hier auf diesen - Pardon ! - Saustall mit deutlichen Worten hinweisen.
Ich bin alt genug, um den CONTERGAN-Skandal noch sehr gut in Erinnerung zu haben; die Sache fiel in die Anfangszeit meines Chemie-Studiums, schon von daher waren wir alle sehr interessiert. Auch da haben Ärzte schnell reagiert - und der Staat hat gepennt! Dass damals GRÜNENTHAL die Sache verharmloste, ist klare Firmenpolitik gewesen. In meinem Fall hat BETAPHARM die Sache heruntergespielt; ich habe noch alle Unterlagen!
Der Staat aber hat GAR NICHTS getan, nicht mal eine Eingangsbestätigung geschickt.
Zu "Querulantentum": Auch Columbus war ein Querulant, dito Graf Zeppelin usw. Zurück zu CONTERGAN: Die Frau, die in den USA bei der FDA ein Vertriebsverbot für CONTERGAN in den USA durchsetzte, ist später mit dem höchsten zivilen Orden der USA ausgezeichnet worden.
Ich verzichte gern auf Orden (blödes Blech), aber mich als "Querulanten" zu bezeichnen, wenn ich auf gravierende Nebenwirkungen eines Medikaments hinweise, ist schon ein starkes Stück. Arbeiten Sie vielleicht in einem
PR-Verband der Pharma-Branche? DEN Eindruck MUSS man zumindest gewinnen!
Ich hatte mir im Frühjahr, als ich meine laufende Erinnerungs-Serie startete, zunächst einen aktuellen Beipackzettel besorgt. Zumindest unter "sehr selten" oder "vereinzelt" hätten die bei mir aufgetretenen Nebenwirkungen genannt sein müssen.
Ihr Beitrag lässt jedenfalls eine distanzierte Betrachtung der Problematik vermissen!