die Lieblinge der Medien. Der Liebesentzug für die Linke kostet Stimmen. Links von der Mitte wird das Gedränge zu groß. Nach Feierabend verkleidet sich der Regierungsdirektor als Pirat « rundertischdgf
dapdDie Linke und die Medien? Gejammer über die "böse bürgerliche Presse" gehört bei den Genossen zum guten Ton. Jetzt hat ausgerechnet das parteinahe "Neue Deutschland" Einwände gegen einen geplanten Gastbeitrag von Linke-Chef Ernst. Der Bayer witterte sogleich Zensur.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830645,00.html
die Lieblinge der Medien. Der Liebesentzug für die Linke kostet Stimmen. Links von der Mitte wird das Gedränge zu groß. Nach Feierabend verkleidet sich der Regierungsdirektor als Pirat « rundertischdgf
SPON soll nicht so tun, als ob nicht auch Linke wie Herr Ernst wahre Aussagen treffen können, denn Tatsache ist und bleibt, dass die Linkspartei in der BbP "das Böse", "das Dilettantische", "das Absurde" an sich verkörpert - man erinnere sich nur der vielen tendenziösen Artikel um den - vom parteieigenen BAK Shalom inszenierten - Antisemitismusvorwurf gegen die DL Antisemitismus-Lüge und Holocaust-Leugnung « wirklich denken können
Auch heute käme kein "bürgerlicher" Journalist auf die Idee, der Linkspartei grundgesetzkonforme Politikvorstellungen zu attestieren, und auch ein Schirrmacher, der immerhin "der Linken" Realitätsnähe zugesprochen hat, nimmt die DL davon aus.
Für den Otto-Normal-Schreiber von der BbP sind die Mitglieder (und Wähler) der DL Ostalgiker, Hartz-IV-Vertreter (sprich: Sozialschmarotzer) und Amerika-Israel-Feinde, die dem "Unrechtsstaat" DDR nachtrauern, und die sich frecher Weise auf Grundgesetzartikel berufen, die man in den vergangenen 50 Jahren meinte aus dem brain der desinformierten Öffentlichkeit gewaschen, also klammheimlich aus dem GG eliminiert zu haben: insbesondere diesen „verdammten“ Artikel 26 GG, der vom 2. Senat des BVerfG in sein Gegenteil verkehrt worden ist, ohne dass die gesamt BbP auch nur eine Sekunde darob erschrocken oder wenigstens zusammengezuckt wäre. Wozu ist sie denn auch da, die BbP, wenn nicht zur Absicherung des herrschenden Rechts als Rechts der Herrschenden….?!
Dass die DL als israelfeindliche, antisemitische SED-Nachfolgeorganisation publizistisch am Boden gehalten und ins gesellschaftliche Abseits und Aus geschrieben wurde, wird und werden wird, das zu durchschauen ist doch für jeden, der wirklich denken kann, eine publizistische Fingerübung.
Auch das Schweigen in diesem Forum zeigt, dass sich die DLler gerade diese Medienschelte hier redlich verdient haben, weil sie in der Tat als Partei nicht zu der programmatischen Klarheit gefunden haben, die ihnen als sozialistische Grundgesetzpartei endlich ein Alleinstellungsmerkmal verleihen würde, das Zukunft hat.
Doch dazu ist die DL bereits zu sehr verbürgerlicht, insofern auch das Gros ihres Führungspersonals mit Wahlkampf das persönliche Ringen um einen gut alimentierten Sitz im Abgeordnetenhaus assoziiert - und nicht "die Mitwirkung bei der Willensbildung des Volkes" in Richtung der Einlösung des sozialistischen Grundgesetzauftrags der Verfassungseltern Linke in der Krise: Protestpartei a.D. !
...das hat man selten. Aber wenn es gegen die Linke und insbesondere gegen Klaus Ernst geht, macht man schon mal eine Ausnahme.
Als Draufgabe gibt's noch eine Stellungnahme zum Vorwurf, die bürgerliche Presse sei der PDL feindlich gesinnt. Warum so empfindlich, SPON? Gebt's doch einfach zu. Wir leben im Medienkapitalismus, und da ist SPON ja nicht verpflichtet, freundlich (oder überhaupt) über die Linke zu berichten. Dieses Medium gehört schließlich einem Konzern, der alles wirklich Linke hassen muss.
Mußte der bbP-Vorwurf vielleicht abgestritten werden, weil es zur Selbstdarstellung bürgerlicher Medien gehört, "unparteiisch und unabhängig"(hihi) zu berichten? Dann sollte man diesen Mythos etwas geschickter verteidigen. Den Vorwurf, daß die Linke in der Berichterstattung unterrepräsentiert ist, versucht SPON ja gar nicht erst zu widerlegen. Und dass auch alle anderen Parteien eine tendenziell negative Berichterstattung ertragen müssen, verfehlt den Punkt. Entscheidend ist, dass die *komplette* Bürgerpresse über die Linke *ausschließlich* negativ berichtet, und, noch wichtiger: dass eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Politikkonzepten unterbleibt. Stattdessen geht es um Personalien, Gerüchte, angeblich gelaufene Intrigen, tatsächlich gefahrene Automarken etc. bla bla. Postdemokratie halt.
Ich weiß nicht was es da groß zu diskutieren gibt.
1. Es ist Fakt, dass die Medien abseits der öffentlich-rechtlichen größtenteils eine politische Agenda haben.
2. Es ist auch Fakt, dass die Linken in den wichtigen, etablierten Medienhäusern keinerlei Fürsprecher haben.
Deswegen stimmt es natürlich, was die Linke sagen. In meinen Augen ist das ein sehr großer Grund, weswegen die Linkspartei in Deutschland so wenig Erfolg im Moment hat. Da reicht ein Blick nach Frankreich, dort gibt es auch jede Menge große, linke Zeitungen, dementsprechend sieht auch die Politlandschaft dort aus.
Leider bringt es recht wenig, sich darüber zu beklagen - denn die Medien amüsieren sich natürlich köstlich über solche eher hilflosen Beschwerden. Was also tun? Wir bräuchten fähige Leute mit entsprechendem Kapital / Investoren, die einen linken Verlag in Deutschland etablieren. Und ich rede hier nicht von irgendeinem esoterischen, alternativen Kram. Die Leute braucht man nicht zu überzeugen, die sind schon links.
Ganz im Gegenteil sollte man sich die etablierten Medien ganz genau anschauen. Nehmen wir mal die BILD-Zeitung - was spricht den gegen ein linkes Pendant mit dem gleichen Stil? Und damit meine ich: Mit exakt dem gleichen Stil. Nackte Frauen auf Seite 7? Verdammt ja - wenn man damit die Leute anspricht, dann kommt die Zeitung eben mit nackten Frauen daher. Sowas könnte echt gut werden, und wenn die BILD dann zB titelt:
"Hartz-IV-Sauerei: Noch nie wurde so viel geschummelt und getrickst!"
dann könnte die "linke BILD" titeln:
"Der Hartz-IV-Wahnsinn geht weiter: 50% aller Strafen rechtswidrig!"
Oder zB ein linkes RTL mit entsprechendem, massenkompatiblem (!) Programm. So etwas fehlt einfach in der deutschen Medienlandschaft.
Ich als FDP-Anhänger möchte nicht pauschal Medienkritik abkanzeln; neige ich doch selbst dazu, die Medien zu kritisieren. Bei mir hat es wenigstens Substanz. :-)
Beispielsweise hat Hermann Otto Solms ein sehr gutes Steuerkonzept entworfen, aber niemand nahm es so richtig zur Kenntnis und als das Thema aktuell war, war er in keine Talkshow eingeladen, ob Christiansen, Illner oder Plasberg. Friedrich Merz blökt einfach nur heraus, die Steuererklärung müsse auf einen Bierdeckel passen und schon wird er "Reformer des Jahres" (Preis der FAZ), dabei hat er nie ein Konzept ausgearbeitet, sondern einfach nur ein simples Ziel ausgegeben. Dass er dafür "Reformer des Jahres" wurde nur noch getoppt durch den Friedensnobelpreis für den frischgekürten Obama.
Was die Linken angeht: Die Linken werden nach wie vor zu vielen Sachthemen befragt; dass diese als kleine Oppositionspartei weniger gefragt werden als eine große Oppositionspartei oder als eine Regierungspartei, ist doch normal. Die Artikel über die Linken halte ich für okay; jedenfalls lese ich nicht die Häme heraus, die man monatelang über die FDP gegossen hat.
...man muss sich ja nur mal anschauen, wer in den notorischen Talkshows eingeladen wird und wer nicht. Die LINKE bleibt in der Regel außen vor - es sei denn man will Klaus Ernst als "Porschefahrer" eins auswischen nach der Devise "Wasser predigen und Wein trinken". Wobei man aber anmerken sollte, dass die LINKE niemals Konsumverzicht gepredigt hat. Sie will im Gegenteil, dass möglichst viele Normalbürger anständig Geld in die Hand bekommen, damit es auch WIRKLICH klappt mit der Binnenkonjunktur. Nur leider wird das von den Verfechtern der bürgerlichen Parteien als "Sozialromantik" glossiert - Ausbeutung ist eben billiger... allerdings nicht für die Allgemeinheit, denn wenn Millionen Kleinstverdiener TROTZ Achtstundentag zum Amt gehen und aufstocken müssen kostet das den STEUERZAHLER ne Menge Kohle....
..immer gut dafür das es dem Rechten Politikspektrum, das heißt unseren C Parteien und unseren Liberalen, der FDP, gut geht und das ihre "Feinde", die Sozis (SPD), die Linke und die Piraten, eine Neue Gefahr, gründlich an den Pranger gezogen werden. Wenn man sich die Masse der Artikel anguckt, die, auch vom SPIEGEL, über die Piraten gerade veröffentlicht werden, und wie negativ diese häufig ausfallen, merkt man das ohne die Rechte Medienspalte es den Rechten Parteien nicht so gut gehen würde. Das gute ist, das die Deutsche Bevölkerung, außer leider manchen, sich ihre eigene Meinung macht, und nicht jedem Populistischem Quatsch gleich zuhört. Aber Linken, Piraten und Sozi-Bashing ist auf jeden Fall die Lieblingsbeschäftigung der Rechten. Sie haben ja ansonsten nichts zu bieten.
Sie schreiben mir aus der Seele, haben Sie Dank!
Nun hat es ja ein linkes Boulevardblatt, wie Sie es sich vorstellen, in Deutschland ja tatsächlich schon einmal gegeben Welt am Abend (Berlin) . Allerdings wird hier auch das m.E. derzeit grösste personelle Manko der LINKEN deutlich: sie hätte vorzeigbare Kandidaten für nahezu alle denkbaren Ministerämter - aber sie hat leider nicht einen Willi Münzenberg.
Vielen Dank für den Link zum Artikel. Ich habe mir das Elaborat durchgelesen. Es ist nicht nur sehr schlecht geschrieben (das Deutsch ist verbesserungswürdig), sondern auch sehr unstrukturiert. So in etwa, wie man sich einen Monolog beim Lidl-Kassierer vorstellt. Inhaltlich ist das Ding auch äusserst schwach.
Insofern verstehe ich schon, dass das "Neue Deutschland" dafür keinen Platz hergeben wollte.