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Medienkritiker Oliver Kalkofe: "Das deutsche Fernsehen wird von Jahr zu Jahr schlimme

Unser Fernsehprogramm ist grauenhaft. Wie sollte es auch anders sein, wenn die Macher ihre Sendungen nicht mal selbst mögen, fragt sich der TV-Kritiker Oliver Kalkofe. Im Interview ruft er zu mehr Experimentierfreude auf - auch wenn er weiß, dass es eigentlich aussichtslos ist.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,715978,00.html
  1. #220

    Re

    Zitat von Eiermann Beitrag anzeigen
    Kann ich nicht so mitreden, weil ich da persönlich auch keinen besonders großen Bedarf dran habe. Mir fällt in der Hinsicht nur auf, und insofern könnte ich der Diagnose beipflichten, dass ich "Tatorte" im Gegensatz zu früher heute überwiegend nur noch öde und strunzlangweilig finde. Außerdem gucke ich interessante Schauspielerinnen wie Elena Uhlig und Meike Droste, die derzeit in zwei Krimiserien spielen ("Mit Herz und Handschellen"/SAT.1, "Mord mit Aussicht"/ARD), nur wegen der beiden Schauspielerinnen. Die beiden Krimiserien selbst sind so plump, seicht und kindisch und meist irgendwie auf putzig gestrickt, dass mich ihre Handlung bisher niemals näher erreicht hat. Da finde ich es dann richtig schade, dass so interessante Schauspieler in solch seichtem Zeug spielen müssen.
    Mord mit Aussicht ist dabei sogar noch eine der besseren Sendungen dieser Art.
  2. #221

    ...

    Zitat von Eiermann Beitrag anzeigen
    Kann ich nicht so mitreden, weil ich da persönlich auch keinen besonders großen Bedarf dran habe. Mir fällt in der Hinsicht nur auf, und insofern könnte ich der Diagnose beipflichten, dass ich "Tatorte" im Gegensatz zu früher heute überwiegend nur noch öde und strunzlangweilig finde. Außerdem gucke ich interessante Schauspielerinnen wie Elena Uhlig und Meike Droste, die derzeit in zwei Krimiserien spielen ("Mit Herz und Handschellen"/SAT.1, "Mord mit Aussicht"/ARD), nur wegen der beiden Schauspielerinnen. Die beiden Krimiserien selbst sind so plump, seicht und kindisch und meist irgendwie auf putzig gestrickt, dass mich ihre Handlung bisher niemals näher erreicht hat. Da finde ich es dann richtig schade, dass so interessante Schauspieler in solch seichtem Zeug spielen müssen.
    Also wenns ihnen um interessante Darsteller geht, dann ist es eigentlich ein Muss das von dent42 erwähnte 'The Wire' oder aber 'Breaking Bad' wenigstens anzutesten. Bei Darstellerinnen kann man eigentlich mit 'The Closer' oder 'Saving Grace' nichts falsch machen. Alle Hauptdarsteller/-innen in diesen Serien spielen mE noch mal in einer ganz ganz anderen Liga als die von ihnen genannten.
  3. #222

    .

    Zitat von Savryn Beitrag anzeigen
    Also wenns ihnen um interessante Darsteller geht, dann ist es eigentlich ein Muss das von dent42 erwähnte 'The Wire' oder aber 'Breaking Bad' wenigstens anzutesten. Bei Darstellerinnen kann man eigentlich mit 'The Closer' oder 'Saving Grace' nichts falsch machen. Alle Hauptdarsteller/-innen in diesen Serien spielen mE noch mal in einer ganz ganz anderen Liga als die von ihnen genannten.
    Danke, aber ich stehe mehr auf Widerspiegelung deutscher Wirklichkeiten. Amerikanische und anderer Nationen Serien haben es in Deutschland wahrscheinlich auch deshalb etwas schwerer, weil es sich eben um Widerspiegelung von Leben in anderen Völkern handelt. Serien aus dem Ausland wirken außerdem nicht nur durch ihre Widerspieglung fremder Sitten, sondern auch in ihrer eigenen Machart häufig fremd und damit von daher häufig uninteressant, als es wenig mit einem selbst und eigenen Lebenswirklichkeiten zu tun hat. Was die Schauspiel-Ligen angeht, sind deutsche Zuschauer in Alltagsserien vermutlich auch weniger an hochgehypten internationalen Glamour-Sternchen als an eigenen interessanten Persönlichkeiten interessiert. Wenn es um die Widerspiegelung von "schnödem" Alltag in Serien geht, spielt nicht nur die Herkunft der Produktion, sondern auch der Schauspieler eine wesentliche Rolle - da die Widerspieglung von eigenem Alltagsgeschehen in der Regel für interessanter gehalten werden dürfte als der Alltag anderer Völker. Ich kann mit ausländischen Serien jedenfalls noch weniger anfangen als schon mit deutschen.
  4. #223

    Die Medien trauen sich nicht

    Wer hinterfragt eigentlich die aufgeblasenen Verwaltungs-apparate der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten? Wozu benötigen wir zwei Staatsfernsehanstalten? Könnte man nicht eine davon privatisieren und so den Einfluss der Politiker begrenzen. Wie kommen eigentlich Filme und immer wieder dieselben Stars ins Fernsehen? Wieviel Macht hat die Degeto?
    Alles Fragen über Fragen, denen ein investigativer Journalismus, als es ihn noch gab, nachgegangen wäre.
  5. #224

    re

    Zitat von Eiermann Beitrag anzeigen
    Danke, aber ich stehe mehr auf Widerspiegelung deutscher Wirklichkeiten. Amerikanische und anderer Nationen Serien haben es in Deutschland wahrscheinlich auch deshalb etwas schwerer, weil es sich eben um Widerspiegelung von Leben in anderen Völkern handelt. Serien aus dem Ausland wirken außerdem nicht nur durch ihre Widerspieglung fremder Sitten, sondern auch in ihrer eigenen Machart häufig fremd und damit von daher häufig uninteressant, als es wenig mit einem selbst und eigenen Lebenswirklichkeiten zu tun hat. Was die Schauspiel-Ligen angeht, sind deutsche Zuschauer in Alltagsserien vermutlich auch weniger an hochgehypten internationalen Glamour-Sternchen als an eigenen interessanten Persönlichkeiten interessiert. Wenn es um die Widerspiegelung von "schnödem" Alltag in Serien geht, spielt nicht nur die Herkunft der Produktion, sondern auch der Schauspieler eine wesentliche Rolle - da die Widerspieglung von eigenem Alltagsgeschehen in der Regel für interessanter gehalten werden dürfte als der Alltag anderer Völker. Ich kann mit ausländischen Serien jedenfalls noch weniger anfangen als schon mit deutschen.
    Es gibt Leute Idee das komplett anders sehen und meinen die Deutschen brauchen die eigene Wirklichkeit nicht im Fernsehen zu sehen, weil sie jene schon vor der Haustür haben. Ansonsten ist das für mich eine Qualitätsfrage, die Deutschen Serien mit ihrer ewig gleichen Inszenierung, Ausleuchtung, Kameraführung in den immergleichen Farben und kontinuierlicher Simplizität ist für mich einfach schwer zu ertragen, weil ich die ungleich hochwertigeren Serien aus dem angelsächsischem Raum kenne, die nicht nur bessere production value, Darsteller und Autoren haben, sondern auch
    sämtliche Genres abdecken und regelmässig neue Konzepte Präsentieren.

    Abgesehen davon das es immer mehr Kinogrössen zum Fernsehen zieht Bruckheimer und Spielberg haben damit angefangen, inzwischen arbeiten Martin Scorsese, Ron Howard, Jonathan Demme und viele ähnlich große Kaliber fürs TV. Leute wie JJ Abrahms die das Fernsehen revolutioniert haben, sind längst in beiden Medien zuhause, das gleiche gilt für Schauspieler und Autoren. In Deutschland ist man dagegen was Konzepte und Umsetzung angeht irgendwann in den frühen 90ern stehen geblieben.
  6. #225

    gute Fachleute

    Zitat von dent42 Beitrag anzeigen
    ...Abgesehen davon das es immer mehr Kinogrössen zum Fernsehen zieht Bruckheimer und Spielberg haben damit angefangen, inzwischen arbeiten Martin Scorsese, Ron Howard, Jonathan Demme und viele ähnlich große Kaliber fürs TV. Leute wie JJ Abrahms die das Fernsehen revolutioniert haben, sind längst in beiden Medien zuhause, das gleiche gilt für Schauspieler und Autoren. In Deutschland ist man dagegen was Konzepte und Umsetzung angeht irgendwann in den frühen 90ern stehen geblieben.
    So ist es. Die guten Filmemacher haben schon seit einiger Zeit das Fernsehen entdeckt, Schauspieler, Drehbuchautoren und Kameraleute scheinen mitgezogen zu haben.

    Mit solchen Leuten, die ihr Handwerk perfekt beherrschen, kann man gute Sendungen machen.
  7. #226

    Was die Zukunft bringt

    Zitat von Peter Kunze Beitrag anzeigen
    Tach,
    Nicht aufregen, Herr Kalkofe, das Problem wird sich innerhalb einer Generation lösen. Die unter 35 Jährigen .....
    Sehe ich ganz anders: In wenigen Jahren wird der e-Fernseher eingeführt, so wie der e-Ausweis jetzt. Der wird dann Pflicht. Und allen alten Säcken kann man das so erklären, daß der e-Fernseher auch e-Mails empfangen kann und sie somit wieder auf der Höhe der Zeit sind. Und sie werden es glauben.

    Soweit meine (nicht ganz) ernst gemeinte Prognose.
  8. #227

    Tip für Kenner

    Ach ja: Es sei noch jedem der Genuß des Filmes "Amazonen auf dem Mond - oder warum die Amis den Kanal vollhaben" von Russ Meyer zu empfehlen. Ein visionäres Stück aus den 80ern, das die komplette Entwicklung dieses Mediums vorwegnimmt.
  9. #228

    .

    Zitat von Mulharste Beitrag anzeigen
    nein!

    Ich finde diese originalton Debatte echt unter aller Kanone. Ich möchte den Film/die Serie in deutsch sehen, denn ich wohnein Deutschland und schaue einen deutschen Sender. Werden denn die deutschen Produktionenim englischsprachigen Raum....? Siehste.

    Hierbei ist es schön, dass ihr Englisch sooooooooooo toll ist, bei Snatch fällt mir deutsches zu verstehen schon schwer. Ichj will mich nicht die ganze Zeit auf die Dialoge extrem konzentrieren müssen.
    Davon habe ich ja auch überhaupt nicht gesprochen. Ich fordere nicht von den Sendern nur Originalton auszustrahlen. Was ich gern hätte ist die MÖGLICHKEIT (wie beispielsweise bei Sky oder DVDs) den Ton umzustellen.
  10. #229

    Mangelnde Qualitätskontrolle

    Mit der GEZ ist es doch völlig egal was produziert und ausgestrahlt wird. Solange man kassieren kann ohne Qualität abliefern zu müssen, wird der Apparat weiter aufgebläht und die Ware immer schlechter.


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