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Medienkrise: Warum Online-Werbung wichtig fürs Netz ist

Wenn man Online-Nutzer vor die Wahl stellt, ob sie Anzeigen akzeptieren oder für Informationen zahlen wollen, ziehen sie Werbung vor. Immer mehr User verweigern allerdings beides - und gefährden damit den Fortbestand kostenloser Angebote im Web.

Medienkrise: Warum Online-Werbung wichtig fürs Web ist - SPIEGEL ONLINE
  1. #480

    Schade, dass es hier kein Feedback

    von SPON gibt.

    Gefühlte (An dieser Stelle einen Dank an die Metreologen, die einen wunderschönen Begriff geprägt haben.) 80% der Nutzer sagen doch, dass Werbung im richtigen Stil OK wäre. Dieses aktiv aufzunehmen wäre im Root-Sinne des WWW und doch auch eine Chance für SPON. Aber irgendwie habe ich das Gefühl das dieses Gesprächsangebot der Community hier nicht gehört wird.

    Schlußfolgerungen stehen jedem frei.. ;)
  2. #481

    .

    Ich glaube, wenn Onlinemedien stärker als bisher von Werbung getragen werden sollen und Werbung hier ähnlich Platz greifen soll wie im Fernsehen oder in Printmedien, kann sie im Internet nicht wie bisher nur weitgehend an den Seitenrand gedrängt werden, sondern muß sie wie anderswo auch stärker in die einzelnen Medienangebote, also bei Onlinemedien stärker in die Texte rein platziert werden- so störend das von Lesern auch empfunden werden mag.
    Werbung braucht ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit, die am Rand von Internetseiten kaum gegeben ist, weil dort nur wenig hingeguckt wird. Genauso wie in Printmedien also Werbung auch mitten in Textseiten bzw. gleichwertig auf ganzen Seiten platziert wird oder im Fernsehen mitten in Sendungen hinein - könnte und müßte auch auf Internetseiten mehr Werbung direkt im Text, etwa in Form kleiner Banner o.ä. platziert werden - wenn sie sich dort nennenswert verbreiten soll. Nutzer dürften sich an solch zentralere Platzierung ähnlich gewöhnen wie an die Werbeformen in Fussballstadien, Printmedien und Fernsehen. Mit den paar an den Rand und die Oberseite gequetschten Bannern kann sich Werbung im Internet, glaube ich, nicht in dem Maße entwickeln, wie es für die finanziell tragfähige Entwicklung von Onlinemedien nötig ist. Wer kostenlose und kostengünstige Onlinemedien will, muß sich wohl oder übel auch mit zentraler platzierter Werbung begnügen. Das Problem bei Onlinemedien ist hierbei leider, dass hier im Gegensatz zu Printmedien pro Seite in der Regel immer nur ein Artikel erscheint - Werbung hier also im Sinne der stärkeren Beachtung und Verbreitung wohl oder übel auch mehr mitten in einzelne Artikel platziert werden müßte.
  3. #482

    Mummpitz

    Zitat von Eiermann Beitrag anzeigen
    Ich glaube, wenn Onlinemedien stärker als bisher von Werbung getragen werden sollen und Werbung hier ähnlich Platz greifen soll wie im Fernsehen oder in Printmedien, kann sie im Internet nicht wie bisher nur weitgehend an den Seitenrand gedrängt werden, sondern muß sie wie anderswo auch stärker in die einzelnen Medienangebote, also bei Onlinemedien stärker in die Texte rein platziert werden- so störend das von Lesern auch empfunden werden mag.
    Diese Forderung wurde schon vor Jahren als völliger Mummpitz wieder verworfen. Anders als bei Print, TV/Kino oder Fußballstadien will der User im Netz aktiv die Lesart bestimmen und gleich zu bestimmten Artikelstellen oder über Links zu weiterführender Information klicken. Wird ihm das durch Banner/Layer verwehrt - ich nehme mal das unsägliche derwesten.de von der WAZ als Beispiel - sinkt die Werbe-Akzeptanz rapide. Einzig die Entwicklung von noch intelligenteren Werbefiltern wird damit gefördert.
  4. #483

    .

    Zitat von vaikl Beitrag anzeigen
    Diese Forderung wurde schon vor Jahren als völliger Mummpitz wieder verworfen. Anders als bei Print, TV/Kino oder Fußballstadien will der User im Netz aktiv die Lesart bestimmen und gleich zu bestimmten Artikelstellen oder über Links zu weiterführender Information klicken.
    Ja, und inwiefern und inwieweit werden User hierbei durch kleine dezente Werbebanner an bestimmten Textabschnitten gehindert?

    Wird ihm das durch Banner/Layer verwehrt - ich nehme mal das unsägliche derwesten.de von der WAZ als Beispiel - sinkt die Werbe-Akzeptanz rapide.
    In Medien geht es nicht in erster Linie um Werbeakzeptanz, sondern um Medienakzeptanz. Also in dem Maße, wie Medieninhalte als interessant, ansehens- und lesenswert usw. empfunden werden, wird auch Werbung inkauf genommen und toleriert. Eine spannende, interessante Fernsehsendung im Privatfernsehen wird nicht wegen Werbung und Werbeakzeptanz gesehen, sondern trotz Werbepausen. Ähnliches Denken müßte m.M. auch in Onlinemedien stärker Einzug halten, wenn sie wesentlich von Werbung getragen werden sollen. Es kann nicht oft genug wiederholt werden: Wer kostengünstige bis kostenlose Onlinemedien will, muß zugleich auch gut platzierte Werbung wollen. Das Eine geht nicht ohne das Andere.
    So schlimm finde ich Werbung im übrigen garnicht. Neben vielem persönlich Uninteressantem ist Werbung nunmal auch ein wichtiges Stück Medienkultur und Wirtschaftsinformation, mit dem man ebenfalls über Wichtiges, z.B. über neue aktuelle Internettarife usw. auf dem Laufenden gehalten wird und aus der sich mitunter tatsächlich manch persönliche Anregung ergeben kann.


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