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Medien-Ignoranz: Wo Deutschlands Frauen im Abseits stehen
Es schwingt immer ein kleines "obwohl" oder "trotz" mit, auch wenn in wenigen Tagen die WM beginnt: Deutschlands Printmedien tun sich schwer mit der Berichterstattung über Frauenfußball. Nur wenige widmen sich ausschließlich den kickenden Damen. Wir stellen sie vor. Alle beide.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...767165,00.html
- #1 20.06.2011 12:25 von Michael Giertz
Warum Frauenfußball wenig Resonanz genießt
Es gibt Sportarten, welche von Frauen ausgeführt werden und hinreichend in den Medien auftauchen, z.B. Tennis. Und dann gibt es Sportarten, die effektiv ignoriert werden.
Ohne Regina Halmich würde wohl heute kaum jemand wissen, dass es auch professionelles Frauenboxen gibt - es ist auch recht ruhig um diesen Sport geworden, seit sie nicht mehr dabei ist.
Und der Frauenfußball? Der wartet mit einer gänzlich anderen Qualität (Bewertung überlass ich dem Leser) auf, als Männerfußball. Die Ignoranz des Frauenfußballs ist auch kein deutsches Phänomen, sondern ziemlich global: so richtig ernstgenommen wird Frauenfußball nirgendwo. Ich weiß nichtmal - Bildungslücke - ob es ein Ligasystem für Frauenfußball in Deutschland gibt, es gibt jedenfalls keine Medienberichte über irgendeine Frauenfussballbundesliga.
Wenn der Frauenfußball auch nur die Hälfte der Aufmerksamkeit der Medien wie der Männerfußball haben will, muss sich das Image gänzlich ändern und auch die deutschen Ligen vermehrt eine Rolle spielen. Und bis dahin ist es noch ein steiniger Weg - die Akzeptanz ist gering, die Attraktivität von Frauenfußball nicht groß genug. - #2 20.06.2011 12:26 von
...
Oh mein Gott,
schaut euch bitte vorher Fußballvideos an: natürlich ist das ne zweitklassige Veranstaltung.
Allerdings wird die definitiv medial gepusht.
Bin zwar kein Frauen-WM-Fan, fieber natürlich trotzdem mit. Auch wenn mir die mediale Allgegenwertigkeit ziemlich aufn Sack geht.
PS: Auch die Regionalliga generiert nicht so viel Fans wie die Bundesliga, zudem ist nun mal die Zeilgruppe (Frauen) nicht so stark an Fußball interessiert. - #3 20.06.2011 12:28 von
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Man sollte sich natürlich auch fragen was es bringen soll eine Sportart künstlich aufzublasen.
In den letzten Jahren ist er doch auch wichtiger geworden lasst es doch einfach natürlich geschehen.... - #4 20.06.2011 12:32 von
Wie arrogant muss man eigentlich sein?
Mit welchem Recht(sverständniss) wird hier eigentlich gefordert, dass sich der Deutsche gefälligst für Frauenfussball zu interessieren _hat_?
Mal daran gedacht, dass Frauenfussball ebend einer von tausenden Sportarten ist, für die sich in Deutschland einfach mal nur eine Minderheit interessiert? Aber nein, es sind ja wie üblich _immmer_ die _Anderen_ schuld. In diesem Fall die bösen Medien, die es auch noch wagen ihre Nachrichten nach Interesse der Leser auszuwählen.
Wann kommt eigentlich endlich die gesetztliche Mindest-Bericht Erstattungsquote und selbstverfreilich der sonntägliche Pflichtbesuch eines Frauenfussballspiels?
Mädels, hört die Signale: ES INTERESSIERT SICH FÜR EUREN SPORT NUN MAL KEINER! Akzeptiert einfach mal die Realität und hört auf nach Schuldigen zu suchen. - #5 20.06.2011 12:35 von Michael Giertz
Sportliche Leistung
Lustigerweise schauen sich die Frauen aber auch lieber Männerfußball an. Zwar nicht aus denselben Gründen wie Männer - welcher Mann schaut Fußball wegen der "attraktiven, gestählten Athletenkörper" an, die Technik und Taktik interessiert!
Männer wiederum schauen keinen Frauenfußball, weil ... naja. Wegen der Frauenkörper schaut kein Mann Frauenfußball, die Technik und die Taktik sind auf gänzlich anderem Niveau als vom Männerfußball - kurzum: falls Männer Zielgruppe für Frauenfußball sein sollten, dann verfehlt man die Bedürfnisse der männlichen Zuschauer völlig. Und falls Frauen die Zielgruppe sind: welche Bedürfnisse der weiblichen Zuschauer sollen da erfüllt werden?
Nur so zum Nachdenken.
Sportlicher Wettbewerb ist natürlich beiden Geschlechts möglich, aber die Akzeptanz der Zuschauer sorgt letztendlich dafür, dass die sportlichen Leistungen mal mehr und mal weniger gewürdigt werden. - #6 20.06.2011 12:35 von
Mein Profil
für frauen besteht - biologisch betrachtet - keine notwendigeit, durch einen kampf oder einen wettstreit als sieger dazustehen.
sie erlangen dadurch keinen höheren status.
deswegen sind auch so wenig frauen in top-führungspositionen, es fehlt der anreiz, die motivation.
im gegensatz zu den männern - ihr leben dreht sich ständig um kampf und statusverbesserung.
daher auch die höhere ernsthaftigkeit, die die fussballspiele der männer kennzeichntet (vom brutalen foul bis zu den hooligan-"kriegen").
dieser "ernst bei der sache" (vor dem WM-spiel deutschld. gegen england titelte die SUN: "It's War!") fasziniert die menschen, schlägt sie in den bann. das ist bei frauenfussball niemals so der fall (wie auch beim frauenhandball, -eishockey, -leichtathletik, -boxen etc.).
man schaut lieber männern zu, da es bei denen authentischer zugeht, das ist kein spass, da geht's "um leben und tod". - #7 20.06.2011 12:36 von
Was ist da so schlimm?
Wenn wir mal die politisch korrekt eingefärbte Deckschicht von dieser Sportart abkratzen, dann bleibt da eben auch nicht viel mehr über, als Herrenfußball auf im besten Fall Regionalliganiveau. Und genau so viel Resonanz hat diese Sportart dann eben auch.
Ob im Sommer 2011 in D die Frauen-Fußball-WM oder die WM im Herren-Synchronschwimmen ausgetragen wird ist medial betrachtet (wenn man die öffentlich-rechtlichen die das politisch gewollt eben gut finden müssen und auch entsprechend ausstrahlen müssen) ungefähr gleich interessant.
Natürlich dürfen Frauen Fußball spielen. Und natürlich auch jede andere Sportart ausüben. Gerne auch in internationalem Wettbewerben.
Nur gibt es eben (glücklicherweise) keinen Anspruch darauf, dass das auch alle Bürge dieses Landes gleichermaßen interessant finden müssen.
Und glücklicherweise gibt es auch das Recht, etwas einfach nicht im Fernsehen anschauen zu müssen, wenn es einen nicht interessiert. Und so ist das eben mit dem Frauenfußball.
Und es ist beruhigend, wenn die Medienschaffenden der anderen Gattungen das offensichtlich genau so sehen - was durch das entsprechend niedrige Interesse bei der Berichterstattung deutlich wird.
P.S. Mich würde interessiere, wie oft im Vergleichzeitraum über "Planking" als "Trendsportart" berichtet wurde... ;-) - #8 20.06.2011 12:43 von HariboHunter
Yeah, Frauenfussball.. lieber nicht!
Wenn ich mir Frauensportarten anseh, dann gerne soetwas wie:
Beachvolleyball. (*lechts*)
Frauenfussball ist unsexy!
Da koennen die Damen noch 5x Weltmeister werden.
Ich werds trotzdem nicht einschalten. - #9 20.06.2011 12:43 von
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