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Medaillenvorgaben des DOSB: Die Vier-Jahres-Planer

DPADeutschlands Sportfunktionäre können die Aufregung um die Zielvereinbarung für die Olympischen Spiele nicht verstehen. Sie verteidigen die hohe Vorgabe von 86 Medaillen als "abstrakte Einschätzung". Das Team holte in London bislang zwar nur die Hälfte der Medaillen, trotzdem sei man "voll im Soll".

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,849526,00.html
  1. #1

    Die Politisierung des Sports ist erfolgreich abgeschlossen

    Die Szenen sind identisch. Nur ganz wenige wissen und verstehen, worüber sie reden, wie im Bundestag. Das einmal Beschlossene wird verbissen verteidigt auch wenn es nachweislich falsch ist, wie im Bundestag. Schuld sind immer die anderen, die missverstehen, nicht begreifen und einer Analyse vorgreifen, wie im Bundestag. Wer von diesen Herrschaften will denn da analysieren? Es handelt sich um Politapparatschiks oder gewesene Sportler, die sich komplett von den aktuellen Verhätnissen abgekoppelt haben und - wie im Bundestag - von einer höheren Warte ohne allzuviel Realitätsbezug das Geschehen betrachten. Arme deutsche Sportler!
  2. #2

    So wie ich das verstehe sollte es vielleicht "Medaillenaussichten" anstatt -vorgaben heißen.
  3. #3

    Obergipfel

    Also nicht nur, dass man mit der schlechtesten Mannschaft aller Zeiten bei Olympia antritt, jetzt wird das auch noch schön geredet. Das setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Es muss sich dringend was im deutschen Sport ändern. Die Leistungen sind katastrophal und werden von Olympiade zu Olympiade immer schlechter. Bei sowas kann man sich nicht mehr rausreden!!!
  4. #4

    Vesper

    Ich finds immer wieder klasse, wie ein ehemals grüner Weltverbesserer sich so gnadenlos zum Apparatschik gewandelt hat. Bin mal gespannt was da von den Grünen in Zukunft noch so kommt, wenn man erst mal an den Fleischtöpfen dran ist.
  5. #5

    Nieten wohin das Auge blickt

    Rechtschreibreform, Hamburger Oper, Berliner Flughafen, Nürburgring, Mövenpick-Steuer, ENBW, Betreuungsgeld, Euro... das heutige Deutschland verfügt über eine Führungsschicht, die sich z.T. hochgradig durch Inkompetenz, Gedankenlosigkeit, Dilettantismus, schlichter Unfähigkeit und einer an Frechheit grenzender Verantwortungslosigkeit dem eigenen Tun gegenüber auszeichnet. Die hochbezahlten Nieten um Bach, Vesper und Co sind da nicht mehr als ein Teil der Misere. Irgendwas läuft da falsch, doch wer ist für all das verantwortlich? Wir es einem in Deutschland zu leicht gemacht, nach oben zu kommen?
  6. #6

    Eine unsägliche Diskussion...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschlands Sportfunktionäre können die Aufregung um die Zielvereinbarung für die Olympischen Spiele nicht verstehen. Sie verteidigen die hohe Vorgabe von 86 Medaillen als "abstrakte Einschätzung". Das Team holte in London bislang zwar nur die Hälfte der Medaillen, trotzdem sei man "voll im Soll".

    Olympia: DOSB-Funktionäre verteidigen Medaillenvorgaben für London - SPIEGEL ONLINE
    Jetzt einmal ganz ehrlich: hier wird wieder krampfhaft versucht, aus ganz alltäglichen Dingen einen Skandal herbeizureden, weil: "Bad News is Good News."

    Wenn sich die Herren der Journallie mal aus ihrem rosa-roten Wolkenkuckucksheim herauswagen würden, wüßten sie, dass Millionen Deutsche (u.a. auch ich) mit ihrem Arbeitgeber jedes Jahr "Zielvereinbarungen" treffen. Diese kommen durch ein Gespräch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zustande, und in der Regel einigt man sich auf auf mehrere Ziele, die durchaus herausfordernd und schwierig zu erreichen sind. Kein Arbeitgeber wird sich darauf einlassen, nur Ziele zu vereinbaren, bei denen im Vorfeld klar ist, das der Angestellte diese ohne Probleme erreichen kann. Diese Ziele sollen den Angestellten dazu motivieren, eine besondere Anstrengung zu vollbringen um das Ziel zu erreichen. Am Ende des Jahre wird dann ein "Zielerreichungsgrad" ermittelt und man prüft, aus welchen Gründen die vereinbarten Ziele erreicht oder eben verfehlt wurden. Aus diesem Zielerreichungsgrad leiten sich dann Maßnahmen ab, um im nächsten Jahr besser da zu stehen. Weiterhin wirkt sich der Zielerreichungsgrad auf das Gehalt des Angestellten aus.

    Was der DOSB also gemacht hat, war die Anwendung von Managementstrukturen auf die Sportförderung. Und wie man an der Gesamt-Medaillenausbeute sehen kann, war dieses System durchaus erfolgreich: Erstmals seit 1992 konnte die Medaillenausbeute bei olympischen Spielen gesteigert werden (nachzulesen auf jeder Olympiaseite von SPON, da man dankenswerterweise die historischen Medallienspiegel dort anzeigt). Diese ganze Aufregung ist ganz klar wieder heiße Luft, und statt ganze Systeme (die soweit mir bekannt ist erst seit 4 Jahren in dieser Form existieren) sollte kritischer Journalismus nun den Zielerreichungsgrad ermitteln und in jedem Fall einzeln prüfen, warum die Ziele nicht erreicht werden konnten. Ein solcher Prozess ist auf langfristigen Erfolg ausgelegt, und es ist eigentlich schon erstaunlich das man bereits nach 4 Jahren positive Effekte beobachten kann.

    Allgemein bleibt mir nur zu sagen, das ich von der Berichterstattung über diese olympischen Spiele Maßlos enttäuscht bin. Dies betrifft nicht nur SPON, sondern auch die öffentlich rechtlichen Sender, die - wie auch hier im Forum bereits öfter kritisiert wurde - nur auf billige Effekthascherei Wert legen anstatt auf kompetente Berichterstattung.
  7. #7

    der Club der alten Funktionäre

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschlands Sportfunktionäre können die Aufregung um die Zielvereinbarung für die Olympischen Spiele nicht verstehen. Sie verteidigen die hohe Vorgabe von 86 Medaillen als "abstrakte Einschätzung". Das Team holte in London bislang zwar nur die Hälfte der Medaillen, trotzdem sei man "voll im Soll".

    Olympia: DOSB-Funktionäre verteidigen Medaillenvorgaben für London - SPIEGEL ONLINE
    wie kann man nur zulassen, dass Deutschland alte ausgediente Funktionäre in diese Position lässt. Keiner dieser Funktionäre bringt nur im Mindesten Erfahrung im Sportbereich mit. Wahrscheinlich sind alle nur einfach sanft dahin abgeschoben worden und fristen als Sportfunktinonär ein Leben ohne Wissen und ohne Taten. Also adios Vesper, Bach und Co.
  8. #8

    @vesper

    Was soll da noch kommen - ist doch schon da. Fischer fährt jetzt BMW M5, ist als Lobbyist für die Energieversorger RWE und OMV (Nabucco-Pipeline) tätig und wohnt in der Toskana. Denen geht es genauso wie allen anderen im BT - was kümmert mich nach der Wahl das Volk - erst mal die Taschen vollmachen u. nur noch an sich denken.
  9. #9

    Zumindest ...

    Zitat von alice Beitrag anzeigen
    wie kann man nur zulassen, dass Deutschland alte ausgediente Funktionäre in diese Position lässt. Keiner dieser Funktionäre bringt nur im Mindesten Erfahrung im Sportbereich mit. Wahrscheinlich sind alle nur einfach sanft dahin abgeschoben worden und fristen als Sportfunktinonär ein Leben ohne Wissen und ohne Taten. Also adios Vesper, Bach und Co.
    ... bei Herrn Bach irren Sie. Er war Olympiasieger und zweifacher Weltmeister in seiner Disziplin. Ihm also so pauschal und rüde jegliche Ahnung vom Sport abzusprechen, ist demzufolge zumindest sehr mutig von Ihnen.








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