Forum


 

Medaillen für Olympia: Innenministerium will Zielvorgaben geheim halten

DPAInnenminister Friedrich bleibt hartnäckig: Er will seine Vereinbarungen mit den deutschen Sportverbänden über ihr Abschneiden bei den Olmypischen Spielen partout nicht veröffentlichen. Seine Behörde hat gegen einen anders lautenden Gerichtsbeschluss Beschwerde eingelegt - und muss mit einem Zwangsgeld rechnen.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,849229,00.html
  1. #1

    es ist mehr als absurd

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Innenminister Friedrich bleibt hartnäckig: Er will seine Vereinbarungen mit den deutschen Sportverbänden über ihr Abschneiden bei den Olmypischen Spielen partout nicht veröffentlichen. Seine Behörde hat gegen einen anders lautenden Gerichtsbeschluss Beschwerde eingelegt - und muss mit einem Zwangsgeld rechnen.

    Bundesinnenministerium will Olympia-Vereinbarungen geheim halten - SPIEGEL ONLINE
    es kann doch wohl nicht wahr sein, dass ein deutsches bundesministerium einen gerichtsbeschluss ignoriert und lieber 10.000 euro zwangsgeld aus steuergeldern zahlt. und damit müssen sich auch noch hoch bezahlte gerichte beschäftigen. herr friedrich sollte die kosten privat bezahlen. rechtsbrecher haben in minsterien nix zum suchen.
  2. #2

    Planwirtschaft?

    Zitat von Artikel
    Das Innenministerium vereinbart mit den Sportverbänden des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), welche und wie viele Medaillen erzielt und welchen Platz Deutschland in der Nationenwertung erreichen soll. Die Vereinbarungen spielen eine wichtige Rolle bei der staatlichen Sportförderung.
    Das erscheint mir irgendwie sehr von hinten aufgezäumt. Gerufen ist die Jugend der Welt; möge der bessere gewinnen; und daraus ergibt sich dann, welche und wie viele Medaillen erzielt werden.

    Im Nachhinein kann der Innenminister ja Prämien an die beteiligten Verbände ausschütten, sagen wir
    - 1 Million pro Goldmedaille
    - 500.000 pro Silbermedaille
    - 250.000 pro Bronzemedaille

    Aber unter Geheimhaltung "Pläne" zu vereinbaren, die sehr wahrscheinlich doch nicht erfüllt werden?
  3. #3

    Das Innenministerium

    sollte sich um die wirklichen Probleme kümmern.
  4. #4

    er ist verstaendlich

    er ist verstaendlich , dass er nicht offenlegen will, den dann kommt heraus, dass immer mehr geld in immer weniger medaillen ( siehe statistik spiegel seit 1992 50 % weniger medaillen, aber15 millionen mehr einwohner) investiert wird und die verbaende und ihre funktionaere nach der praemisse existieren: hauptsache wir sind bei der olympiade dabei und der dumme steuerzahler soll zahlen.
    das nennt man qualitatives wachstum
  5. #5

    er ist verstaendlich

    er ist verstaendlich , dass er nicht offenlegen will, den dann kommt heraus, dass immer mehr geld in immer weniger medaillen ( siehe statistik spiegel seit 1992 50 % weniger medaillen, aber15 millionen mehr einwohner) investiert wird und die verbaende und ihre funktionaere nach der praemisse existieren: hauptsache wir sind bei der olympiade dabei und der dumme steuerzahler soll zahlen.
    das nennt man qualitatives wachstum
  6. #6

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Innenminister Friedrich bleibt hartnäckig: Er will seine Vereinbarungen mit den deutschen Sportverbänden über ihr Abschneiden bei den Olmypischen Spielen partout nicht veröffentlichen. Seine Behörde hat gegen einen anders lautenden Gerichtsbeschluss Beschwerde eingelegt - und muss mit einem Zwangsgeld rechnen.

    Bundesinnenministerium will Olympia-Vereinbarungen geheim halten - SPIEGEL ONLINE
    Gibt es Vorgaben seitens des Innenministeriums für die Olympioniken, was die Erfolge angeht? Klingt eher nach Nord-Korea als nach Deutschland. Oder geht es um die Höhe der Siegprämie? Das gehört an die Öffentlichkeit, da das ja wohl aus Steuergeldern finanziert wird und nicht aus Friedrichs Privatkasse.

    Interessant, wie ein Bundesministerium sich den Entscheidungen der Justiz verweigert. Läßt tief blicken.
  7. #7

    Zumindest ein Verband - gemäß meiner Interessenlage der Schützenbund - hat seinen Strukturplan für die Vorbereitung auf die aktuellen olympischen Spiele in London veröffentlicht, offenbar ohne Befürchtungen..

    Man kann diese Analyse, die nach den Spielen 2008 in Peking durchgeführt wurde hier nachlesen:

    Strukturplan - Deutscher Schützenbund e.V.

    Wenn also die Zielvereinbarungen nicht öffentlich gemacht werden, ist wohl eine zulässige Vermutung, daß diese Vereinbarungen peinlicher sind als die Zahlung eines Zwangsgeldes (und dies ist schon sehr peinlich, oder?)
  8. #8

    Unverschämt

    Es scheint so, als hätte der Innenminister etwas zu verbergen. Dass er sich weigert, einen Gerichtsbeschluss anzuerkennen und Transparenz verhindert, lässt Zweifel an seinem Demokratieverständnis aufkommen. Und für diesen Egotrip muss der Steuerzahler auch noch blechen. Unverschämt.
  9. #9

    Danke, Herr Friedrich

    Danke dafür, dass Ihnen und Ihrem Ministerium die Gerichtsentscheidung am A... vorbeigeht.

    Danke dafür, dass sich nun weiter der Gerichtsweg beschritten werden muss und dafür sinnlos Geld verpulvert wird. Sie sagen ja selbst, dass die eingelegten Rechtsmittel wohl nur aufschiebende Wirkung haben, am Ende also doch offengelegt werden muss.

    Danke dafür, dass Sie lieber das Zwangsgeld aus Steuermitteln zahlen, sind ja nur 10 TEU. Peanuts, der Spruch hat noch gefehlt.


TOP



TOP