McKinsey, BCG und Co. im Kundencheck: Wozu braucht man noch Berater?

Die Unzufriedenheit mit den Leistungen großer Unternehmensberater in Deutschland wächst. Das zeigt eine exklusive Umfrage unter den*Kunden der Consultants. Lediglich McKinsey legte in der Gunst der Kunden zu - ein Überblick über die Stärken und Schwächen der "Big Five".

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...776805,00.html
  1. #70

    Nur zur Info....

    Zitat von Günter Bodendörfer Beitrag anzeigen
    Ich hab lange Jahre als Consultant gearbeitet, technische Unternehmensberatung, war ein klasse Job bis dann plötzlich die inzwischen branchentypischen Bubis aufgetaucht sind. Mit denen komm' ich tatsächlich schlecht zurecht, Ihre Antworten zeigen mir wieder ganz deutlich warum.
    ..ich bin auch "technischer" Unternehmensberater.
  2. #71

    Beratung = Beratung ?

    Erstmal sollte denke ich strikt zwischen den einzelnen Aufgabenfeldern eines Beraters unterschieden werden:

    Wenn es um die Implementation neuer IT Systeme geht, macht das Einkaufen externen Know- Hows sicherlich Sinn.

    Beratung durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Anwaltskanzleien sind sicherlich auch absolutes Muss. Beispielsweise M&A Transaktionen.

    Sobald es aber um Restrukturierung, Analyse von Prozessen oder ähnliches geht, bin ich eher kritisch. Kommt sicherlich auf den Einzelfall an. Normalerweise sind dies jedoch Aufgabenfelder/ Entscheidungskompetenzen des Managements (evtl noch im Dialog mit den Mitarbeitern). Sich hierfür externe Berater einzukaufen finde ich eher zweifelhaft. ( Organisationsversagen ? )

    Ganz zu schweigen von Strategieberatung. Beratung hier außer in Ausnahmefällen unangebracht. (Geschäftsstrategien für einen afrikanischen Markt als Beispiel. Beim Eintreten in neue Märkte ist externes Know- How sicherlich von Vorteil. Würde dann aber immer versuchen lokale Berater zu beauftragen). Letztlich sind die hohen Gehälter dadurch gerechtfertigt, dass schwierige strategische Entscheidungen getroffen werden müssen.

    Jedoch halte ich die meisten Berater für besser als ihren Ruf. Jedenfalls was ihre Intelligenz angeht. Was das Know- How angeht, so ist dies sicherlich ein Kritikpunkt. Aber wo soll es bei weniger als 10 Jahren Berufserfahrung auch herkommen...

    Letztlich haben sie es beim Aushandeln des Kontraktes in der Hand sich das Know- How einzukaufen, welches sie brauchen. Je weniger sie zahlen, umso weniger Beratungskompetenz holen sie sich ins Haus. (frische Uni- Absolventen)

    Da wo Know- How fehlt, muss es eingekauft werden. Dann bieten sich Berater an. Jedoch immer mit der Fragestellung im Hintergrund, ob das Know- How nicht eigentlich vorhanden sein müsste...

    Korrigieren sie mich gerne...
  3. #72

    Know-How im Betrieb

    Zitat von Carnizias Beitrag anzeigen
    ....Sobald es aber um Restrukturierung, Analyse von Prozessen oder ähnliches geht, bin ich eher kritisch. Kommt sicherlich auf den Einzelfall an. Normalerweise sind dies jedoch Aufgabenfelder/ Entscheidungskompetenzen des Managements (evtl noch im Dialog mit den Mitarbeitern). Sich hierfür externe Berater einzukaufen finde ich eher zweifelhaft. ( Organisationsversagen ? )
    Doch, Berater können auch in denen von Ihnen augezeigten Feldern nützlich sein. Als Führungskraft sind sie eher Generalist als Spezialist, ihre Aufgabe ist es den Betrieb als Gesamtheit "am Laufen zuhalten". Sie habe einfach keine Zeit dazu, z.B. Prozesse im Detaille zu analysieren und auch nicht die Erfahrung, die ein Berater hat, dessen Spezialgebiet dies ist.

    Hinzu kommt, das ein Berater den Überblick über die gesamte Branche hat bzw. sogar über mehrere Branchen hat und somit Synergieeffekte nutzen kann. Beispielsweise werden Logistik- und Fertigungs-Prozesse, die zuerst mit Erfolg in der Automobilindustrie eingesetzt wurden, nun mit dem selben Erfolg in anderen Industrien eingesetzt.

    Eine kluge Führungskraft zieht dann Berater hinzu, wenn dies angebracht ist, so eine Leistung wird dann einfach eingekauft wie andere "Produktionsmittel" auch.


    Zitat von Carnizias Beitrag anzeigen
    Jedoch halte ich die meisten Berater für besser als ihren Ruf. Jedenfalls was ihre Intelligenz angeht.
    Danke, endlich mal ein Kompliment.

    Zitat von Carnizias Beitrag anzeigen
    Da wo Know- How fehlt, muss es eingekauft werden. Dann bieten sich Berater an. Jedoch immer mit der Fragestellung im Hintergrund, ob das Know- How nicht eigentlich vorhanden sein müsste...

    Korrigieren sie mich gerne...
    Unternehmensresourcen sprich Geld sind knapp. Und Wissen sprich Know-How kostet Geld. Sicherlich ist es sinnvoll für die Kernkompe-tenzen eines Unternehmens Wissen vorzuhalten, aber für Nebenkompetenzen oder nur temporär benötigtes Wissen eher nicht. Z.B. ist es sicher für eine Brauerei sinnvoll, Braumeister und Laboranten dauerhaft zu beschäftigen, aber ob das für den Planer einer Abfüllanlage auch gilt, ist fraglich.
  4. #73

    Hab ich mir gedacht

    Zitat von ingenör Beitrag anzeigen
    ..ich bin auch "technischer" Unternehmensberater.
    und nun? Wir wissen doch beide wieviel Schindluder auch und gerade mit technischen Neuerungen und Veränderungen getrieben werden können und werden und wie weit sich Berater oft an üblen Schweinereien beteiligen.
  5. #74

    Was heißt teuer?

    Zitat von Mondaugen Beitrag anzeigen
    Egal, wie man inhaltlich zu den Ergebnissen der Berater steht, sie sind vor allem eines: teuer! Wenn also ein Unternehmen entscheidet Berater zu engagieren, muss es einen klaren "Return on Investment" erwarten können. Nach marktwirtschaftlichen Prinzipien werden also auch hier die "Underperformer" ausgesiebt. Oder sollte in diesem Segment die Marktwirtschaft nicht funktionieren?
    -------
    Das ist alles relativ. Wenn der Berater 500 Mio. € an Personalkosten einspart, dann ist es seinem Auftraggeber wert, 50 Mio. € Honorar zu zahlen.
  6. #75

    Sehr gut!

    Zitat von Isotronic Beitrag anzeigen
    Wenn die wirklich ein Unternehmen erfolgreich beraten könnten, würden sie selbst eine Firma führen.

    In einem mir bekannten aktuellen Fall halfen "Unternehmensberater" den Erben eines Unternehmens, die Firma auszunehmen und die überschuldete, geschändete Hülle den Mitarbeitern zu hinterlassen.

    Damit das Thema "Unternehmensberater" besser ertragen werden kann, hilft es diese bekannte Anekdote nochmal zu lesen:

    Es war einmal ein Schäfer, der in einer einsamen Gegend seine Schafe hütete.
    Plötzlich tauchte in einer großen Staubwolke eine nagelneue Luxuslimousine auf und hält.
    Ein junger Mann in Brioni Anzug, Cerutti Schuhen, Ray Ban Sonnenbrille und einer YSL-Krawatte steigt aus und fragt: "Wenn ich ihnen ermittele, wie viele Schafe Sie haben, bekomme ich dann eins?"

    Der Schäfer schaut den jungen Mann an, dann seine friedlich grasenden Schafe, und sagt gelassen: "In Ordnung."

    Der junge Mann wirft eine handvoll Grashalme in die Luft und bestimmt Windrichtung und Fallgeschwindigkeit. Er klappt sein Notebook auf, öffnet eine Datenbank und 38 Excel Tabellen mit einer Unmenge Formeln und fängt an wie wild zu tippen.
    Schließlich druckt er einen 79-seitigen Bericht auf seinem Minidrucker, übergibt ihn dem Schäfer und sagt: "Sie haben hier zwischen 11 und 22 Schafe."
    Der Schäfer sagt: "Das ist richtig, suchen Sie sich ein Schaf aus."

    Der junge Mann zerrt ein Schaf auf den Beifahrersitz und schnallt es an.
    Der Schäfer schaut ihm zu und sagt: "Wenn ich Ihren Beruf errate, bekomme ich das Schaf dann zurück?"
    Der junge Mann antwortet: "Klar, versuchen Sie es."

    Der Schäfer sagt ruhig: "Sie sind ein Unternehmensberater."

    "Das ist richtig, woher wissen Sie das?" erstaunt sich der junge Mann.
    "Sehr einfach," sagt der Schäfer, "erstens kommen sie hierher, obwohl Sie niemand braucht. Zweitens wollen Sie ein Schaf als Bezahlung haben dafür, dass Sie mir etwas sagen, was ich ohnehin schon weiß, und drittens haben Sie keine Ahnung von dem, was ich mache.

    Und jetzt geben Sie mir den Hund wieder!"
    ------------

    Beide Schäfer und Berater sind natürlich Schafe.
    Der Erfinder dieser Anekdote sollte Unternehmensberater werden.
  7. #76

    Berater wie Berger und McKinsey...

    Zitat von marc0815 Beitrag anzeigen
    irgendwann hat es hoffentlich auch der letzte Konzern begriffen, das bei Unternehmensberater nur inhaltlose Powerpoint-Präsentationen produzieren die mit ein Haufen englischen Vokabeln nach mehr klingen sollen.
    Die größten Industrieschauspieler der Gegenwart.

    Traurig ist das die Führungsetagen von Konzernen über so wenig Kompetenz und Wissen verfügen und ihre Probleme nicht mit den firmeninternen Know How lösen können.
    Die Anzahl der "Berater" steigt mit der Ahnungslosigkeit in den Chefetagen.
    Nur von der Politik wird das derzeit noch getoppt.
    ... beraten heute zunehmend immer mehr Regierungen, Ministerien, Behörden, kirchliche Organisationen, Vereine usw. Berger z.B. hockt in Brüssel im Schlepptau von Duzfreund Stoiber und sahnt ab beim Projekt 'Bürokratieabbau'. Ergebnisse sind u.a.: Gurken und Bananen dürfen wieder krumm sein, dadurch wird das Personal bei Gurkenprüfern und Erbsenzählern reduziert.
  8. #77

    Berater wie Berger und McKinsey...

    Zitat von marc0815 Beitrag anzeigen
    irgendwann hat es hoffentlich auch der letzte Konzern begriffen, das bei Unternehmensberater nur inhaltlose Powerpoint-Präsentationen produzieren die mit ein Haufen englischen Vokabeln nach mehr klingen sollen.
    Die größten Industrieschauspieler der Gegenwart.

    Traurig ist das die Führungsetagen von Konzernen über so wenig Kompetenz und Wissen verfügen und ihre Probleme nicht mit den firmeninternen Know How lösen können.
    Die Anzahl der "Berater" steigt mit der Ahnungslosigkeit in den Chefetagen.
    Nur von der Politik wird das derzeit noch getoppt.
    ... beraten heute zunehmend immer mehr Regierungen, Ministerien, Behörden, kirchliche Organisationen, Vereine usw. Berger z.B. hockt in Brüssel im Schlepptau von Duzfreund Stoiber und sahnt ab beim Projekt 'Bürokratieabbau'. Ergebnisse sind u.a.: Gurken und Bananen dürfen wieder krumm sein, dadurch wird das Personal bei Gurkenprüfern und Erbsenzählern reduziert.
  9. #78

    Kommunikation Publikation Moderation

    Zitat von Hamberliner Beitrag anzeigen
    Königliche Porzellan-Manufaktur.
    http://www.kpm.de
    Maxi Scharfenberg schreibt für die
    Agentur für Kommunikation, Publikation und Moderation( KPM)