dpaMatthias Sammer war auf dem Platz ein Hitzkopf, der sich gerne mit Trainern anlegte. Heute trägt er Anzug, ist Funktionär und verantwortlich für die Jugendnationalteams. Im Interview erklärt er, weshalb er den Jungprofis Demut empfiehlt und wieso sie für den Erfolg von Bedeutung ist.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,829465,00.html
Wenn Herr Sammer nun noch gelassener und in seiner Rhetorik weniger ausufernd wäre und wenn er nicht in jeder fußballerischen Detailfrage eine vermeintlich globale Dimension erkennen würde, dann müßte man den Fernseher bei seinem Erscheinen nicht ausschalten.
Der Begriff Demut wird von korrupten Politikern benutzt und bedeutet " scheiße ihr habt mich erwischt " jetzt bekunde nich in aller Öffentlichkeit dass ich das nicht wieder tun will.
ist Demut das neue Modewort 2012?
Nachhaltigkeit wars letztes Jahr und Innovativ hört man jetzt sogar an ner Pommesbude.
Leute lebt erstmal die Wörter und schlagt mal im Duden nach was sie bedeuten ehe ihr sie inflationär gebraucht.
Man kommt sich ja vor wie in der Werbung wo Cerialien aus nachhaltigem Anbau innovativ zu einem Schokoriegel manufakturiert werden....achja natürlich in Demut.
betteln und winseln, um in gnade in den erlauchten kreis der nationalspieler aufgenommen zu werden. wo sind solche spieler wie bernd schuster, die international erfolgreich waren und in der nationalmanschaft kein bein auf den rasen bekamen, wenn sie denn mal spielten.
in anderen sportarten muß(te) man sich bei den schiedsrichterbn nach oben dienen, wenn man nicht aus dem gelobten land ( damals z.b. die UDSSR) kam.
antiquiertes obrigkeitsdenken, gepaart mit standesdünkel funktioniert so lange wie sportler dieses mitmachen.
es wird beklagt, daß der sport, speziell der fußball, keine typen mehr hat. die jungs werden aber auf funktion und gehorsam gedrillt, daß individuelle wird ihnen ausgetrieben und die, die sich dagegen wehren, landen im abseits. und das ganze spiel beginnt schon in den vereinen.
so ein typ wie paul breitner scheint heute fast undenkabr zu sein, weil sich die gesellschaft generell weichgespült hat und nach der devise verfährt: hier wird gerudert und nicht geschludert.
Wieso benutzt jetzt eigentlich jeder Hippel das Wort "Demut"?
Wenn ich mich recht erinnere, trägt dieser unangenehme Zeitgenosse den Spitznamen "Motzki" - und das sicher zu recht. Weshalb also ausgerechnet ein notorischer Stänkerer und Nörgelheimer, allen Jungprofis nun das empfiehlt, woran er es selbst als alter Sack fehlen läßt, erschließt sich mir nicht. Aber vielleicht wollte er einfach nur mal wieder seinen Namen in der Zeitung sehen...