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Massive Zollerhöhungen: Norwegen riskiert Handelsstreit mit der EU

CorbisUm bis zu 250 Prozent will Norwegen die Zölle auf Waren aus der EU erhöhen. Die EU-Kommission protestiert, doch die norwegische Regierung verteidigt ihre Pläne: Zum Schutz der eigenen Landwirtschaft habe man "keine andere Wahl".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...856433,00.html
  1. #1

    Diese Entscheidung finde ich sehr vernünftig, denn die EU und auch die USA mit ihren milliardenschwerden Subventionen und der damit verfälschten wirklichen Prduktionskosten, machen sämtliche Landwirtschaften außerhalb dieser Länder kaputt, schlimm finde ich das vorallem für die sog. Entwicklungsländer. Ebenso fände ich es richtig auf die Einfuhren aus China massive Zölle zu erheben und zwar in der Höhe, was die Waren kosten würden, wenn diese innerhalb der EU gefertigt werden würden. Das sogenannte Wunderland China wäre dann Geschichte und so manch Konzern würde seine Waren wieder hier fertigen lassen.
  2. #2

    unverständlich

    Ein Land dass schon jetzt die höchsten Preise weit und breit in Europa hat,wirtschaftlich nun wirklich nicht am Hungertuch nagt möchte an der Preisschraube drehen?Vielleicht eine Chance die ohnehin überteuerten Produkte aus Norwegen einmal steuerlich zu beobachten.Fisch,Strickwaren und andere Artikel würden dann wohl auch noch unberührter im Lande zurückbleiben.Also es sind immer zwei Seiten die sich ergänzen.
  3. #3

    Aha?

    Meinetwegen - das wird aber hoffentlich auch endlich mal in Norwegen zu groesseren Protesten fuehren! Denn die Versorgung mit Milchprodukten ist mehr schlecht als recht. So gab es im letzten Herbst die Butterkrise, in der ueber Monate hinweg keine Butter zu bekommen war und zum Schluss die Einfuhrzoelle fuer Butter gesenkt werden mussten. Meines Erachtens Irrsinn nun die Zoelle fuer Kaese anheben zu wollen. Von der Qualitaet des norwegischen Kaeses wollen wir mal garnicht sprechen...
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Um bis zu 250 Prozent will Norwegen die Zölle auf Waren aus der EU erhöhen. Die EU-Kommission protestiert, doch die norwegische Regierung verteidigt ihre Pläne: Zum Schutz der eigenen Landwirtschaft habe man "keine andere Wahl".

    Zollerhöhungen: Norwegen riskiert Handelsstreit mit der EU - SPIEGEL ONLINE
    Das wir aber jetzt die Hortensien Lobby auf beiden Seiten in hektische Betriebsamkeit bringen! Mal im Ernst: Welchen Umfang hat der Handel von Hortensien (als Setzlinge?) zwischen EU und Norwegen?
    Und das mit dem Prozentrechnen ist immer so eine Sache - eine Zollerhöhung von (den häufig zu findenden) 2% auf 7% wäre eine solche Steigerung um 250%. Von 0° auf 72% wäre dann eine Steigerung um unendlich %.
    Schließlich mag man noch Bevölkerungszahl und (jahreszeitlich) landwirtschaftlich nutzbare Flächen in Beziehung setzen.
    Fazit: Kleinkram...
  5. #5

    Ich lebe in Norwegen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Um bis zu 250 Prozent will Norwegen die Zölle auf Waren aus der EU erhöhen. Die EU-Kommission protestiert, doch die norwegische Regierung verteidigt ihre Pläne: Zum Schutz der eigenen Landwirtschaft habe man "keine andere Wahl".

    Zollerhöhungen: Norwegen riskiert Handelsstreit mit der EU - SPIEGEL ONLINE
    ... und kenne die Preise, die Qualität der Waren und die Produktivität der Menschen. Zollerhöhungen sind die einzige Möglichkeit dass die Norweger die überhöhten Preise für ihre Produkte verlangen können. Hier gibt es keine Konkurrenz, denn die wäre fatal, ergo darf es auch keine geben.

    Es ist sehr traurig dass eines der reichsten Länder der Welt sich verschliessen muss um zu überleben.
  6. #6

    Fluch der Rohstoffe

    Zitat von mischamai Beitrag anzeigen
    Ein Land dass schon jetzt die höchsten Preise weit und breit in Europa hat,wirtschaftlich nun wirklich nicht am Hungertuch nagt möchte an der Preisschraube drehen?Vielleicht eine Chance die ohnehin überteuerten Produkte aus Norwegen einmal steuerlich zu beobachten.Fisch,Strickwaren und andere Artikel würden dann wohl auch noch unberührter im Lande zurückbleiben.Also es sind immer zwei Seiten die sich ergänzen.
    Es hat für die Wirtschaftsstruktur eines kleinen Volkes nun mal auch erhebliche Schattenseiten, mit einem steten Zufluß von Milliardenerlösen aus dem Öl- und Gasexport gesegnet zu sein. Das allgemeine Lohn- und Preisniveau steigt, und das verdirbt die Preise für sonstige einheimische Produkte. Hinzu kommt, dass Landwirtschaft in subpolaren Breiten ohnehin ertragsschwach ist.

    Statt die einheimische Landwirtschaft durch Zollschranken zu protegieren sollten die Norweger lieber Direktsubventionen zahlen bzw. ihre Bauern als eine Art Landschaftsgärtner alimentieren. Geld genug ist ja da.

    Allemal besser als Strafzölle der EU auf norwegische Öl- und Gaslieferungen zu riskieren - das würde den Norwegern wirklich weh tun!
  7. #7

    Protektionismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Um bis zu 250 Prozent will Norwegen die Zölle auf Waren aus der EU erhöhen. Die EU-Kommission protestiert, doch die norwegische Regierung verteidigt ihre Pläne: Zum Schutz der eigenen Landwirtschaft habe man "keine andere Wahl".

    Zollerhöhungen: Norwegen riskiert Handelsstreit mit der EU - SPIEGEL ONLINE
    Das ist die Konsequenz, wenn es keinen Euro mehr geben sollte. Alle Länder würden dem Protektionismus Vorschub leisten. Zoll von 200 % auf deutsche Autos und Maschinen....und dass man Verträge bricht mit dem Hinweis, "man habe halt keine andere Wahl" ist offensichtlich.
  8. #8

    Proteste? Eine Protestkultur gibt es in Norwegen nicht. Der Glauben daran, dass die, die alles entscheiden, recht haben und man ja seit Jahrzehnten dennoch gut lebt, ist unerschütterlich. "Wenn die "da oben" meinen, das müsse so sein, dann muss ich das wohl zahlen."

    Nun ja, das Ergebnis wird den Trend einfach verstärken: eingekauft wird halt in Schweden. Man fährt einfach am Samstag über die Grenze und kauft das an Fleisch, Alkohol und weltoffeneren Lebensmittelangeboten, was die Zollgrenzen pro Kopf so hergeben. Ob das die Idee ist?
  9. #9

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    ...
    Statt die einheimische Landwirtschaft durch Zollschranken zu protegieren sollten die Norweger lieber Direktsubventionen zahlen bzw. ihre Bauern als eine Art Landschaftsgärtner alimentieren. Geld genug ist ja da.

    ...
    Richtig. Zumal da noch erhebliche Erträge hinzukommen, wenn in Norwegen nur jeder zehnte Fjord mit einem Pumpspeicherkraftwerk ausgestattet wird und Norwegen die "Batterie" für europäischen Wind- und Solarstrom wird. Das ist dann betriebswirtschaftlich ein Perpetuum Mobile. Mit den Brücken zu jeder noch so kleinen Insel sind sie ja nun mittlerweile durch.








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