APErst schwieg Manmohan Singh tagelang, doch nach den heftigen Protesten gegen die Vergewaltigung einer Frau hat sich Indiens Ministerpräsident geäußert. Er sprach von einem "grässlichen Vorfall" - und mahnte seine Landsleute zur Ruhe. Die Demonstrationen gingen trotz Verbots weiter.
http://www.spiegel.de/panorama/prote...-a-874585.html
Anstatt gegen eine Vergewaltigung zu demonstrieren (da sind sich ja selbst in Indien alle einig, dass das nicht in Ordnung ist), sollten die indischen Frauen lieber aktiv ihre bescheidene Situation verbessern: sich nicht von ihren Männern einschließen lassen, alleine oder mit ihren Freundinnen ausgehen, sich nicht von ihren Familien verbieten lassen, in der Stadt eine Ausbildung zu machen und dann auch dort zu wohnen etc. Kurzum, sich aus den religiösen, gluckenhaften familiären Klauen zu befreien und auf die in Indien gerne zitierten "family values" zu sch*****. Klar ist das nicht einfach, aber 50% der Bevölkerung sind Frauen, daher ist es mir ein Rätsel, warum es in Indien außerhalb dreier großer Städte nicht gelingt und auch kaum versucht wird. Eine Masse selbstbewusster Frauen in der Öffentlichkeit würde dem indischen Klischee, dass solche Frauen Prostituierte sind bzw. auf Sex aus sind, abbauen und somit auch die Anzahl der Vergewaltigungen reduzieren.
In dem speziellen aktuellen Fall war es aber gar keine typische Vergewaltigung, der Freund war ja dabei, sondern ein brutaler Einzelfall, der schockierend ist, aber eigentlich keinen Anlass zur Demonstration bietet.
Es geht wohl um ein korruptes System in dem man sich allzu Vieles leisten kann, wenn man genug Geld hat, um sich freizukaufen. Die einfache Bevölkerung empört sich verständlicherweise darüber.
http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2012/januar/indien-korruption-als-system
Übrigens gab es in der Ukraine (auch von Korruption durchtränkt) einen ähnlichen Vorfall in dem die öffentliche Empörung durchaus Wirkung zeigte
http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-17546743
Das Schlimmste ist ja, wenn's Allen egal ist...
na wenn niemand protestieren würde, würde das ja heißen alle sind irgendwo damit einverstanden oder? wie würde sich außerdem die betroffene person dann fühlen? ich bin mir sicher, dass ihre situation ohne die proteste noch wesentlich qualvoller wäre.
PS: Im Parlament legten Abgeordnete in beiden Häusern die reguläre Arbeit nieder und diskutierten fast den ganzen Tag über den Vorfall. "Wir brauchen schärfere Gesetze, um Vergewaltigungen zu stoppen", sagte Sushma Swaraj, die Chefin der wichtigsten Oppositionspartei. (Studentin nach Gruppenvergewaltigung in Lebensgefahr vom 18.12.12 SP ON)
Wir nicht das Recht überheblich über andere zu urteilen, weil unsere Freiheit nicht unser Verdienst ist.
Die Freiheit der westlichen Frauen wurde schrittweise errungen. Wir sitzen ja im gemachten Nest und müssen da auch nicht mehr wirklich kämpfen. Damals waren die Rahmenbedingungen recht hilfreich - geschichtlich (nach dem 2.Weltkrieg) und kulturell (die christliche Gesellschaft ist ja um einiges toleranter als die muslimische).
Insofern nutzt der Kampf einiger Frauen wenig, wenn sie erst gesellschaftlich verachtet werden (und zwar nicht nur von Männern sondern vor allem auch von Frauen) und dann umgebracht werden.
Ein "gräßlicher Vorfall" eine "monströse Tat".
Warum schreibt man das in Apostroph? War es das etwa nicht? Auch die Bezeichnung "Vorfall" ist relativierend.
Wie schwer tut man sich heutzutage ein verwerfliches Verbrechen, ein Kapitalverbrechen in dem Fall, als das zu bezeichnen, was es ist.