Auf der A9 zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt hat sich ein schwerer Unfall ereignet: Fünf Lkw und zehn Pkw rasten ineinander - zwei Menschen starben,*viele wurden verletzt. Der Grund für die Karambolage ist unklar.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,799372,00.html
Eine schlimme Bilanz, die Sie in Ihrem Bericht über die Massenkarambolage ziehen.
Zwei Tote im fernen Sachsen-Anhalt. Schlimm, aber "nur" zwei Tote. Der Ramsauer hat Recht. Autos werden immer sicherer. - Oder doch nicht?
Da fällt mir die Rekord-Zahl von NUR 3.648 Toten im letzten Jahr ein. In den Jahren davor (und dieses Jahr möglicherweise auch) werden es über 4.000 Tote sein. Wie auch immer: TÄGLICH sterben mehr als 10 Menschen im Straßenverkehr.
Wie treffen Sie bei SPON eigentlich eine Auswahl, über welche schlimmen Unfälle berichtet wird? Sollten Sie sich nicht zur Aufgabe machen, über JEDEN Verkehrstoten zu berichten? Das würde täglich ein bisschen wachrütteln und zur Verkehrserziehung beitragen.
Von den täglich 1.000 Verletzten wollen wir mal gar nicht reden...
Der Grund liegt doch auf der Hand: es wurde von den übervorsichtigen Schleichern wieder zu langsam gefahren. Bei der heutigen Lichttechnik ist Nebel doch gar kein Problem mehr: Nebellampen vorn und hinten an und schon ist das Problem gelöst. Aber die Schleicher blockieren die rechte Fahrspur und zwingen die LKWs, nach links auszuweichen. Und wenn dann gerade einer telefonieren muss, der mit 180 ankommt, knallt es.
Die gleichen Probleme werden wir auch wieder kriegen, wenn der erste Schnee fällt: schon fahren die Angsthasen wieder langsam, anstatt auf ihre Winterreifen zu vertrauen.
Profis wissen: die heutigen Autos sind darauf ausgelegt, dass man problemlos 200km/h fahren kann, egal ob Sonne, Regen, Nebel, Schnee oder Eis!
Leider häufen sich diese fatalen Massenkarambolagen in letzter Zeit.
Beweisen kann ich es nicht - aber mein Eindruck auf der BAB ist, dass diese "Assistenzsysteme" die Risikobereitschaft ungemein fördern.
Was bei Regen und/oder Nebel auf der Überholspur an einem vorbeiballert (jeder andere Begriff wäre unzureichend) spottet jeder Beschreibung. Wohl nach dem Motto "Das Auto wird 's schon richten".
Entweder alles Unsterbliche - oder Suizidanten.
Da reicht dann das kleinste außerplanmäßige Ereignis um eine Katastrophe auszulösen.
die auch nicht richtig lesen können.
Erst waren es nur Autos mit Blechschaden, keine Toten!
Mit Tempo 200 sicherlich nicht möglich. Wohl eher so um die 60 bis 100 km/h.
Die Autofahrer hatten bereits die Geschwindigkeit reduziert.
Aber die Autohasser kamen sofort mit dem pawlowschen Reflex "Raser".
Die Toten hats wohl erst gegeben, als 8 (!) Lkw - vermutlich nach Ansicht der Autohasser mit mehr als 170km/h unterwegs - in die Unfallstelle "reinbrummten".
Wie auch es auch bei den Toten in der Woche zuvor passiert war.
Liebe Autohasser und Ökofaschisten, bitte lernt lesen...
Bei all dem hätte auch ein Tempolimit von 80 nichts gebracht, es waren die Lkw für die Toten verantwortlich und die dürfen nur 80km/h fahren.
Zumindest ein Funken Wahrheit ist da dann doch dran. Ich bin letzte Woche auch in eine "Nebelwand" gekommen, die (weit im voraus sichtbar) quer über der Autobahn lag. Soweit so gut, wäre kein Problem gewesen, anhand der Rücklichter war gut zu erkennen, daß es nichts Dramatisches ist.
Ich bin mit Anhänger auf der rechten Spur unterwegs, vor mir mit (fast) perfektem Sicherheitsabstand ein anderes Auto. Wir fahren also auf den Nebel zu und was macht der Volltrottel (sorry, das ist schon das harmlose Wort) vor mir? Sobald er in den Nebel eingetaucht ist, legt er eine Vollbremsung auf knapp 40km/h hin, schaltet dann seine Nebelschlußleuchte ein (Sichtweite gute 3 Leitpfosten) und beschleunigt dann wieder auf die vorherige Geschwindigkeit.
Und genau so entstehen Unfälle. Es gab keinerlei Grund zu bremsen, es war schon vorher zu erkennen, daß der Nebel nicht extrem dicht ist. Und wenn, gehe ich doch schon vor der Nebelwand langsam vom Gas und lege nicht im Nebel eine Vollbremsung hin. Vollkommen unnötig, die Sichtweite lag bei rd. 150m. Ins Bild paßt, daß der dann die NSL anschaltet (erst bei Sichtweiten unter 50m zulässig) und dann wieder auf 90km/h beschleunigt (bei dem Nebel problemlos möglich, mit NSL ist aber nur 50km/h zulässig).
Wenn ich mir das jetzt auch der mittleren oder linken Spur bei höherer Geschwindigkeit und/oder zu geringem Sicherheitsabstand vorstelle, na dann gute Nacht.
Es muß also nicht immer der Schnellfahrer schuld sein, wenn es kracht, oft reagieren Andere vollkommen irrational auf Naturereignisse. Aber bitte das jetzt nicht als pauschalen Freispruch für Schnellfahrer sehen, da gibt es genügend schwarze Schafe. Aber es gibt auch genügend Unfälle, an denen "Schleicher" schuld sind...