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Massenerfolg Poetry Slam: Dichter dran am Kommerz

Freibier, Fans und Fahrtgeld - das war der Lohn, für den Poetry Slammer lange auftraten. Doch mit zunehmender Popularität verdienen viele Hobbydichter ordentlich Geld. Die einstige Subkultur ist auf dem besten Weg, zur gewöhnlichen Stand-up-Comedy zu mutieren.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...602670,00.html
  1. #1

    Poetry Slams und Comedy

    Zitat von SPON
    Viele Poetry Slams entwickeln sich deshalb immer mehr zu Stand-up-Comedy-Bühnen. Ernste Themen, früher einmal zentral bei Slams, suche man oft vergebens.
    Tja so ist das leider. Comedy ist das große Zauberwort, doch dieses ist nicht gerade oft mit Tiefsinnigkeit verbunden. Nicht alles muss tiefsinnig sein, ich weiß, doch nimmt es einem die Lust auf der Bühne zu stehen, da sowieso für die Fastfood-Beiträge gestimmt wird.

    Die Idee des Poetry Slams ist gut, doch macht die Masse sie allmählich zu dem gleichen Einheitsbrei, denn sie bereits aus dem Fernsehen gewohnt ist.

    Mir kanns egal sein, ich muss nicht auf der Bühne stehen, mir ist der Inhalt meiner Texte wichtiger als die Show, ich finde andere Wege sie mit Menschen zu teilen.

    Klau3
  2. #2

    Angebot und Nachfrage

    Vor Jahren war ich mal auf ein paar Slams in Hamburg, da war das noch ein Sammelsurium von recht skurrilen Typen und das Publikum war klein. Aber auch da hat schon der Typ gewonnen, der die meisten Lacher hatte. Angebot und Nachfrage, so sieht’s aus.
  3. #3

    ...subKultur

    Ist es schlimm, dass Künstler mit ihrem Schaffen verdienen?
    Ist nur gut, was nicht entlohnt wird?! Hilfe....

    Über die Qualität entscheidet immer noch der Künstler allein.
  4. #4

    Comedy

    Ich würde nicht per se verteufeln, dass der mit den meisten Lachern gewinnt. Das Publikum ist eben nicht daran interessiert, bei einer Flasche Bier am Wochenende in einem Szenelokal besonders tiefgründige Poesy zu hören.
    Zudem glaube ich nicht, dass sich in der Slamszene viel verändert hat. Die komödiantischen Beiträge waren schon immer in der Überzahl. Lydia Daher ist übrigens ja gerade keine komödiantische sondern eher eine melancholische Slammerin.

    Ich sehe die Bewegung in der Szene eher so, dass sich mit dem allmählichen Subkulturerfolg natürlich immer mehr Leute für das Thema interessieren und selber auftreten. Und das Quantität nicht gleich Qualität ist, ist ja nun schon seit jeher ein ehernes Gesetz. Früher traten die Slammer allerdings wohl noch aus Sendungsbewússtsein auf, und nicht, um Karriere zu machen, und ich glaube, das ist bnei den meisten heute auch noch der Fall. Ich denke, die Kritik kommt eher von alten Platzhischen, die ihren Erfolg gefährdet sehen und nun die Konkurrenz fürchten."Früher war alles besser...." Aus meiner sicht gibt es im Poetry-Slam immer noch mehr als genug Abenteuer und Subkulutur.
  5. #5

    Comedy

    Ich würde nicht per se verteufeln, dass der mit den meisten Lachern gewinnt. Das Publikum ist eben nicht daran interessiert, bei einer Flasche Bier am Wochenende in einem Szenelokal besonders tiefgründige Poesy zu hören.
    Zudem glaube ich nicht, dass sich in der Slamszene viel verändert hat. Die komödiantischen Beiträge waren schon immer in der Überzahl. Lydia Daher ist übrigens ja gerade keine komödiantische sondern eher eine melancholische Slammerin.

    Ich sehe die Bewegung in der Szene eher so, dass sich mit dem allmählichen Subkulturerfolg natürlich immer mehr Leute für das Thema interessieren und selber auftreten. Und das Quantität nicht gleich Qualität ist, ist ja nun schon seit jeher ein ehernes Gesetz. Früher traten die Slammer allerdings wohl noch aus Sendungsbewússtsein auf, und nicht, um Karriere zu machen, und ich glaube, das ist bnei den meisten heute auch noch der Fall. Ich denke, die Kritik kommt eher von alten Platzhischen, die ihren Erfolg gefährdet sehen und nun die Konkurrenz fürchten."Früher war alles besser...." Aus meiner sicht gibt es im Poetry-Slam immer noch mehr als genug Abenteuer und Subkulutur.
  6. #6

    Kernaussagen

    Subkultur wird zu Kultur, "Poetry Slam" konnte erfolgreich auf sich aufmerksam machen, deshalb ist es jetzt bekannter, mehr junge Leute interessieren sich für Literatur und wagen es, mir ihren Texten auf Bühnen zu steigen, das Thema wird sogar in der Schule behandelt, und das ist schlecht.

    Subkultur wird zu Kultur, mit Trend in Richtung "Mainstream", Texte mit Lachern gewinnen immer, und sind deshalb minderwertig, und Menschen, die Texte mit Lachern schreiben, sind aufmerksamkeitsgeil und machen die Szene kaputt.

    Habe ich das richtig verstanden?








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