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Massendemonstration in Madrid: Tausende Spanier protestieren gegen Sparkurs

REUTERSBei Demonstrationen gehen in Madrid Tausende Menschen gegen den Sparkurs von Ministerpräsident Mariano Rajoy auf die Straße. Auch Kanzlerin Merkel steht in der Kritik. Viele Spanier empfinden die Europapolitik der Bundesregierung als "egoistisch".

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-859983.html
  1. #1

    Mehr Mühe bitte!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kanzlerin Merkel steht in der Kritik. Viele Spanier empfinden die Europapolitik der Bundesregierung als "egoistisch"...Angela Merkel verliert in Spanien zunehmend an Ansehen.[url]http://www.spiegel.de/politik/auslan
    Ich würde mir sehr wünschen, dass Sie Ihre Artikel über Spanien besser recherchieren und genauer formulieren.

    Es ist richtig, dass Angela Merkel hier in Spanien an Sympathie verloren hat. Nicht aber an Achtung, denn da machen Spanier - sehr im Gegensatz zu SPON-Redakteuren, wie es scheint - einen großen Unterschied. Natürlich hätten es die Spanier gern, wenn Deutschland das große Fülljorn ausgießt und ohne weitere Bedingungen die Party bezahlt, die die Spanier in den letzten 10 Jahren gefeiert haben. Dass sie das nicht tut und so hartnäckig die Interessen ihres Landes wahrt, wird von den Spaniern aber sehr bewundert - und sie wünschen sich übereinstimmend, sie selbst hätten Politiker die sich in selber Weise für ihr Land engagieren. Die machen nämlich derzeit einen maximal hilflosen Eindruck.

    Dass "egoistisch" zu sein in der Politik nicht per se als verwerflich angesehen wird, mag nachweisen, dass hier in Katalonien die staatsrechtliche Unabhängigkeit von Spanien zur Zeit lebhaft bis hitzig diskutiert wird. Hauptargument dabei: Die einkommensstarken Katalanen wollen die einkommensschwachen Südspanier nicht mehr unterstützen. Das Prinzip als solches wird also durchaus begrüßt - solange man sein Nutznießer ist.
  2. #2

    Es ist schon erstaunlich,

    was äusserst schlichte Politiker innerhalb der letzten Jahrzehnte aus Europa gemacht haben. Von funktionierenden Staatsgemeinschaften in der Montanunion, Efta, EWG und EG mit relativ guten Wirtschaften eine EU gezimmert, die lange schon pervertierte und eine Eurowährungszone, funktions- und existenzunfähig, welche die Verwerfungen in den einzelnen nationalen Märkten erst ermöglichte und niemals in der Lage sein wird, die Marktunterschiede im Sinne von Devisenkursen und diverser Leitzinsen nationaler Währungen zu glätten. Ein miserables währungs-, finanz-, arbeitsmarkt-, wirtschafts- und fiskalpolitisches Machwerk, unterste Schublade. Die Arbeitslosenzahlen hochgejubelt, die Einkommen runtergejubelt und die einzigen Nutzniesser dieser desaströsen Politik sitzen in den Parlamenten oder bei der EU. Die Goverments sind allesamt Gesocks, die Bürger nicht wehrfähig und das Gesocks macht den Flappes mit diesen, wenn es sein muss, mit Waffengewalt. Die Muffe geht ihnen schon eins zu tausend. Die dickkoppige Merkel muss natürlich nach Athen fahren versteht sich, die Griechen müssen 7000 Polizisten aufbringen, um die Tusse zu schützen. Wieso bleibt die nicht in Berlin. Würde mich nicht wundern, wenn es ein paar faule Oliven in das Kanzlerantlitz gäbe.
  3. #3

    ..............

    wenn mir einer der Bewohner aus den zum sparen gezwungenen Ländern erklären könnte wie sie sich den sonst die Zukunft vorstellen, würde es mir helfen zu verstehen.
  4. #4

    "Viele Spanier empfinden die Europapolitik der Bundesregierung als "egoistisch""

    Keine Frage, dass ist sie sicher auch. In der Politik nennt man dies allerdings "Interessenverfolgung".

    Und in der Bundesregierung, insb. aber, und viel mehr noch, im Staatsvolk, moechte niemand dem Schicksal Spaniens nacheifern.

    Insbesondere die Zwangsabgabenleistenden in der Bundesrepublik haben einen dazu sicher sehr GESUNDEN Egoismus, wenn es um die Verhinderung von Mittelvergeudungen und
    Wohlstandsverschwendungen ihres EIGENEN "Bimbes" und fuer ANDERE geht.

    Und dazu denke ich, sind Spanier wie Deutsche ziemlich gleich.
    Und evtl. Deutsche mit insb. Katalonen am ego-verwandtesten.
  5. #5

    Spiegel-Zerrbild

    Leider spiegelt der SPIEGEL nicht mehr die realität wider, sondern ein mutmaßlich genau so von interessierter seite gewünschtes zerrbild:
    Vergeßt die Demos in Madrid!

    Denn leider ist in anderen medien zu lesen, dass im armen Andalusien nach einer untersuchung der mit sicherheit weder links stehenden noch systemkritischen Caritas 350.000 Menschen UNTERERNÄHRT (! sic!) sind - also die leute da hungern, und das mitten in EU-Europa !!!

    - Weshalb eine gewerkschaft dort eine aktion "Einkaufen ohne Bezahlen" durchgeführt hat, wo die leute ganz friedlich und gesittet, ohne zu plündern und ohne gewalt, sich das nötigste zum leben besorgten.

    Spanien ist schon weit jenseits von demonstrationen. Wie es in den anderen PIIGS-staaten aussieht, wäre zu eruieren.
    Leute, wacht endlich auf: Die Bilderberger und Transatlantiker frühren einen krieg gegen die eigene bevölkerung! Seid nicht so dämlich, die immer und immer wieder in die politische verantwortung zu wählen!
  6. #6

    Ihre Überschrift: Mehr Mühe bitte!

    Zitat von querollo Beitrag anzeigen
    Ich würde mir sehr wünschen, dass Sie Ihre Artikel über Spanien besser recherchieren und genauer formulieren.....
    Hauptargument dabei: Die einkommensstarken Katalanen wollen die einkommensschwachen Südspanier nicht mehr unterstützen.
    Diese Wünsche dürfen sogleich an Sie zurückgegeben werden.

    Wahrscheinlich ist dies der Grund, warum Cataluña um Hilfe der Zentralregierung bettelt und gleichzeitig mit seiner Grossdemonstration eine Drohkulisse aufbaut, damit diese Hilfe ohne Gegenleistung gewährt wird.

    Mit keiner Silbe erwähnen Sie (leider), dass Artur Mas ein Spiel spielt, welches ihm leicht und schnell der Kontrolle entgleiten kann.

    Eine merkwürdige Einkommensstärke ist dies, wenn man gleichzeitig um Geld bettelt. Die katalanische Arroganz (`¡somos la locomotiva de España!´) habe ich bisher (seit 20 Jahren in Spanien) stets mit Humor genommen (als Deutscher viel es auch leicht, mit einem Augenzwinkern und einem nicht ernst gemeintem `¡somos la locomotiva de Europa!´ zu antworten). Jedoch in dieser Zeit zu spalten, so wie es Artur Mas tut, und zu zündeln, halte ich persönlich für verwerflich.
  7. #7

    Zitat von janne2109 Beitrag anzeigen
    wenn mir einer der Bewohner aus den zum sparen gezwungenen Ländern erklären könnte wie sie sich den sonst die Zukunft vorstellen, würde es mir helfen zu verstehen.
    So (totsparen) jedenfalls nicht. Das hat schon in Grichenland nicht geklappt (und würde auch in Deutschland nicht klappen).
  8. #8

    Lieber Demos als Kriege

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei Demonstrationen gehen in Madrid Tausende Menschen gegen den Sparkurs von Ministerpräsident Mariano Rajoy auf die Straße. Auch Kanzlerin Merkel steht in der Kritik. Viele Spanier empfinden die Europapolitik der Bundesregierung als "egoistisch".

    [url]http://www.spiegel.de/politik/auslan
    In Ländern wie Spanien fragen sich die Menschen, für WEN sie sparen. Für die Geldgier der Finanzoligarchie? Da kocht schon mal das Blut und die Leute gehen auf die Straße.

    In Deutschland ist das nicht zu erwarten. Diese Volk hat sich von Bartträgern wie dem Kaiser (Bart nach oben gezwirbelt) und Adolf (Bärtchen, kurz und knapp) gern in die jeweiligen Kriege treiben lassen. Ja wo kommen wir denn da hin, wenn jeder demonstrieren geht. Haben die Leute denn keine Arbeit? Manchmal kann ich dem Michel nicht mehr aufs Fell sehen.


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