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Massaker von Hula: Uno-Menschenrechtsrat verurteilt Syrien

REUTERSSyrien hat jede Verantwortung für das Massaker von Hula zurückgewiesen. Terroristen seien die Täter gewesen. Doch die Weltgemeinschaft glaubt dem Regime nicht. Der Uno-Menschenrechtsrat verurteilte Damaskus in einer Resolution.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...836562,00.html
  1. #1

    Und wenn es doch die Rebellen waren

    Menschenrechtsrat verurteilt Syrien und wenn es doch die Rebellen waren die das Massaker verursacht haben und die neueren Fakten zeigen es. Der Westen und die Saudis wollen Assad entsorgen. OK, bitte aber nicht die Wahrheit verfälschen.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Syrien hat jede Verantwortung für das Massaker von Hula zurückgewiesen. Terroristen seien die Täter gewesen. Doch die Weltgemeinschaft glaubt dem Regime nicht. Der Uno-Menschenrechtsrat verurteilte Damaskus in einer Resolution.
    Seltsam

    Die Artikelüberschrift suggeriert, dass Syrien wegen Hula verurteilt worden ist.

    Im Artikel steht dann aber nur allgemein:
    "In der Syrien-Resolution heißt es, die Führung in Damaskus habe ihre Pflicht zur Einstellung aller Gewaltakte verletzt. "

    Nicht in der Resolution erwähnt ist, ob denn auch alle Rebellen ihre Pflicht zur Einstellung aller Gewalt einhalten. (Ist scheinbar nicht so wichtig.)

    Zu Hula fordert der Rat:
    "Der Rat fordert eine umfassende unabhängige Untersuchung der Bluttat und Gerichtsverfahren gegen die Verantwortlichen."
    Demnach wird hier noch gar kein Schuldiger benannt.
  3. #3

    Frage

    »Ein Ultimatum, das ein Rebellenkommandeur dem Regime von Präsident Baschar al-Assad gestellt hatte, lief am Freitag ab, ohne dass die Armee ihre Angriffe auf Wohnviertel beendet hätte.«

    Würde sich die deutsche Regierung von bewaffneten Terroristen ein Ultimatum stellen lassen? Oder gar die amerikanische?
  4. #4

    ...

    Zitat von bayrischcreme Beitrag anzeigen
    Seltsam

    Die Artikelüberschrift suggeriert, dass Syrien wegen Hula verurteilt worden ist.

    Im Artikel steht dann aber nur allgemein:
    "In der Syrien-Resolution heißt es, die Führung in Damaskus habe ihre Pflicht zur Einstellung aller Gewaltakte verletzt. "

    Nicht in der Resolution erwähnt ist, ob denn auch alle Rebellen ihre Pflicht zur Einstellung aller Gewalt einhalten. (Ist scheinbar nicht so wichtig.)

    Zu Hula fordert der Rat:
    "Der Rat fordert eine umfassende unabhängige Untersuchung der Bluttat und Gerichtsverfahren gegen die Verantwortlichen."
    Demnach wird hier noch gar kein Schuldiger benannt.
    Sie sagen es...

    "Der Menschenrechtsrat hat die seit August 2011 bestehende Untersuchungskommission ausserdem beauftragt, das Massaker in der Stadt Hula zu untersuchen und dem Rat an der nächsten Session, die am 18. Juni beginnt, Bericht zu erstatten. Syrien wurde aufgefordert, Experten einreisen zu lassen. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen als Grundlage für eine mögliche Einschaltung des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) dienen. "

    Untersuchung zu Hula (International, NZZ Online)

    ...es soll erst untersucht werden und die syrische Regierung ist jetzt schon verantwortlich gemacht. Eine objektive Untersuchung ist doch gar nicht mehr möglich, wenn das "Ergebnis" schon seit Tagen feststeht.
  5. #5

    ........

    Zitat von sukowsky Beitrag anzeigen
    Menschenrechtsrat verurteilt Syrien und wenn es doch die Rebellen waren die das Massaker verursacht haben und die neueren Fakten zeigen es. Der Westen und die Saudis wollen Assad entsorgen. OK, bitte aber nicht die Wahrheit verfälschen.
    Denke auch, dass das die Rebellen waren.
    Assad soll aus religiösen, politischen und strategischen
    Gründen aus dem Weg geräumt werden, da sind
    alle Mittel Recht.
    Russland und China sind diese Methoden natürlich nicht unbekannt.
    Für diese beiden Länder ist eher der startegische Aspekt
    interessant, also die versteckten Aktionen der USA dort.
    Ein strategisch geschultes Auge sieht natürlich
    hinter die Kulissen.
    Menschenrechte? Seitwann interessiert das einen
    motivierten Hegemon wie die USA?
  6. #6

    Resümee

    Rückblickend und nüchtern betrachtet kann man folgendes den Medien entnehmen und festhalten:
    1. Houla ist eine Hochburg der FSA.
    2. In und um Houla herum wurden koordinierte mehrere checkpoints der syrischen Armee angegriffen.
    3. Entgegen ersten Meldungen sind die allermeisten Opfer nicht durch Artilleriebeschuss umgekommen.
    4. Laut Al Jazeera war die FSA auch NACH dem Massaker in Kontrolle von Houla.
    5. Der "Beweis" für die Täterschaft der Shabiha sind Aussagen von Anwohnern: "Es waren die Shabiha". Die Shabiha sollen sich extra als solche bekanntgegeben haben: "Wir sind aus dem Dorf xyz".

    Wieso konnte die FSA in einer ihrer Hochburgen angeblich nicht verhindern, dass die Shabiha, die als Paramilitärs ohne schwere Waffen und Luftunterstützung kaum besser bewaffnet sind als die Rebellen in "aufwändiger" Weise, also quasi im Nahkampf soviele Menschen massakrieren? Die offizielle Begründung, die Armee hätte mit einem Artilleriesperrfeuer den einrückenden Shabiha Deckung gegeben ist schwachbrüstig:
    a) man feuert nicht mit wenig-zielgenauen Explosivkörpern dorthin, wo man gerade eigene Bodentruppen hinschickt
    b) die relativ wenigen Panzer- und Mörserspuren weisen auf keinen derart massiven Beschuss hin, der die FSA in einer Hochburg zum kompletten Rückzug hätte bewegen haben können. Wenn es so gewesen wäre, hätte die Armee für Bab Amr in Homs nicht einen Monat und viele Verluste gebraucht.

    In 15 Monaten Konflikt gab es diverse Zusammenstösse, bei denen die Armee oder die "Shabiha" deutlich mehr Verluste erlitten hatten und dennoch nicht in einen solchen Blutrausch verfielen. Warum sollen also die primär lokal agierenden Shabiha aus Nachbardörfern Houlas plötzlich so durchdrehen und "Rache" nehmen, nur weil die FSA paar checkpoints angegriffen hatte und offenbar wenig Erfolg erzielt hatte?

    Zeit scheint ja beim Vorgehen der Shabiha kein Engpass gewesen zu sein, aber warum liessen sie relativ viele Überlebende zurück, denen sie ganz beiläufig auch sagten, wo sie hergekommen seien? Haben sie keine Angst vor Racheakten der breiten sunnitischen Mehrheit in ihrer Umgebung?

    Warum soll man so sicher sein, dass die Zeugen vor Ort die Dinge richtig einschätzen? In Irak gibt es schon seit vielen Jahren sehr anspruchsvolle und verlustreiche Attacken der Aufständischen, bei denen diese mitten in Ballungszentren in Uniformen und Fahrzeugen der Zentralregierung, mit gefälschten Siegeln und Ausweisen diverse checkpoints unerkannt passieren, um am Ende in irgendeiner Kaserne ein Blutbad an Rekruten anzurichten. Warum soll man pauschal annehmen, dass die FSA-Rebellen nun mal so gute und moralisch-ehrenwerte Kämpfer sind, dass sie sich solcher schmutziger Mittel nicht bedienen?
    Wenn sich Hinweise bestätigen sollten, denenzufolge die Loyalität eines Grossteils der massakrierten Opfer keineswegs eindeutig bekannt ist (so dass sie auch regime-loyale Zivilisten gewesen sein könnten) wäre die Täterschaft der FSA doppelt "logisch":
    a) Feinde wurden brutal getötet und viele andere nachhaltig eingeschüchtert
    b) Man schiebt es der Regierung unter und lässt sympathisierende Lokalanwohner "bezeugen", es wären die Shabiha gewesen.
  7. #7

    alles brav und korrekt.würden dieselben gutmenschen sich auch bitte mal um bürgerkrieg,massenmorde u-vergewaltigungen u flüchtlingselend in nord-kivu/kongo kümmern
  8. #8

    Wen wunderts?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Syrien hat jede Verantwortung für das Massaker von Hula zurückgewiesen. Terroristen seien die Täter gewesen. Doch die Weltgemeinschaft glaubt dem Regime nicht. Der Uno-Menschenrechtsrat verurteilte Damaskus in einer Resolution.

    Uno-Menschenrechtsrat verurteilt Syrien wegen Massaker von Hula - SPIEGEL ONLINE
    Natürlich glaubt die "Weltgemeinschaft" - wer ist das? Die USA und die EU? - der syrischen Regierung nicht, da sie diese als dem Westen abgeneigtes Regime schon seit längerem weg haben will. Deshalb wartet diese selbsternannte "Weltgemeinschaft", der übrigens weniger Menschen angehören als allein China Bürger hat, auch keine Untersuchung des Massakers ab sondern "kennt" dessen Verantwortliche von vorneherein ohne auch nur den geringsten Beweis hierfür zu haben.
    Fragt man sich wer den Nutzen von diesem die Weltöffentlichkeit empörenden Massaker hat so kann die Antwort nur heissen: All diejenigen, welche dem Assad-Regime schaden bzw. dieses brandmarken wollen. Dass hierfür terroristische Banden aus dem Bereich der zersplitterten Opposition sehr wohl in Frage kommen, wissen die Regierenden im Westen natürlich ebenso wie deren mediale Arschkriecher. Schließlich wurden bereits zuvor von oppsitionellen Gruppen ähnliche Massaker nachweislich durchgeführt.
    Das ganze Gedönse beweist einmal mehr, dass bereits im Propagandakrieg die Wahrheit als erstes auf der Strecke bleibt - auch Dank unserer freien Medien!
  9. #9

    ?

    Zitat von maxbee Beitrag anzeigen
    Natürlich glaubt die "Weltgemeinschaft" - wer ist das? Die USA und die EU? - der syrischen Regierung nicht, da sie diese als dem Westen abgeneigtes Regime schon seit längerem weg haben will. Deshalb wartet diese selbsternannte "Weltgemeinschaft", der übrigens weniger Menschen angehören als allein China Bürger hat, auch keine Untersuchung des Massakers ab sondern "kennt" dessen Verantwortliche von vorneherein ohne auch nur den geringsten Beweis hierfür zu haben.
    Fragt man sich wer den Nutzen von diesem die Weltöffentlichkeit empörenden Massaker hat so kann die Antwort nur heissen: All diejenigen, welche dem Assad-Regime schaden bzw. dieses brandmarken wollen. Dass hierfür terroristische Banden aus dem Bereich der zersplitterten Opposition sehr wohl in Frage kommen, wissen die Regierenden im Westen natürlich ebenso wie deren mediale Arschkriecher. Schließlich wurden bereits zuvor von oppsitionellen Gruppen ähnliche Massaker nachweislich durchgeführt.
    Das ganze Gedönse beweist einmal mehr, dass bereits im Propagandakrieg die Wahrheit als erstes auf der Strecke bleibt - auch Dank unserer freien Medien!
    Sie schreiben:

    1. "Natürlich glaubt die "Weltgemeinschaft" ... der syrischen Regierung nicht"
    Sie glauben tatsächlich der syrischen Regierung? Und noch dazu, da sie ja Konfliktpartei ist? Eigenartig.

    2. "die "Weltgemeinschaft" - wer ist das? Die USA und die EU?"
    Da irren Sie. Ich denke Sie kennen eine Organisation Namens UNO.
    Dort steht: "In der Syrien-Resolution heißt es, die Führung in Damaskus habe ihre Plicht zur Einstellung aller Gewaltakte verletzt. Sie wurde in Genf mit 41:3 Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen. Der Rat fordert eine umfassende unabhängige Untersuchung der Bluttat und Gerichtsverfahren gegen die Verantwortlichen. Nur Russland, China und Kuba stimmten mit Nein."
    Sehr klar.
    Und diese "Weltgemeinschaft" ist auch nicht "selbsternannt", wie Sie schreiben. Auch das ist falsch.

    3. Auch Ihre Frage nach dem Nutzen ist irrig. Sie stellt sich in Bürgerkriegen oft nicht. Dort explodieren Hass und Gewalt. Und natürlich ist es für das Regime von "Nutzen", wenn Sie schon so wollen, dass das Regime allen zeigt, dass, wie in feudalen Systemen seit Jahrtausenden geübt, allen jenen, welche sich gegen das Regime stellen, die Frauen und Kinder getötet werden. Auch hier also irren Sie.

    4. Gibt es auch, ich ZITIERE Sie (da diese Wortwahl mir selbst fremd ist), "mediale Arschkriecher" des Assad-Regimes?

    5. "Schließlich wurden bereits zuvor von oppsitionellen Gruppen ähnliche Massaker nachweislich durchgeführt."
    Wann und wo? Wer hat dies nachgewiesen? Sie?

    6. " dass bereits im Propagandakrieg die Wahrheit als erstes auf der Strecke bleibt - auch Dank unserer freien Medien"
    ... und besonders dank der syrischen Assad-Staatspresse, nicht wahr? Oder warum glauben Sie, wäre diese ein Hort von Wahrheit und Objektivität?


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