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Massaker in Südafrika: Minenbetreiber droht Streikenden mit Rauswurf

AFPNur vier Tage, nachdem bei Ausschreitungen in einer Platinmine 34 Bergleute erschossen wurden, droht die Betreiberfirma den Mitarbeitern mit Kündigung. Möglichst bald will das Unternehmen das Edelmetall wieder mit voller Kapazität fördern - wer nicht zur Arbeit kommt, fliegt raus.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...851022,00.html
  1. #1

    Die britischen Kolonialherren drohen ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nur vier Tage, nachdem bei Ausschreitungen in einer Platinmine 34 Bergleute erschossen wurden, droht die Betreiberfirma den Mitarbeitern mit Kündigung.
    Jeder Mitarbeiter, der am Montag nicht ordnungsgemäß an seinen Arbeitsplatz zurückkehre, müsse mit seiner Entlassung rechnen.
    Wenn sie nicht zur (Slaven)Arbeit erscheinen, werden sie erst ausgepeitscht und dann rausgeworfen. So ist man mit Sklaven in der Kolonialzeit umgegangen.
    Und in England denkt man immer noch so.

    Die Polizeipräsidentin Riah Phiyega sagte der Zeitung "The Sowetan", dass ihre Beamten keine Schuld treffe und sie aus Notwehr gehandelt hätten. "Die Sicherheit der Öffentlichkeit ist nicht verhandelbar", sagte Phiyega.
    Und es war auch keine „Notwehr“, es war kaltblüdiger „Mord“.
  2. #2

    Zum Glück sind es ja nicht die englischen Kolionalherren, sondern ein englischer Konzern, und zum allergrössten Glück ist es bei wilden Streiks sogar in D nicht unüblich, Leute ggf. zur Rechenschaft zu ziehen, sprich zu kündigen.

    Ich bedauere zutiefst, was in SA passiert ist, aber dafür wieder die alten ausgelutschten Kolonialsprüche abzulassen, ist nu wirklich daneben.
  3. #3

    Um was geht es bei diesem Konfikt?

    1) es geht um ein Kampf zwischen 2 verschiedenen Gewerkschaften - die eine davon durch und durch korrupt und engstes mit dem ANC verwoben.
    2) im Vorfeld wurden mehrere Polizisten und Wachleute der Mine erschlagen(!) und damit ist von diesen keine besondere Milde zu erwarten
  4. #4

    @Pandora0611

    Ich lebe nun seit 2 Jahren in Südafrika und studiere Geologie, ich arbeite an einem Forschungsprojekt über eine Goldmine und kenne mich somit schon etwas in diesem Bereich aus.
    Ich selbst habe schon mitbekommen wie es ist wenn Südafrikaner will ich sie mal nennen, da der Rest ja nur Zugereiste ist, streiken. An der Universität sieht es so aus, allmählich werden lächerliche Gründe gesucht um auf die Barrikaden zu gehen. Das ganze sieht dann so aus, alles was nicht fest verankert ist wird rausgerissen und verbrannt und möglichst viel zerstört. An der Universität passiert das mindestens einmal im Jahr, dann ist es mir untersagt den Campus zu betreten, da es zu gefährlich ist. Professoren werden mit Tränengas attackiert und Autos werden zerstört. Die Polizei besetzte den ganzen Campus und ein paar Clevere meinen diese dann auch noch reizen zu müssen!
    An der Goldmine habe ich das auch schon erlebt. Der Südafrikaner sägt in der Regel an dem Ast auf dem er sitzt. Bei den letzten Unruhen, gestreikt wird nicht, haben die Leute die Stromversorgung zur Mine zerstört haben den kleinen historischen Ort Pilgrims Rest zerstört, in dem wahrscheinlich ihre Frauen Arbeiten haben wieder Autos verbrannt und möglichst alles zerstört was aufzufinden war.
    In meinen Augen ist ein Streik, wenn man auf die Straße geht und mit Bannern und Pfeifen einen Riesen Aufmarsch organisiert, bei dem die Polizei auch anwesend ist, aber nur zur Sicherheit der Demonstranten. Um das ganaze deutlich zu machen kann man ja einen wichtigen Verkehrsweg blockieren.
    Ich bedaure auch die Verluste in Marikaner, jedoch müssen die Leute auch erst mal die Situation in diesem Land kennen um urteilen zu können.


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