Forum


 

Marsala-Mousse-Rezept: Mikro-Klöße statt Miro Klose

Peter WagnerGomez oder Klose? Wir überlassen diese Frage ganz gelassen dem Bundestrainer und nehmen lieber zwei Klößchen. Mikrowelle auf für Mousse aus Marsala und weißer Schokolade! Dazu gibt es Rhabarber und Balsamico-Himbeeren.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...838860,00.html
  1. #1

    Klingt lecker

    Das klingt lecker, und dieses Mal hat sich Herr Wagner auch bei den Zutaten im normalen Rahmen bewegt, sehr löblich. Dass er für vier Personen 18 Himbeeren einkauft - "Guten Tag, ich hätte gern 18 Himbeeren." - und nicht 16 Himbeeren, deutet allerdings auf das Problem hin, sie mit dem Balsamico-Essig zu befüllen... der Mehreinkauf lässt auf Fehlversuche schließen, weshalb feinmotorische weniger begabten Menschen 20, wenn nicht sogar 22 Himbeeren zu empfehlen sind, vielleicht sogar ein halbes Pfund (Man gönnt sich ja sonst nichts).

    Zitat: "Himbeeren mit der Öffnung nach oben so aufstellen, dass sie nicht umfallen..."
    Da geht's schon los - ich stelle mir gerade Herrn Wagner bildlich vor, wie er im Schweiße seiner Füße seine 16 Himbeeren per Einwegspritze mit Essig vollpumpen will. Umgekehrt aufgestellte Himbeeren sind tückisch, sie haben, rein physikalisch betrachtet, einen viel zu hohen Schwerpunkt, obwohl sie sehr leicht sind, sie sind überhaupt labil und neigen zum unerwarteten Umfallen, weshalb ich empfehle, sie vorher leicht auf dem Untergrund anzudrücken, aber ja nicht zu stark, sonst ist alles Matsch. Es gibt himbeermäßig noch einen kulinarisch kritischen Gesichtspunkt, nämlich ihr Geschmack - ich habe früher zentnerweise Himbeeren gepflückt und so diese Früchte hassen gelernt, doch eines habe ich dabei auch gelernt: Gerade die dunkelroten, bläulich-roten Himbeeren, die größeren, mit der schönen festen Struktur schmecken nicht besonders gut, sie sind fade bis säuerlich, sie hießen früher "Schönemanns", und wir nannten sie "Himbeeren für die Hamburger", weil die naturfremden Städter bekanntlich nur mit dem Auge kaufen. Viel, viel besser schmecken die kleineren rundlicheren Himbeeren, die hellrot sind, sie hießen früher "Preussen", waren aber wurm- und regenanfällig, für die Bauern also Grund genug, sie herauszureißen. Wer den natürlichen, faszinierend aromatischen Himbeergeschmack erleben will, der muss selbst in den Wald gehen, dort wachsen sie massenhaft - bloß sind sie sehr klein und in diesem kalten Sommer auch nicht so toll wie sonst.
  2. #2

    Bild

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Das klingt lecker, und dieses Mal hat sich Herr Wagner auch bei den Zutaten im normalen Rahmen bewegt, sehr löblich. Dass er für vier Personen 18 Himbeeren einkauft - "Guten Tag, ich hätte gern 18 Himbeeren." - und nicht 16 Himbeeren, deutet allerdings auf das Problem hin, sie mit dem Balsamico-Essig zu befüllen... der Mehreinkauf lässt auf Fehlversuche schließen, weshalb feinmotorische weniger begabten Menschen 20, wenn nicht sogar 22 Himbeeren zu empfehlen sind, vielleicht sogar ein halbes Pfund (Man gönnt sich ja sonst nichts).

    Zitat: "Himbeeren mit der Öffnung nach oben so aufstellen, dass sie nicht umfallen..."
    Da geht's schon los - ich stelle mir gerade Herrn Wagner bildlich vor, wie er im Schweiße seiner Füße seine 16 Himbeeren per Einwegspritze mit Essig vollpumpen will. Umgekehrt aufgestellte Himbeeren sind tückisch, sie haben, rein physikalisch betrachtet, einen viel zu hohen Schwerpunkt, obwohl sie sehr leicht sind, sie sind überhaupt labil und neigen zum unerwarteten Umfallen, weshalb ich empfehle, sie vorher leicht auf dem Untergrund anzudrücken, aber ja nicht zu stark, sonst ist alles Matsch. Es gibt himbeermäßig noch einen kulinarisch kritischen Gesichtspunkt, nämlich ihr Geschmack - ich habe früher zentnerweise Himbeeren gepflückt und so diese Früchte hassen gelernt, doch eines habe ich dabei auch gelernt: Gerade die dunkelroten, bläulich-roten Himbeeren, die größeren, mit der schönen festen Struktur schmecken nicht besonders gut, sie sind fade bis säuerlich, sie hießen früher "Schönemanns", und wir nannten sie "Himbeeren für die Hamburger", weil die naturfremden Städter bekanntlich nur mit dem Auge kaufen. Viel, viel besser schmecken die kleineren rundlicheren Himbeeren, die hellrot sind, sie hießen früher "Preussen", waren aber wurm- und regenanfällig, für die Bauern also Grund genug, sie herauszureißen. Wer den natürlichen, faszinierend aromatischen Himbeergeschmack erleben will, der muss selbst in den Wald gehen, dort wachsen sie massenhaft - bloß sind sie sehr klein und in diesem kalten Sommer auch nicht so toll wie sonst.
    Wie schafft der Herr Wagner es eigentlich, daß aus den liegenden Früchten nicht der Balsamico rausläuft? Aber vielleicht hat er ja für den Schnappschuß dunkle Himbeeermarmelade eingefüllt ...
  3. #3

    Brüll!

    Danke für diesen Kommentar, ich habe Tränen gelacht! Besonders an der hier zitierten Stelle.

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    "Guten Tag, ich hätte gern 18 Himbeeren." - und nicht 16 Himbeeren, deutet allerdings auf das Problem hin, sie mit dem Balsamico-Essig zu befüllen... der Mehreinkauf lässt auf Fehlversuche schließen, weshalb feinmotorische weniger begabten Menschen 20, wenn nicht sogar 22 Himbeeren zu empfehlen sind, vielleicht sogar ein halbes Pfund (Man gönnt sich ja sonst nichts).
  4. #4

    Chapeau...

    ... Herr Wagner! Haben Sie sich die Kritik der Kommentatoren an Ihren letzten Kolumnen tatsächlich zu Herzen genommen? Möchten Sie in Zukunft Rezepte präsentieren, welche sich nicht durch nur durch hedonistisch Dekadenz auszeichnen, sondern mit annehmbaren Aufwand an Zeit und Geld zu reproduzieren sind? Dann nur weiter so! denn wenn dieses Rezept exemplarisch für einen neuen Stil Ihrer Artikel steht, dann freue ich mich sogar auf Ihre zukünftigen Kolumnen.
  5. #5

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen

    Zitat: "Himbeeren mit der Öffnung nach oben so aufstellen, dass sie nicht umfallen..."
    Da geht's schon los - ich stelle mir gerade Herrn Wagner bildlich vor, wie er im Schweiße seiner Füße seine 16 Himbeeren per Einwegspritze mit Essig vollpumpen will.
    das geht doch ganz einfach. zum befüllen der himbeeren brauchen sie lediglich

    a) eine dickere steroporleiste (gibt es im bastelbedarf, oder liegt noch in der ecke 'rum vom letzten einkauf eines elektrogerätes)
    b) zahnstocher
    c) himbeeren
    d) den essig
    e) alufolie
    d) eine saubere flasche mit pipette

    zuerst das stück steropor mit der alufolie umwickeln.
    dann pro himbeere einen zahnstocher in das so umwickelte stück steropor so einstecken, daß etwas mehr als als die zahnstocher spitze herausragt.
    den essig in die flasche mit der pipette umfüllen.
    dann die himbeeren vorsichtig auf die zahnstocherspitzen setzen.
    anschließend die himbeeren mit hilfe der pipette mit dem essig befüllen.
    wenn alles fertig ist, die himbeeren vorsichtig von den zahnstochern lösen und é voilà....fertisch......
  6. #6

    Zitat von frau_flora Beitrag anzeigen
    Danke für diesen Kommentar, ich habe Tränen gelacht! Besonders an der hier zitierten Stelle.
    ging mir auch so. ich konnte es kaum durchgehend vorlesen, und mein mann hat auch schallend gelacht......

    danke Ylex!








TOP



TOP