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Marodes Atommülllager: Bundesamt prüft Verbleib der Abfälle in Asse

dapdMehr als 120.000 Fässer mit schwach und mittelstark strahlenden Atommüll liegen im maroden Bergwerk Asse. Eigentlich soll der Atommüll gehoben werden. Doch jetzt prüft das Bundesamt für Strahlenschutz, ob er nicht doch unter der Erde bleiben kann.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...-a-859463.html
  1. #1

    Schwachsinn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als 120.000 Fässer mit schwach und mittelstark strahlenden Atommüll liegen im maroden Bergwerk Asse. Eigentlich soll der Atommüll gehoben werden. Doch jetzt prüft das Bundesamt für Strahlenschutz, ob er nicht doch unter der Erde bleiben kann.

    Asse: BfS prüft Verbleib der radioaktiven Abfälle im Atommülllager - SPIEGEL ONLINE
    Unsere Gesellschaft leidet unter einer Vielzahl von Wahnvorstellungen,
    Flaschenpfand, Müllsortierung per Hand, Solarstrom, Elektro-Auto, ein einziger Staat Europa mit zentraler Regierung und last but not least die Idee, dass es besser sei den radioaktiven Müll wieder aus der Asse zurückzuholen als ihn dort zu lassen und abzuwarten.

    Bei der Rückholung geschieht großer Schaden nicht zuletzt durch die Strahlenbelastung der Arbeiter. Ob sich die Asse, wenn man alles so läßt, zu einem Problem entwickeln wird, steht in den Sternen und selbst wenn alles schief geht, hat man sehr viele Möglichkeiten zu reagieren und den Schaden klein zu halten.
    Richtig ist natürlich, dass die vielen Hundert-Millionen oder Milliarden Steuermittel für die Rückholung dann nicht fließen werden. Und viele, die dabei verdienen wollten, leer ausgehen.
  2. #2

    Wegen diesem Schlamassel bin ich mittlerweile der Meinung, dass Atommüll zumindest für ein paar Jahrhunderte noch rückholbar gelagert werden sollte. Große Bunkerhallen, ein paar Meter mit Erde bedeckt wären wohl die beste Lösung.
  3. #3

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    Unsere Gesellschaft leidet unter einer Vielzahl von Wahnvorstellungen,
    Flaschenpfand, Müllsortierung per Hand, Solarstrom, Elektro-Auto, ein einziger Staat Europa mit zentraler Regierung und last but not least die Idee, dass es besser sei den radioaktiven Müll wieder aus der Asse zurückzuholen als ihn dort zu lassen und abzuwarten.

    Bei der Rückholung geschieht großer Schaden nicht zuletzt durch die Strahlenbelastung der Arbeiter. Ob sich die Asse, wenn man alles so läßt, zu einem Problem entwickeln wird, steht in den Sternen und selbst wenn alles schief geht, hat man sehr viele Möglichkeiten zu reagieren und den Schaden klein zu halten.
    Richtig ist natürlich, dass die vielen Hundert-Millionen oder Milliarden Steuermittel für die Rückholung dann nicht fließen werden. Und viele, die dabei verdienen wollten, leer ausgehen.
    Über Wahnvorstellungen ließe sich trefflich diskutieren, Sie dürfen für Ihre Beispiele sicher nicht nur Zustimmung ernten ;)
    Zum Thema Asse: Verbleibt der Müll unter Tage, entzieht man ihn jeglicher Kontrolle und der Möglichkeit, noch einmal darauf zugreifen zu können, um eine Katastrophe zu verhindern.
    Einmal verfüllt und verschlossen, wird man nie mehr wissen, wie sich das Lager entwickelt. Es gibt keine Möglichkeit, den Müll und die Umgebung zu kontrollieren. Man wird nicht feststellen können, ob Wasser eindringt und welchen Weg dieses Wasser nimmt.
    Für den Fall, daß irgendwo, irgendwann einmal kontaminiertes Wasser oder gar festes Material an die Oberfläche gelangt, wird es nur mit unglaublichem Aufwand möglich sein, an den Müll zu gelangen, um ihn eventuell doch noch zu bergen und umzulagern.
    Ein weiterer Nachteil, den ich sehe, ist eher psychologischer Natur. "Aus den Augen, aus dem Sinn", so wird heute schon oft gehandelt und auch gefordert. Macht man die Asse jetzt zum Präzedenzfall und verschließt den Müll vor der Welt, ist der Schritt zum nächsten Lager dieser Art nicht weit. Die Option, irgendwo ein Loch zu graben und Müll darin zu verschliessen, wird in greifbare Nähe rücken.

    Die Asse in ihrem maroden Zustand ist der denkbar schlechteste Ort, um Müll sich selbst und dem Vergessen zu überlassen!
  4. #4

    Aha!

    "...Sie rechne aber nicht mit einem solchen Ergebnis, fügte Nöthel hinzu."

    Das nennt man dann wohl ergebnisoffene und neutrale Untersuchung.
  5. #5

    sonst würde er nicht solch hanebüchenen Unsinn von sich geben. Würde er in der Gegend um die Asse leben und müsste befürchten, dass spätestens seine Kinder durch Radioaktivität im Grundwasser geschädigt werden können, würde er anders schreiben.
    Die Geschichte ist einfach zu erklären: Eisen ohne wasser = hält lange, Eisen mit Wasser = langssames Rosten, Eisen mit Wasser uns Salz = schnelles (Durch-) Rosten. Solange die Fässer noch trocken liegen, ist es teuer, aber noch relativ einfach, sie aus der Asse zu holen, sobald Wasser in die Kammern mit den Fässern eindringt, wird es noch teurer, schwierig und muss schnell gehen, damit die Fässer nicht durchrosten. Wartet man zu lange, wird es unbezahlbar, z.T. technisch unmöglich und es besteht die Gefahr, dass radioaktives Material ins Grundwasser gelangt. Warum Bundes- und Landesregierungen das den Bürgern nicht sa eifach sagen können (oder wollen?) ist mir unbegreiflich.
    Wie schwer die Schäden im ungünstigsten Fall, nämlich dem, dass die Fässer liegen bleiben und massenhaft durchrosten, lässt sich nicht beziffern, dass es große Schäden sein werden, sogar zu Katastrophe kommen kann, sollte auch im Bundesamt für Strahlenschutz heute schon klar sein. Oder greift die Arbeit dieser Behörde erst, wenn der Schaden da ist?
  6. #6

    Erkenntnisse

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als 120.000 Fässer mit schwach und mittelstark strahlenden Atommüll liegen im maroden Bergwerk Asse. Eigentlich soll der Atommüll gehoben werden. Doch jetzt prüft das Bundesamt für Strahlenschutz, ob er nicht doch unter der Erde bleiben kann.

    Asse: BfS prüft Verbleib der radioaktiven Abfälle im Atommülllager - SPIEGEL ONLINE
    Jetzt würde man gerne noch wissen, wieviele von den Fässern überhaupt noch intakt sind, seit mehreren Jahren wird das ja angeblich erkundet. Gerne würde man auch erfahren, ob es nicht Erkenntnisse über hochradioaktiven Müll gibt, der dort eventuell auch eingelagert wurde, denn allein mit schwach und mittelradioaktivem Müll, lässt sich doch eine besondere Gefährdung der Arbeiter nicht erklären. Das ganze riecht immer mehr nach taktischem Zeitspiel.
  7. #7

    Ööööhm......

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    Unsere Gesellschaft leidet unter einer Vielzahl von Wahnvorstellungen,[...]dass es besser sei den radioaktiven Müll wieder aus der Asse zurückzuholen als ihn dort zu lassen und abzuwarten.[...]Ob sich die Asse, wenn man alles so läßt, zu einem Problem entwickeln wird, steht in den Sternen und selbst wenn alles schief geht, hat man sehr viele Möglichkeiten zu reagieren und den Schaden klein zu halten.[...]
    es ist wie bei der Polizei :
    Anstatt im Vorfeld etwas gegen Ungemach zu bewirken, muss das Kind immer erst im Brunnen ersoffen sein, bevor man zu etwas schreitet.
    Also warten wir ab, ob dieser Brunnen denn nun mal volläuft, danach können wir ja auch schreiten....
    Was Sie DANN glauben an Möglichkeiten zu haben, NACHDEM das Bergwerk abgesoffen ist - das steht in den Sternen.

    Das bereits jetzt jeden Tag etliche tausend Liter da hineinlaufen, steht : auf dem Papier.
    Aber lassen Sie alles, wie es ist und trinken Sie im Falle eines Falles dann nur noch Regenwasser aus Ihrer Tonne.
  8. #8

    Zitat von sapperlot Beitrag anzeigen
    Die Geschichte ist einfach zu erklären: Eisen ohne wasser = hält lange, Eisen mit Wasser = langssames Rosten, Eisen mit Wasser uns Salz = schnelles (Durch-) Rosten.
    Die Fässer sind nicht als Barriere gedacht sondern nur als Transportbehälter.
    Die hätten den Müll auch einfach unverpackt da unten lagern können, macht den Braten auch nicht fetter im Salz ist ja schon natürlicherweise genausoviel "Atommüll" drin wie jetzt dazugeladen wurde. In anderen Ländern wird sowas auf auf eine normale Deponie gekippt.

    Aber bei uns ist ja alles was Atommüll ist ja gleich so gefährlich wie ein abgebrannter MOX-Brennstab......
  9. #9

    genau

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    Unsere Gesellschaft leidet unter einer Vielzahl von Wahnvorstellungen,
    Flaschenpfand, Müllsortierung per Hand, Solarstrom, Elektro-Auto, ein einziger Staat Europa mit zentraler Regierung und last but not least die Idee, dass es besser sei den radioaktiven Müll wieder aus der Asse zurückzuholen als ihn dort zu lassen und abzuwarten.

    Bei der Rückholung geschieht großer Schaden nicht zuletzt durch die Strahlenbelastung der Arbeiter. Ob sich die Asse, wenn man alles so läßt, zu einem Problem entwickeln wird, steht in den Sternen und selbst wenn alles schief geht, hat man sehr viele Möglichkeiten zu reagieren und den Schaden klein zu halten.
    Richtig ist natürlich, dass die vielen Hundert-Millionen oder Milliarden Steuermittel für die Rückholung dann nicht fließen werden. Und viele, die dabei verdienen wollten, leer ausgehen.
    Die Herren des Helmholtzzentrums München denken sicher genau so wie Sie. Damit haben sie sich ja schließlich ihre grandiosen Pensionen verdient - und München ist weit weg.








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