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Marode Bauwerke: Schlechte Noten für deutsche Brücken
DPAHohe Verkehrsbelastung und Witterungseinflüsse lassen Brücken vorzeitig altern: Tausende Bauwerke an deutschen Fernstraßen sind marode. Das hat auch die Bundesregierung erkannt, doch mehr Geld als geplant gibt es für den Brückenerhalt nicht.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...830578,00.html
- #1 30.04.2012 15:11 von
Hohe Verkehrsbelastung und Witterungseinflüsse lassen Brücken vorzeitig altern.
Wieder einmal wird hier der Steuerzahler für die in der Industrie eingesparten Kosten und damit der erhöhten Gewinne, zur Kasse gebeten.
Durch "just in time" ist sind die Lager in den letzten Jahren auf die Straße verlegt worden.
Die hierfür eingeführte LKW-Maut deckt jedoch nur einen Teilbetrag dessen der durch den Schwerverkehr verursachten Schäden.
Die Belastung eines LKW geht im Vergleich zu einem PKW in der fünften Potenz bei dem maßgebenden Kräften bei Straßenbauwerken ein.
Sollten erst das zul. Gesamtgewicht auf bis zu 60 to heraufgesetzt werden, kann sich jeder Bürger selbst ausrechnen wie die Unterhaltungskosten und Gelder für Instandsetzung sich in Zukunft entwickeln werden.
Nur gut, das diese, wie mit Sicherheit auch zukünftige Bundesregierungen vorausschauend planen und handeln.
Macht ja nix,ist ja auch Wachstum.
Nur die Frage aus welcher Tasche das Ganze generiert wird. - #2 30.04.2012 15:20 von
...
Was sollen Länder und Gemeinden auch machen?
Derzeit wird das Geld dringend in den Rettungsschirmen
und dem ESM gebraucht.
Mit ein wenig Geduld aber könnte es ja in ein paar Jahren
mit der EU wieder besser laufen, und D. könnte dann noch
ein wenig für seine Ausbesserungsarbeiten abzwacken. - #3 30.04.2012 15:33 von
- #4 30.04.2012 15:37 von
Wieso wird eine alte Bahnbrücke abgebildet? Da vermutlich der Zustand der Bahnbrücken viel schlimmer als der der Autobahnbrücken ist. Bei der Bahn wird nur saniert, wenn es unausweichlich ist. Langsamfahrstellen sind die Regel. Auf einer Autobahn würde niemand dauerhaft Tempo 30 für eine Brücke einführen.
Im übrigen sind die LKW nicht ohne zutun der Politik immer schwerer geworden. Bei jeder Anhebung der Gewichtsgrenze war klar, welche Auswirkungen dies auf die Unterhaltskosten hat. Trotzdem propagiert die Bundesregierung weiter die Einführung der gefährlichen Monster-LKW ("Gigaliner"). - #5 30.04.2012 15:41 von
Bei der Konzeption und dem Bau dieser Brücken wurde noch kein Streusalz eingesetzt. Weil sie angeblich die Straßen zerstören wurden Anfang der 70er Jahre die Spikesreifen verboten und die sogenannte Schwarzräumung (Räumen und mit Tausalz streuen) eingeführt. Die Fahrbahndecken wurden etwas geschont, der Rest vom Salz zerfressen, die Konten der Salzindustrie gefüllt.
- #6 30.04.2012 15:48 von
...
Die Frage ist wohl nur rhetorisch gemeint :-)
Aber irgendwie ja auch logisch, dass der Verursacher dafür aufkommt. Ob nun Salatgurken, Kühlschränke, Maschinenteile, Stahlträger oder Kies über die Brücken transportiert wird, letztendlich landet das oder das "was hinten rauskommt" immer beim Verbraucher, das kann man drehen oder wenden wie man will. - #7 30.04.2012 15:49 von
Super Artikel. 302 Brücken an denen eventuell das Geländer kaputt ist.
- #8 30.04.2012 16:11 von
Vielleicht sollten Sie eine Gemeinschaft mal eher als das ansehen, was sie ist, statt einfach gegen die Industrie zu stänkern.
Für 2012 sind knapp 5 Mrd für das Fernstrassennetz eingeplant.
Knapp 3,5 Mrd davon kommen aus der LKW-Maut, wobei weitere Mauterträge in andere Töpfe wandern.
Von der Just-in-time versorgung Profitiert jeder!
Über den Preis und auch durch die schnelle Verfügbarkeit.
Und selbstverständlich legt der Unternehmer auch die Maut auf den Endpreis um.
Oder die (bedeutend teueren) Lagerkosten.
Was ist Ihnen lieber? - #9 30.04.2012 16:36 von
Leider sind die Instandhaltungskonzepte der öffentlichen Hand immer noch auf einem Stand wie vor 100 Jahren. Erst wenn etwas richtig kaputt ist, wird es bemerkt. Dann kostet die Reparatur aber so viel, dass das Geld nicht reicht und es wird nur das Allernotwendigste gemacht. Der Rest verfällt dann über Jahre weiter still und leise vor sich hin und kommt bei der Instandsetzung erst dann an die Reihe, wenn auch hier nichts mehr geht. Diese Abwärtsspirale der öffentlichen Infrastruktur ist überall zu beobachten. Ein Ausstieg ist nur möglich, wenn endlich "smarte" Instandhaltung betrieben würde. Diese benötigt einen Trigger, der Schäden mit geringem Aufwand so früh erkennen läßt, dass eine Reparatur noch mit wenig Aufwand zu bewältigen ist. Solche Trigger gibt es heute in Form moderner Bauwerksinformationssysteme, die z.B. automatisch erkennen, wenn eine Bauwerksabdichtung beginnt undicht zu werden. Leider macht diese Technik die Bauwerke am Anfang ein wenig teurer, deshalb wird immer noch darauf verzichtet, sie einzusetzen. Langfristig spart ein solches intelligentes Instandhaltungsmanagement jedoch immense Summen ein. Andere Branchen machen das seit langem erfolgreich vor und schaffen so mehr Nachhaltigkeit bei geringeren Kosten. Die öffentliche Hand hat offenbar immer noch nicht den Leidensdruck, sich neuen und besseren Konzepten zu öffnen.
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