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Marktforschung per Gesichtsanalyse: Schau mich an - und ich weiß, wer du bist

Ein Blick ins Schaufenster - und die Videokamera*erfasst den potentiellen Kunden, eine Software ermittelt Alter und Geschlecht. In den USA ist diese Form der Marktforschung Realität. Doch bleibt es dabei? Mit einigem Aufwand könnte*man auch die Namen von Passanten herausbekommen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...797683,00.html
  1. #10

    Oje...

    Zitat von twister13 Beitrag anzeigen
    Also in Schweden arbeiten sie wohl hart daran dass Bargeld abzuschaffen. Dann ist jeder Bürger eine gläserne Datensammlung.
    Leider muss man dazu nicht nach Schweden gehen. Mit dem neuen (deutschen) Personalausweis kann man (theoretisch) auch online bezahlen - ich hoffe, das macht keiner, da es noch als höchst unsicher gilt. Alles was am Internet hängt, kann halt auch gehackt und missbraucht werden...
  2. #11

    Werbeimmunität

    Wir haben uns daran gewöhnt Popups im Internet zu ignorieren, mit Zusatzprogrammen werden sie unterdrückt.

    Ich hege die Hoffnung, dass der Mensch bald immun gegen Werbung wird und sein Konsumverhalten nach seinen Bedürfnissen ausrichtet.

    Ich persönlich kaufe kein Produkt weil es irgendwo angepriesen wurde, eher entscheide ich mich eher für eines wofür keine aggressive Werbung gemacht wurde.
    Ich hoffe die Menschheit stumpft auch hier ab und dann werden sich solch teure Installationen nicht rechnen, aber etwas bange wird mir schon wenn man die Missbrauchsmöglichkeiten sieht.
  3. #12

    mir auch

    Zitat von braintainment Beitrag anzeigen
    Ja, geht mir genauso. Aber solange Leute freiwillig Paybackkarten und sonstige Schnüffelkarten benutzen, hat die "Konsumforschung" leichtes Spiel. Ich persönlich gehe in Großstädte nur noch mit Basecap und Sonnenbrille, zahle Bar, nehme an keiner Umfrage teil, gebe an der Kasse nicht meine Postleitzahl an, habe keinen Fratzenbuchaccount!, etc. ... hört sich nach Paranoia an, gibt mir aber doch das gute Gefühl nicht von Kameras - von wem auch immer - erfasst zu werden.
    ...und mir auch: "Big brother" wird langsam Realität. Bevor wir alle zwangsverstöpselt werden, versuche ich zumindest, mich so lange es geht dagegen zu wehren. Ich gehe (fahre) freiwillig gar nicht mehr in Städte - nicht zuletzt auch wegen der permanenten Staus und der Parkplatznot, besitze keine Paybackkarte, Treuepunkte oder ähnlichen Blödsinn, benutze mein normalerweise immer ausgeschaltetes Handy nur in Notfällen oder auf Reisen und kenne "Fitzefatzebook" nur aus aus SPON-Artikeln.
    Das mit dem Barzahlen und dem Nicht-Beantworten von Fragen nach der Postleitzahl wird mein nächster Schritt sein.
  4. #13

    irgendwann werde ich nicht mehr ins Geschäft gelassen ...

    ... da wird dann schon vorne am Eingang einem gesagt, zahlen sie bitte erst einmal Ihre Schulden bei Schuldner XYZ und dann können Sie auch gerne reinkommen. Oder noch besser: Sie waren gerade beim Arzt und haben eine ansteckende Krankheit, wollen Sie uns alle hier im Geschäft anstecken, bleiben Sie lieber draußen! Ist zwar nur reine Fiktion aber demnächst auch technisch möglich :-)
  5. #14

    Der kritische Konsument

    Zitat von beinando123 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht wie es anderen geht, aber mir macht sowas Angst. ...Konsumforschung dient doch in erster Linie der Manipulation eines weiten Teils der Käufer.
    Ja, sie dient der Manipulation der (potentiellen) Opfer, äh, Käufer. Alle Maßnahmen der gesamten Konsumgüterindustrie dienen letztlich diesem Zweck. Dagegen gibt es aber ein wirksames Gegenmittel: den aufgeklärten, kritischen Kunden. Vor einem abgeschlossenen Kaufvertrag steht UNSERE individuelle Entscheidung. Die kann uns auch das ausgeklügeltste Analyse- und Beeinflussungssystem nicht abnehmen.
    Was also zur Gegenwehr not tut, sind gründliche Aufklärung (vom Grundschulalter an!) und kritische Aufmerksamkeit. Ich muss die Superantifaltencreme oder das neueste Smartphone nicht kaufen, auch wenn es mir in den süßesten Sirenentönen angepriesen wird, wenn ich es nicht wirklich will.
  6. #15

    Keine Chance

    Zitat von rst2010 Beitrag anzeigen
    vor großen geschäftsansammlungen mit einem bauchladen falsche haare und bärte verkaufen/vermieten;-)) mit verfremdungsgarantie.
    Nutzt nichts, es kommt auf Augenabstand, Gesichtsform, Nasenstellung und -länge an usw. Nichts, was man mit Mimikry beeinflussen könnte.
  7. #16

    Dr.

    Zitat von mac4ever Beitrag anzeigen
    Nutzt nichts, es kommt auf Augenabstand, Gesichtsform, Nasenstellung und -länge an usw. Nichts, was man mit Mimikry beeinflussen könnte.
    Es gibt keine Kamera, die noch arbeitet, wenn ein Kaugummi auf der Linse klebt oder die Sicht durch eine Lackschicht genommen ist... ;-)
  8. #17

    ...

    ich finde es bedenklich, dass soetwas überhaupt erlaubt wird. Spätestens mit dem Recht am eigenen Bild müsste man doch gegen die Speicherung/Auswertung vorgehen können?

    Irgendwann haben wir eine lückenlose Bildüberwachung von der Haustür bis zu jedem beliebigen Punkt. Mit Bundestrojaner auch im Haus. Was ist wenn diese Systems missbraucht werden? vom Staat oder von einzelnen Organisationen??? Das darf man als aufgeklärter Bürger doch nicht zulassen!

    Das mag zwar wieder nur ein kleiner Schritt sein, aber irgend wann ist die Wanderung zu Ende und "BIG Brother" ist Realität.
  9. #18

    2015 ......

    .... Vermummungsverbot auch im Alltag. Wollmütze, Sonnenbrille, Halstuch vor dem Mund ade.
    Die unbeliebteste Berufsgruppe wird sich vom Banker zum Informatiker wenden.
  10. #19

    Dr.

    Zitat von nick115 Beitrag anzeigen
    ich finde es bedenklich, dass soetwas überhaupt erlaubt wird. Spätestens mit dem Recht am eigenen Bild müsste man doch gegen die Speicherung/Auswertung vorgehen können?

    Mal checken: http://de.wikipedia.org/wiki/Recht_am_eigenen_Bild
    Dürfte nicht so ganz passen, da ja strengenommen kein Bild, sondern nur bestimmte Merkmale des Gesichtsbereiches ausgewertet werden. Abgesehen davon: Kosten-Nutzen Abwägung betr. Nutzen für Marketing / Kosten für Klagen dürfte klar in Richtung nutzen für Marketing tendieren...
    Zitat von nick115 Beitrag anzeigen
    Irgendwann haben wir eine lückenlose Bildüberwachung von der Haustür bis zu jedem beliebigen Punkt. Mit Bundestrojaner auch im Haus. Was ist wenn diese Systems missbraucht werden? vom Staat oder von einzelnen Organisationen??? Das darf man als aufgeklärter Bürger doch nicht zulassen!

    Das mag zwar wieder nur ein kleiner Schritt sein, aber irgend wann ist die Wanderung zu Ende und "BIG Brother" ist Realität.
    Ähh, wieso zulassen? Sind Sie mal durch deutsche Großstädte gegangen und haben nach oben gesehen? Schlimmer ist es noch in GB... Kameras an jeder Ecke. Wir sind mitten drin!








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