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Marathon: Die Droge der Jäger und Dauerläufer

DPALaufen kann Menschen in einen Rauschzustand versetzen. Warum eigentlich? Forscher glauben, die Glücksgefühle haben evolutionäre Gründe: Sie können Menschen Urzeiten zur Bewegung motivieren. Was früher bei der Jagd half, treibt heute zum Marathon.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...830119,00.html
  1. #20

    Zitat von blowup Beitrag anzeigen
    Merkwürdige Schlussfolgerung. Also wenn der frühe Jäger auf Langstreckenlauf angewiesen war, um seinen Feinden zu entkommen, dann hatte er aufgrund der geringen Geschwindigkeit wohl kaum eine Chance!
    Blödsinn, denken Sie doch mal nach!
    Ein hoch trainierte Sprinter wie Usain Bolt läuft 100 m in 9,5 Sekunden, dass sind ca. 45 km/h, auf einer Tartanbahn mit Spikes. Ein durchschnittlicher Läufer schafft vielleicht 35 km/h. Und das auch nur auf extremst kurzen Distanzen. Auf 200 m läuft sogar Usain Bolt nur noch mit einer Geschwindigkeit von 38 km/h. Bei 800 m liegt die Geschwindigkeit bei 28 km/h.

    Der frühe Homo sapiens, wesentlich kleiner als heutige Exemplare, lief also noch ein gutes Stück langsamer, war barfuß und musste sich noch durchs Unterholz schlagen.

    Jedes Raubtier, das einem Menschen gefährlich werden könnte, schafft (entweder) eine höhere Geschwindigkeit oder/und ist in der Lage eine hohe Geschwindigkeit weitaus länger zu halten. Auf die meisten Raubtiere trifft beides zu...

    Zitat von laosichuan Beitrag anzeigen
    Ich wüßte keine Jagd, die mit gleichmäßigem Tempo über Stunden geht.
    Errr. Jede?
    Heutzutage ist das gleichmäßige Tempo allerdings bei 0 km/h angekommen. Vor der Erfindung weitreichender und präziser Distanzwaffen (Speerschleuder) war jede Jagd eine Treibjagd.
  2. #21

    Und was mir ganz wichtig erscheint, ist die Tatsache, daß man mit dem Laufsport in jedem Lebensalter - gesundheitliche Befähigung vorausgesetzt - beginnen kann.

    Voriges Jahr lief ein 100-jähriger Inder den Boston-Marathon zu Ende. Und die Ultralauflegende Dr. Adolf Weidemann finishte noch als 92-Jähriger den 100 km-Lauf in Biel. Er begann erst mit 66 Jahren, nachdem er Rentner wurde, mit dem Jogging und war dadurch fit bis zu seinem Tod geblieben. Er starb praktisch als "junger" Mann.

    Mehr Interessantes von den segensreichen Auswirkungen des Laufsports beim Googeln "Running Emotions"!
  3. #22

    Zitat von Centurio X Beitrag anzeigen
    ...
    Warum wohl ist die Zahl der Langstreckenläufer, die einem auf Straßen, Stadtparks im Wald in allen Altersklassen ständig begegnen in den letzten Jahren wohl so gewaltig angestiegen? Es ist bestimmt keine Modeerscheinung, denn derjenige, der es richtig macht, kann es sich nicht mehr vorstellen, in eine Welt des bewegungsarmen nur Stuhlsitzens und Sofaliegends zurückzukehren.
    ....
    Ja, warum wohl?

    Weil sie zu viel Geld haben!
    Sie haben Angst, dass sie früh fett und krank in der Ecke liegen und von ihrem Vermögen nichts mehr haben.
  4. #23

    Narn, nach ihrer Theorie wären die Menschen schon längst ausgestorben. Nur weil sie nicht mit nackten Füßen schnell durch einen Wald laufen können, da sie es nicht gewohnt sind, so trifft das noch längst nicht auf alle Menschen zu.
    Wer schon einmal gesehen hat wie die San (Ureinwohner im südlichen Afrika) auf Antilopenjagd gehen, der kann gut verstehen warum es früher sinnvoll war auch längere Strecken zu bewältigen.


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