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Marathon: Die Droge der Jäger und Dauerläufer

DPALaufen kann Menschen in einen Rauschzustand versetzen. Warum eigentlich? Forscher glauben, die Glücksgefühle haben evolutionäre Gründe: Sie können Menschen Urzeiten zur Bewegung motivieren. Was früher bei der Jagd half, treibt heute zum Marathon.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...830119,00.html
  1. #10

    ich laufe einigermassen regelmäßig ca. 1-1,5h und bin schon einige Marathon (3h17 Bestzeit) gelaufen. Das oft beschworene Glücksgefühl habe ich nie erlebt - abgesehen von der Freude es geschafft zu haben, aber das habe ich auch, wenn ich z.B. am Rechner ein schwieriges technisches Problem gelöst habe.
  2. #11

    Das mit dem Endorphinrausch ist doch eine Erfindung. Ich selbst laufe seit 35 Jahren Marathon und so etwas nie erlebt. Genau so wenig wie all die anderen engagierten (Profi-) Läufer. Die können über so was (hinter vorgehaltener Hand) nur lachen.
  3. #12

    das weglaufen vor den wilden tieren konnte man sich sparen.
    das ausdaudernde jagen von herdentieren hingegen war wichtiger bestandteil der versorgung.

    http://www.originalhealth.net/gesundheit/die-ausdauerjagd-und-der-mensch-als-laeufer

    http://www.theperfectrunner.com/

    und genau aus diesem grund ist der mensch physiologisch in der lage, 40 km oder gar die ultradistanzen von 50 oder mehr kilometern am stück laufend zurückzulegen.
  4. #13

    Ob körpereigene Opiate ("Endorphine") oder körpereigene Cannabinoide ("Endocannabinoide") ist dann nur für humorlose Erbsenzähler wie mich von Interesse.
    Liebe Spiegel-Redakteure wer so schlampig mit den chemischen Details umgeht, braucht sich nicht zu wundern wenn die Idioten was von den Süchtigen daherreden die sich immer dieses Haschisch spritzen...
  5. #14

    man vs. Frettchen

    Nach allem, was ich gelernt habe, ist das besondere Merkmal des Menschen in der Evolution die Entwicklung des Gehirns. Wir sind lausige Läufer, haben aber Fähigkeit zu so tollen Ideen wie zB einen Speer auf das Vieh zu werfen und damit unsere körperlichen Nachteile auszugleichen.
    Den Menschen als reinen Langstreckenläufer oder auch Sprinter, gäbe es heute nicht mehr.

    ( Zwei Menschen in der Steppe, ein Tiger kommt am Horizont. Der eine fängt an zu rennen, der andere setzt sich hin, packt seine Schuhe aus und zieht diese langsam an. Der eine ruft zurück: Bist du wahnsinnig, glaubst du wirklich, du bist mit Schuhen schneller als der Tiger? Nein, sagt der andere, aber schneller als Du! )

    Wir lebten in Gruppen, was ein Sozialverhalten entwickeln ließ, das auch dazu führte, dass minderbemittelte Mitglieder eine Überlebenschance haben. Wie zum Beispiel Forscher, die allen Ernstes Frettchen gegen Sportler antreten lassen um daraus Theorien abzuleiten, die sie zuvor schon aufgestellt hatten.

    Ich habe auch gelernt, dass Endorphine ausgeschüttet werden um extreme Schmerzsituationen zu überbrücken. Ein Mensch, der freiwillig 40 km läuft macht schlicht etwas, das ihn überfordert, wir sind eben keine Windhunde.

    Weil sich unser Gehirn zu schnell entwickelte und das Leben nicht mehr mit unseren Instinkten korrespondiert (was imho auch zum schnellen Aussterben dieser Spezies führen wird), haben wir alle Störungen wie Schizophrenie, Süchte oder auch Extremsport.

    Das Frettchen ist frei von diesen Problemen, deshalb wird es auch den Teufel tun und 40 km rennen, es entspricht nicht seiner Natur und daran hält es sich.
  6. #15

    Zitat von xxxmatbxxx Beitrag anzeigen
    Kann mich den skeptischen Stimmen bezüglich der Logik nur anschließen.

    Jäger und Sammler sind sicherlich nicht kilometerweit am Stück durch die Tundra gerannt. Charakteristisch für den Steinzeit "Lifestile" waren wohl eher kurze Sprints, z.B. wenn man mal vor wilden Tieren weglaufen musste oder etwas einfangen wollte. Wollte man lange Strecken überwinden hat man sich eher langsam bewegt.

    In der Tat stellt Langlaufen einen nicht zu unterschätzenden Stressfaktor für den Körper dar, was sich z.B. in stark steigenden Cortisol Leveln bemerkbar macht und somit dem Muskelaufbau eher entgegenwirkt. Einfach mal Marathonläufer mit Sprintern vergleichen, da wird einem gleich einiges klar.
    Der Mensch ist ein jämmerlicher Sprinter und ein halbwegs ordentlicher Ausdauerläufer im Vergleich zum Tierreich.

    Beim Jagen war er wohl ursprünglich eher ein geduldiger Rudeljäger. Bei der Jagd kam es wahrscheinlich eher auf Ausdauer als auf Schnellkraft an, übermäßige Muskeln waren also womöglich sogar kontraproduktiv.
  7. #16

    gibt es außer dem Vogel Strauss kein audauernderes Lauflebewesen. In der Urzeit vor der Erfindung von Pfeil und Bogen mussten unsere Vorfahren viele km dem Wild hinterherlaufen bis sie letztendlich die erschöpften Tiere mit Faustkeilen erlegen konnten.
    Bei genügendem Training kann homo sapiens problemlos über 200 km am Stück laufen, wenn er sich an seinen Laufrythmus hält.

    Natürlich erleben die schnellen Marazhonläufer in der Regel keine " runners high-Gefühle", da sie sich nur von der Uhr und nicht von ihrem inneren Wohlgefühl leiten lassen. Googeln sie einfach mal "Running Emotions"!
  8. #17

    Der Mensch als Ausdauerjäger

    Ich habe dazu mal einen interessanten Bericht im TV gesehen, dort wurde die Theorie aufgestellt, dass frühe Menschen in der Lage waren, Beutetiere zu Tode zu hetzen, weil sie

    - relativ ausdauernde Läufer waren und vor allem
    - am ganzen Körper schwitzen können.

    Dadurch sind Menschen in der Lage, Tiere große Strecken am Stück zu verfolgen ohne dass ihre Körpertemperatur zu stark steigt. Die meisten Tiere können das nicht, irgendwann mussten die Opfer eine Pause machen oder sind den Hitzetod gestorben.

    Keine Ahnung ob das tatsächlich stimmt, klingt aber erstmal nicht so abwegig :)
  9. #18

    Jogger-Jäger

    Zitat von ramazotto Beitrag anzeigen
    Ich habe dazu mal einen interessanten Bericht im TV gesehen, dort wurde die Theorie aufgestellt, dass frühe Menschen in der Lage waren, Beutetiere zu Tode zu hetzen, ...
    Ich schätze mal, dass unser Vorfahren hauptsächlich Frettchen zu Tode hetzten, bei solchen Leckerbissen wie Antilopen oder Säbelzahntigern wurde diese Jagdmethode auf Dauer sicher zu stressig.
  10. #19

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Laufen kann Menschen in einen Rauschzustand versetzen. Warum eigentlich? Forscher glauben, die Glücksgefühle haben evolutionäre Gründe: Sie können Menschen Urzeiten zur Bewegung motivieren. Was früher bei der Jagd half, treibt heute zum Marathon.

    Marathon: Die Droge der*Jäger und Dauerläufer - SPIEGEL ONLINE

    Laufen hat auch zu Vergrößerung des Gehirns bei den Vorfahren des Menschen geführt und war der Hauptgrund des Menschwerdung.

    Zur Evolution des Menschen | READERS EDITION


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