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Manöver im Persischen Golf: Iran übt Blockade wichtiger Ölroute

Es ist nur ein Manöver, doch eines mit gehörigem Drohpotential: Iran hat seine Seestreitkräfte in die Straße von Hormus entsandt, geprobt wird die völlige Sperrung der wichtigen Schifffahrtsroute. Im Ernstfall wäre ein Großteil der weltweiten Öltransporte in Gefahr.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...805725,00.html
  1. #140

    gute frage

    Zitat von Zarathustra Beitrag anzeigen
    Nehmen wir an, dass Iran wirklich dazu in der Lage wäre, die Straße von Hormos zu schließen. Dann kann auch der Iran kein Öl mehr exportieren. ....., was würde dann passieren, wenn Iran gar kein Öl exportieren kann.
    denn diese zeigt auf den irrationalen kern der iranischen politik: sie haben so viel druck von innen, dass sie das selbstmörderische pockerspiel eingehen einzig darauf begründet, die wirtschaftlichen folgen würden die alarmierten weltmächte von der zerstörung der atombombenanlagen abhalten, das regime im atomwaffenbesitz von aussen unangreifbar machen und die opposition endgültig entmutigen.
    auch wenn jede diplomatische lösung einer militärischen vor zu ziehen wäre, es sieht überhaupt nicht danach aus.
  2. #141

    ...

    Zitat von Zarathustra Beitrag anzeigen
    Nehmen wir an, dass Iran wirklich dazu in der Lage wäre, die Straße von Hormos zu schließen. Dann kann auch der Iran kein Öl mehr exportieren.
    Oder würden die anderen Länder das iranische Öl durchlassen, während das eigene Öl nicht passieren darf?
    Die Machthaber im Iran haben allein während Amtszeit von Ahamdi mehr Öleinahmen gehabt, als die gesamte Zeit davor. Trotz dieser immensen Öleinnahmen herrscht im Iran Armut, Elend, Arbeitslosigkeit im großen Stil. Ich frage mich, was würde dann passieren, wenn Iran gar kein Öl exportieren kann.
    Schon ohne eine Blockade der IRI sieht es nicht besonders gut aus. Der Ausstoß der iranischen Ölwirtschaft ist von 4.000.000 auf 3.500.000 Barrel gefallen - trotz aller Versuche, zu expandieren. Wohl nicht zuletzt deshalb setzt das Regime verstärkt auf Gas.

    Geht man davon aus, dass der Materialverschleiß sich fortsetzt, so dürfte die Ölwirtschaft der IRI weiter schrumpfen, bis sie auf ein Maß gefallen ist, welches mit eigenen Mitteln erhalten werden kann. Das heißt wir reden davon, dass in spätestens zwei bis drei Jahren stabil etwa 2.800.000 Barrel ereicht werden.

    Diesen Kollaps kann die IRI auch nicht durch "Fundraiser" wie die Kriegsspiele im Golf kompensieren.

    Hinzu kommt, dass die Finanzlage in der IRI kritisch ist - selbst wenn man mögliche weiter reichende Sanktionen des Westens nicht einkalkuliert. Die Versuche, sich gegen die Inflation zu stemmen, kann das System des Regimes nur noch schwer aufrecht erhalten. Im Grunde ist es nur noch eine Frage der Zeit, bevor der erste Dominostein seinen Nachbarn trifft.

    Diese Fakten ändern jedoch nichts daran, dass es ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr verantwortbar sein wird, auf eine Implosion des Regimes zu warten. Das Ziel dess Westens ist der Stopp des iranischen Atomwaffenprogrammes.

    Leider scheinen die Mullahs immer noch nicht zu begreifen, dass es wirklich nur darum geht und bei entsprechender Aktion ihrerseits die "Nebenwirkungen", welche ihr Regime gefährden, sehr rasch abgestellt werden könnten.
  3. #142

    Zitat von Trivalent Beitrag anzeigen
    Ein bischen naiv ist Ihr Forenbeitrag schon.
    Oder glauben Sie ernsthaft, dass der Ausfall der Straße von Hormus keinen, oder nur einen kleinen Preissprung an den Öl-Börsen hätte?
    Scheinbar sind Ihnen Zusammenhänge, die die Golfregion auf Wirtschaft und Politik hat, stark lückenhaft.
    Nur Vollidioten und Ignoranten rechnen sich unterm Strich einen Vorteil aus, mit militärischen Mitteln etwas zu erreichen.
    Was nützt Ihnen ein Ölpreis, den Sie nicht mehr bezahlen können?
    Wenn Sie davon ausgehen , daß Mineralöl-Gesellschaften jeden noch so kleinen und unzusammenhängenden Grund zur Verteuerung ihrer Produkte benutzen , könnten Sie tatsächlich recht haben. Aber diese Gründe finden sich auch ohne Krieg.
  4. #143

    Zitat von Trivalent Beitrag anzeigen
    Was glauben Sie, wie schnell Überwasser-Schiffe und Boote Irans ausgeschaltet sind?
    Das wäre doch für die Gegenseite ein einziges Schießbuden-Spektakel.
    Komischerweise hat das trotz aller Überheblichkeit der USA und ihrer Verbündeten schon im ersten Golfkrieg nicht funktioniert. Und wenn ich mir den allgemeinen Tenor der Beiträge hier verinnerliche , so hat man seitdem nichts dazugelernt.
    Wie üblich !
  5. #144

    Zitat von cour-age Beitrag anzeigen
    die iranische Marine als "echten" Gegner der "Versager"-Marine der USA zu bezeichnen, zeigt von völliger Unkenntnis des Faktischen.

    Ein Feuergefecht würde die iranische Marine keine 2 Stunden überstehen.
    So etwas ähnliches haben die USA auch damals von Vietnam behauptet.
    Mann , haben die Amis dann Prügel bezogen !
    Überheblichkeit kommt stets vor einer - dann angeblich unverschuldeten _ Niederlage.
  6. #145

    Zu jung?

    Zitat von berther Beitrag anzeigen
    Komischerweise hat das trotz aller Überheblichkeit der USA und ihrer Verbündeten schon im ersten Golfkrieg nicht funktioniert. Und wenn ich mir den allgemeinen Tenor der Beiträge hier verinnerliche , so hat man seitdem nichts dazugelernt.
    Wie üblich !
    Oder haben Sie kein gutes Gedächtnis?
    Das Problem ist doch nicht militärisch-technisch, sondern strategisch-mittel- und weitsichtig. Erst die Gemengelage von Politik, Wirtschaft und Kultur im weitesten Sinne, ergibt, bei genügend Kenntnislage eine Basis für durchdachtes Handeln.
    Militärische Kampfszenarien können operativ eingesetzt werden, wenn die Vorteile überwiegen, aber sie sind heute nur noch, wenn überhaupt, auf zweiter und dritter Ebene mitentscheidend.
    Deshalb sind die militärischen Operationen im Irak und Afgh. ja an sich für den Moment nicht das Problem, sondern die komplette Fehleinschätzung der Gesamtlage durch die damaligen "Bushmänner".
    Falsche Analyse mangels fachlicher Kenntnis, falsche Zielsetzung aus gleichem Grund, Unfähigkeit der eigenen Selbsteinschätzung; da muss man sich schon an allerei Oberflächlichem klammern, um seinen Ruf nicht allzu sehr zu ramponieren.
  7. #146

    Zitat von Trivalent Beitrag anzeigen
    Oder haben Sie kein gutes Gedächtnis?
    Zu jung ?
    Kaum , wenn man mehr als ein halbes Jahrhundert hinter sich hat.
    Kein gutes Gedächtnis ?
    Kaum , mit 6 Jahren Studium ( Geschichte und Politikwissenschaften ).
    Also kein Grund für Sie persönlich zu beleidigen , nur weil Sie Widerspruch ernten und mal jemand anderer Meinung ist wie Sie.
    Vielleicht bin ich nur nicht so einseitig enthusiastisch , wenn es um Handlungen der angeblichen Hüter von Freiheit , Demokratie und Menschenrechten geht, die wie die Geschichte lehrt , mit eben diesen Werten noch nie etwas am Hut hatten.
    Gerade lese ich , daß ein Bundesgericht der USA dem Iran eine Mitschuld an den Anschlägen ? vom 11.9.2001 zuspricht - nach zehn Jahren und so ungemein propagandistisch passend.
    Offenbar schämen sich die US-Amerikaner überhaupt nicht mehr , wenn sie ihre gierigen Hände nach dem Besitz anderer Menschen ausstrecken wollen.
    Falls sie wissen wollen , wie schwierig es ist , eine Meerenge militärisch zu forcieren , empfehle ich Ihnen einmal über die Schlacht an den Dardanellen 1914/15 nachzulesen.
    Im Übrigen wette ich , daß die USA es nicht wagen werden , den Iran zu attakieren , solange auch nur eine geringe Chance besteht , daß dieser Staat Nuklearwaffen besitzen könnte , weil sie sich vor dem dann zurecht erfolgenden Zweitschlag fürchten. Außerdem steht der Iran weltpolitisch nicht allein. Im Zusammenschluß von Rußland und China gegen die Seidenstraßenstrategie der USA hat der Iran Beobachterstatus mit Option auf Vollmitgliedschaft , ebenso wie Indien und Pakistan.Fünf potentielle Atomstaaten dürften ausreichen , um die USA an weiteren Raubzügen zu hindern. Oder glauben sie ernsthaft , die Hälfte der Menschheit schaut tatenlos zu , wie die USA sich skrupellos die Bodenschätze dieser Welt mit Gewalt nehmen ?
    Um nichts anderes geht es nämlich dabei.
  8. #147

    lösung leider nicht in sicht

    Zitat von zwangsreunose Beitrag anzeigen
    Leider richtig! Und was schlagen Sie als Lösung vor?
    es wäre eher eine abwägung, welche rechnung die teuerere sind dürfte. ein entfesselter iran, der die schliessung der strasse v hormuz androht und zb bei künftiger auseinandersetzung mit der hizbollah im libanon oder militärischen vorgehen gegen assad-regime auch tun könnte, arabisches bestreben nach eigenen atomwaffen zur eigenen abschreckungsstratege etc scheinen mir nicht kalkulierbar zu sein. die rechnung mit dem steigenden ölpreis bei einer vernichtung iranischer atomwaffenanlagen schon eher, zumal die emirate etc sicherlich die produktion zur preisstabilisierung erhöhen dürften. schmerzhaft allemal, nur das szenario eines atomstaates, der israel offen mit vernichtung droht und selbst befreundeten staaten wie türkei militärische schläge androht, ist vollkommen undenkbar. grossfeuer werden schon mal mit kontrollierbaren feuern eingedämmt...








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