Forum


 

Manipulierte Tierfilme: Naschen am Kadaver

Der Dokumentarfilmer Chris Palmer ist seit 25 Jahren im Geschäft, ihm gelangen spektakuläre Aufnahmen von Tigern, Bären, Delfinen. In einem neuen Buch bekennt der Amerikaner nun, dass viele der Szenen gestellt waren - und verrät, wie in der Branche getrickst wird.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...720575,00.html
  1. #30

    Nichts Neues

    Ist das nicht ein ziemlich alter Hut? Die meisten Dokus - nicht nur mit Tieren - sind teilweise gestellt, wie auch viele Sensationstreportagen im Fernsehen ("Mal mal ein Hakenkreuz an die Wand, Kleiner, kriegste zehn Euro").
  2. #31

    Es muss ja auch nicht immer Action sein …

    Ich empfehle dringend die fantastisch gemachten Filme von Arendt und Schweiger in der Reihe "Tiere vor der Kamera".
    Keine Action, keine Dramatik, keine (sic!) Musik, dagegen viel Einfühlungsvermögen und Geduld und angemessener Abstand zum Tier.
    Mit Abstand das Beste, was es zum Thema Tierfilme aus Deutschland gibt.
  3. #32

    lasst den rentnern ihr fernsehen!!!

    liebes spiegel-online-team - da sitzen millionen rentner vor dem fernseher und vertreiben sich den abend mit einer wunderschönen tier-doku (viel schöne natur, balzende tiere und ab und zu wird mal eins von denen unschön aufgefressen) - und was macht ihr ???
    erzählt ihnen, dass das alles garnicht wahr ist ! zitat: "natur ist größtenteils sehr langweilig"

    und was ist mit den nachfolgenden sendungen ? musikantenstadl, frühlingsfest der volksmusik, traumschiff, kommissar rex - etwa auch alles gefaked und eigentlich größtenteils sehr langweilig ?

    wenn das rauskommt, dann gute nacht...
  4. #33

    überall wird betrogen

    Tierfilme schön und gut, gefälscht wird auch bei Filmen über Menschen.
  5. #34

    Natur

    > Natur, so Palmer, sei größtenteils "sehr langweilig". Die > meisten Tiere zögen es vor, nicht gesehen zu werden

    Aber nicht, weil Tiere nun mal so sind, sondern weil wir die Tiere, die eben nicht menschenscheu sind, schon vor Jahrhunderten/Jahrtausenden abgeschlachtet haben.
  6. #35

    ...

    Schaue mir ab und zu mal Tier-/Natursendungen auf BBC HD an. Glaube nicht, dass da viel nachgeholfen wird. Oft kommt nach der Doku dann noch ein "Making of", und die sind eigentlich recht glaubhaft:

    - z.B. sind sie Tagelang im Versteck geblieben, um den Paarungstanz eines exotischen Vogels zu filmen. Als er dann kam, war leider ein kleiner Baumstamm im Weg, so dass vom Vogel nicht viel zu sehen war. Daher den Baumstamm etwas verschieben, und noch einmal mehrere Tage warten. (Das war glaube ich das endgültige Resultat: http://www.youtube.com/watch?v=cEh-zclVo44 )

    - Oder die folge über die Bonobos, die jede Nacht in einem anderen Baum schlafen. Die mussten erst gefunden werden und dann musste einer aufwändig in den Nebenbaum klettern, um nicht bemerkt zu werden. Leider waren dann Blätter im Weg und man hat nicht viel gesehen. Einige Tage später hat es dann geklappt.
  7. #36

    Ach ja der böse Mensch

    Zitat von dawn667 Beitrag anzeigen
    > Natur, so Palmer, sei größtenteils "sehr langweilig". Die > meisten Tiere zögen es vor, nicht gesehen zu werden

    Aber nicht, weil Tiere nun mal so sind, sondern weil wir die Tiere, die eben nicht menschenscheu sind, schon vor Jahrhunderten/Jahrtausenden abgeschlachtet haben.
    ...der immer nur die armen unschuldigen Tiere abschlachtet.
    Am Anfang unserer Entwicklung waren unsere Vorfahren Sammler und Aasfresser. Nur weil die Nachfahren unserer Beutetier-Vorfahren sich weiter entwickelten und dazu eben Tiere erlegten, können Sie heute die Fehler der Menschen reflektieren.
  8. #37

    Mein Beileid!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Dokumentarfilmer Chris Palmer ist seit 25 Jahren im Geschäft, ihm gelangen spektakuläre Aufnahmen von Tigern, Bären, Delfinen. In einem neuen Buch bekennt der Amerikaner nun, dass viele der Szenen gestellt waren - und verrät, wie in der Branche getrickst wird.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesel...720575,00.html
    Oh, die armen, armen Tierfilmer. Man sollte ein Rettungspaket schnüren, damit es ihnen nicht so schlecht geht und sie uns betrügen müssen.

    Niemand wird gezwungen in Tarnzelten oder auf Hochständen zu hocken und Ewigkeiten auf Tiere zu warten.

    Wenn ich mir eine Tierdokumentation anschaue, dann ist mir das als medienkompetenter Endbenutzer schon bewusst, das Fernsehen nicht gleich Realität ist. Hauptmotivation ist aber die Tiere zu sehen, ob das nun mit Süßigkeiten geschieht oder anderen Tricks. Gewusst wie. Chris Palmer sollte vielleicht wieder versuchen mit Tierdokumentationen sein Geld zu verdienen und nicht mit einem Buch, dass seinem ganzen Berufsstand in den Rücken fällt und alle über einen Kamm schert.

    Und wenn er wirklich etwas ethisch wertvolles machen will, kann er sich auch für den Artenschutz bedrohter Tiere oder das Verbot der Waljagd engagieren, menetwegen auch mit unethisch entstandenen Aufnahmen.
  9. #38

    @

    Zitat von wwwwebman Beitrag anzeigen
    liebes spiegel-online-team - da sitzen millionen rentner vor dem fernseher und vertreiben sich den abend mit einer wunderschönen tier-doku (viel schöne natur, balzende tiere und ab und zu wird mal eins von denen unschön aufgefressen) - und was macht ihr ???
    erzählt ihnen, dass das alles garnicht wahr ist ! zitat: "natur ist größtenteils sehr langweilig"

    und was ist mit den nachfolgenden sendungen ? musikantenstadl, frühlingsfest der volksmusik, traumschiff, kommissar rex - etwa auch alles gefaked und eigentlich größtenteils sehr langweilig ?

    wenn das rauskommt, dann gute nacht...
    Mir wurde mal erzählt, daß die da überhaupt nicht richtig singen. Konnte ich gar nicht glauben. Sieht doch alles so echt aus...
    Und da gab´s doch noch so einen Typen (http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Mross.),
    der tat Jahrelang so, als würde er Trompete spielen. Dabei konnte er das gar nicht richtig und niemand hat´s gemerkt.
    Und jetzt auch noch die Tierfilme... Unglaublich!
  10. #39

    ..

    Zitat von Holperik Beitrag anzeigen
    Das liegt auch daran, dass sich die "Tierfilmer" überwiegend nur noch selbst inszenieren. Die Tiere nur noch Vehikel für die eigene Show dienen.
    Als Beispiel sei nur der unsägliche Andreas Kieling (http://www.andreas-kieling.de/) erwähnt, der immer wieder gerne zeigt, wie toll dicht er sich an große Bären rantraut, dazu noch ein wenig Gutmenschengehabe, der Sohn wird auch noch eingebunden, schon steht die Show.
    Aber ansonsten, außer einigen schönen Bildern, geht der Informationsgehalt gegen Null.
    ich finde den kieling genial, bzw. seine sendungen.


TOP



TOP