Nicht nur Produkt-Hersteller machen das, sondern auch dienstleistende Staatsunternehmen, wenn es gilt den Weg frei zu machen:
Manipulierte Leserbriefe: Bahn räumt verdeckte PR-Aktionen ein - SPIEGEL ONLINE
dapdBis zu 30 Prozent der Produktbewertungen im Internet sind offenbar manipuliert. Einem Magazinbericht zufolge werden positive Nutzerkommentare in Online-Shops von Agenturen verfasst, die sich dafür bezahlen lassen - die Sicherungssysteme von Amazon und Co. sind machtlos.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...830655,00.html
Nicht nur Produkt-Hersteller machen das, sondern auch dienstleistende Staatsunternehmen, wenn es gilt den Weg frei zu machen:
Manipulierte Leserbriefe: Bahn räumt verdeckte PR-Aktionen ein - SPIEGEL ONLINE
Soso, die Unternehmen sind also machtlos. Es würde ja schon weiterhelfen, wenn die Produktbewertungen in zeitlicher Reihenfolge wiedergegeben würden und nicht nach irgendeinem Zufallsprinzip. Dann könnte nämlich jede/r schnell erkennen, dass viele "Produktbewertungen" einfach nur (leicht verändert) abgeschrieben wurden.
Der Artikel steht unter der Überschrift Wirtschaftskriminalität. Ist das nicht ein bisschen hochgegriffen? Schliesslich basiert unser ganzes System darauf, dass man bei jeder Gelegenheit belogen und manipuliert wird. Sind die allgegenwärtigen Facebook-Links auf Spiegel und auf den Seiten öffentlich-rechtlicher und staatlicher Organisationen nicht auch übelste Schleichwerbung, die unterbunden gehört? Manipulierte amazon-Kundenbewertungen empfinde ich da als vergleichsweise harmlos und ein zu duldendes Übel. Eine amazon-Kundenbewertung ist nicht die Stiftung Warentest, jeder, der ab und an bei amazon kauft, weiß, dass da ungeheru viel Schwachsinn verfasst wird.
Dass die Produkte jeweils gute Seiten haben kann ich in einer unmenge guter Rezensionen nachlesen - wieviele davon getürkt sind? Weiss ich nicht. Ich für meinen Teil finde bei Amazon (*Schleichwerbung*) gut, dass ich mir gezielt die schlechten Bewertungen zu einem Produkt ansehen kann. Sprechen die denselben Tenor an? Ist das ein häufiges Problem oder gar systemimmanent? Und last but not least wird wohl kaum eine Firma dafür Geld hinblättern schlechte oder mittelmäßige Kritiken produzieren zu lassen. Und selbst wenn - ich lese gerne mal, wo es bei einem Produkt hakt und Problemen gibt. Dann weiss ich, ob es für mich vertretbar ist - oder eher nicht.
Ach richtig. Das Vorgehen als solches verdient einen Kritikpunkt. Derjenige, der etwas (online) kauft sollte des Lesens mächtig sein - und nicht nur das! Auch Verstehen sollte man auch noch! Zu meiner Schulzeit war Leseverständnis Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Schulabschluss. Heute scheint das nicht mehr so selbstverständlich (angereichert durch einige Beispiele in meinem Bekanntenkreis).
Ich meine - wer glaubt heute schon abgegebenen Wahlversprechen? Blind guten Kritiken zu glauben halte ich für ebenso töricht.
Ich habe schon haufenweise auffällige Bewertungen gesehen und war entsprechend gewarnt. Wer sich nicht mal die Zeit nimmt auf solchen Beschiss zu achten, geschweigedem noch etwas genauer recherchiert bevor er oder sie kauft, der oder die hat halt Pech gehabt - die Welt ist eben gemein.
Schön wärs, wenns so einfach zu erkennen wäre. Ich lese zuerst mal die negativen Kritiken. Aber selbst da sind in den kritischen Anmerkungen dann versteckte Anpreisungen reingeschoben. Wenns geht bei Freunden fragen - hilft auch - manchmal. Die Welt als genze ist deshalb aber nicht gemein, sondern in diesem Fall bestimmte Konzerne, die es sich leisten können, andere für sich lügen zu lassen. Die kriminelle Energie dieser Unternehmen im Dienste ihrer Geldgeber ist unbegrenzt wie ihre Gier.
Ich habe schon viele Bewertungen gelesen aus denen klar hervorging, dass der Autor aber auch gar keine Ahnung vom Produkt und seinen technischen Möglichkeiten, bzw. Unmöglichkeiten hatte.
Prinzipiell recherchiere ich erst in Fachzeitschriften, geht oft auch online, wenn ich vom Produkt keine Ahnung habe. Danach erkenne ich dann auch wieder getürkte Bewertungen.
Es wäre sinnvoll, wenn Anbieter wie Amazon in den Rezensionen darüber Auskunft geben, ob jemand eine positive Bewertung abgibt und trotzdem das Produkt innerhalb von 2 Wochen zurückschickt. Damit könnte man die Betrügereien etwas einschränken. Warum Amazon überhaupt Rezensionen von Leuten erlaubt, die das Produkt nicht über Amazon gekauft haben, ist mir schleierhaft.
Als wenn das etwas wäre, was nur im Internet aufträte. Lesen Sie mal sogenannte „Fach”zeitschriften, beispielsweise zu Autos, Motorrädern, Elektrokram, Software …
Da sind die Testergebnisse genauso manipuliert.