DPADie britische Bankenaufsicht FSA zieht Konsequenzen aus dem Manipulationsskandal mit dem Libor-Zinssatz: Das bisherige System sei kaputt und müsse vollständig überarbeitet werden. Die Überwachung wird der Selbstkontrolle der Bankenbranche entzogen und an ein unabhängiges Gremium gegeben.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-858627.html
tja wenn man den bock zum gaertner macht
Die Finanzindustrie bzw. die Banken wie in diesem Fall müssen den Marktregeln unterordnet werden und keinfalls in irgendwelcher Form der eigene Gesetzgebung und exekutive Kontrolle, sogar eigene Gerichtsbarkeit behalten.
Was das heißt politisch?
Es heißt dass für die €-Gruppe klare dass man viel von deutschem System der Gewalttrennung lernen muss und in die strukturellen Fragen der Gestaltung der €-Gruppe einbeziehen muss. Die Währungsunion bedurfte nicht nur die politische Union, sondern viel mehr die Lösung der Systemfragen der Kontrollen und die Art der Übertragung der verfassungsrechtlichen Fragen an die zentralen Stellen der Union (real funktionierende Gewaltenteilung durch die demokratisch legitimierte bekannten Mechanismen). Die Finanzindustrie hat sich viel zu viel Macht bei rein politischen Fragen (Umverteilung durch die Kontrolle ohne demokratische Kontrolle und Analysen) ergattert und damit das Fundament der nationalen verfassungsmäßigen Ordnung abgeschwächt, ohne eine neue auf der €-Ebene ausbauen zu lassen.
Es ist kein Libor Skandal, sondern ein Skandal wie man der breiten Öffentlichkeit die Augen verschmieren will.
Selbstverständlich haben die Banken die ganze Zeit hinter der geschlossenen Türen eigene Verabredungen vereinbart und gehalten.
Diese Macht der Finanzindustrie ist viel zu groß geworden, gefährdet so gar die Bildung der wichtigsten Lösungen, unabhängig von allen separaten Interessen.