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Mangelnde Erste Hilfe: Guck mal, der stirbt
Deutscher VerkehrssicherheitsratStell dir vor, es passiert ein Verkehrscrash, und keiner hilft. Was sich unwirklich anhört, ist bittere Realität: In 60 Prozent aller Unfälle bleibt Erste Hilfe aus, stattdessen werden Handykameras gezückt. Dabei können selbst einfachste Handgriffe Leben retten.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/e...-a-884692.html
- #140 24.02.2013 07:35 von
Weltweit im mobilfunknetz. Oder?
"Die richtige Rufnummer ist die 112, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern europaweit. "
Rein theorethisch ist vom mobiltelefon aus die 112 weltweit die gueltige Notrufnummer.
Sollte nach wie vor auch von jedem tastaturgesperrten mobiltelefon, oder auch von einem mobiltelefon ohne/mit gesperrter Sim Karte gewaehlt werden koennen.
In Laendern, wo die 112 'keine Rolle' spielt, wird im mobilfunknetz auf die lokalen Rettungsdienste oder die Polizei umgeleitet. Automatisch! - #141 24.02.2013 08:01 von
Ich finde schon seit Jahren, dass man statt der unsäglichen Börsensendung vor der Tagesschau, die nur wenige Menschen angeht, lieber Erste-Hilfe-Tips senden sollte. Dann haben die Menschen die Rettungsmaßnahmen verinnerlicht. Meistens ist dieses ratlose Herumgestehe am Unfallort nur Hilflosigkeit.
- #142 24.02.2013 08:21 von
Strafen..
.. Ich bezweifle, dass höhere Strafen wirklich helfen, da viele dann eher nicht anhalten würden und auch nicht die Rettung rufen würden.
Dann lieber kostenlose Kurse ab der Schulzeit, telefonische Hilfe und absolute Straffreiheit für jeden der hilft.
Ich hatte einen Kurs vor 6 Jahren und habe damals noch gelernt, den Helm nicht anzunehmen. - #143 24.02.2013 08:56 von
Kranken- und Pflegekosten sind unerwünscht.
Politik und Großkapital reden es uns über ihre kontrollieren Medien tagtäglich ein: Kranke und Alte sind nur lästige Kostenfaktoren. Die Botschaft der Politik, der Unternehmer und der Reichen lautet: Lieber ein Unfalltoter mehr, als dass das Vermögen eines Reichen auch nur um einen Euro geschmälert, durch Beiträge in die Krankenkassen und Pflegepflichtversicherung.
Die aktuelle Politik der Krankenkassen ist auf Erzielung von Milliardenüberschüssen ausgelegt, damit man dieses Geld zweckentfremden und den Banken nachwerfen kann. Daher werden heute viele Leistungen ungerechtfertigt abgelehnt, sodass man sich diese vor Gericht erst erstreiten muss. - #144 24.02.2013 08:56 von
Gafferproblem kann einfach gelöst werden
Wer sich zum Zeitpunkt des Unfalls dort für mehr als 20 Minuten aufhält sollte belangt werden, wenn er nicht mit den Beteiligten in einem Zusammenhang steht oder als Helfer agiert. Die Daten können über die Handyverbindungen der Provider ausgewertet werden. => Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung = Die Gaffer haben erstmal ein Problem, sich da herauszureden und werden es sich in Zukunft eben zweimal überlegen, ob Sie andere beim Helfen behindern.
- #145 24.02.2013 09:33 von
Reanimationen als Erste Hilfe?
Man muss Reanimationen auch kritisch betrachten. Nicht jeder Mensch will reanimiert werden. Die Studien zu Reanimationen fallen gar nicht mal so gut aus. Ich z. B. möchte nur einmal sterben.
- #146 24.02.2013 09:35 von
1. Hilfe Lehrgänge
sollte man jährlich wiederholen! Da reichen 2 bis 4 Stunden. Das ist wesentlicher einprägsamer als 1 bis 3 Tage alle paar Jahre. Und vieler User haben es bemerkt: Immer wieder gibt es neue Erkenntnisse der Unfallärzte und Rettungssanitäter. Diese sitzen öfter mal zusammen und werten die die Maßnahmen der 1.Hilfe auf der Strasse aus. Daher wird vereinfacht, abgewandelt um dem Ersthelfer entgegenzukommen. Meine persönliche Erfahrung sagt außerdem, dass es ein riesiger Unterschied ist, einen Unfall zuzusehen oder erst danach einzutreffen. Im ersten Fall ist man völlig geschockt, mir fiel kaum die 112 ein! Im zweiten fall läufts wie gelernt ab: Übersicht über Verletzte verschaffen, Notarzt rufen weitere Hinzukommende mit der Sicherung der Unfallstelle beauftragen und erste Hilfe einleiten! Wichtig: für evtl. Fehler kann man nicht bestraft werden!!!
- #147 24.02.2013 10:00 von
Nun es würde vielleicht schon etwas helfen, wäre das Niveau unserer Medien nicht so bodenlos.
Zum Thema.
Mir kommt dieser Professor leider recht weltfremd vor, vor allem in seinen Forderungen. Ein Erste-Hilfe-Kurs kann ich auch jeden Monat wiederholen, trotzdem bin ich damit bestenfalls zu 5% auf einen realen Unfall vorbereitet. Ein Unfall das ist/kann sein Blut, Fäkalien, Schreie, Heulen, Panik, Krach und Feuer kurz, wie in einem Gefecht und wißt ihr was 99% der Soldaten in einem ersten Gefecht machen würden, gäbe es keine Führungspperson die sie dazu bringt sich zusammen zu reißen? Sie würden entweder Fersengeld geben oder sich zusammen kauen und wimmern bis es vorbei ist. Man schickt ja schließlich auch keine Rettungssanitäter die noch zuvor einen Unfall erlebt haben allein zu seinem ersten.
Dazu kommt noch, je mehr Menschen an einem Unfall sich befinden, desto weniger ist der einzelne von sich aus bereit etwas zu tun und um so mehr erwartet er Anweisungen von jemanden. Woher das kommt,keine Ahnung, ich vermute es liegt und unserer Gesellschaft und wie sie uns erzieht. Selbstständig denkende Menschen sind in D nicht gerade beliebt, es sei denn es dreht sich darum möglichst viel für die Leistung zu bekommen.
Das nächste Problem, was der Mann überhaupt nicht erwähnt ist Ekel. Es ist für die meisten Menschen widerlich, ein Verletzten oder Toten anzufassen, von Beatmen noch dazu durch die Nase ganz zu schweigen. Und unberechtigt ist es nicht ganz, es gibt genügend Krankheiten die man sich dabei holen kann. Auf solche Gefahren und wie man sie ausschaltet oder minimiert und welche überhaupt real sind wird in den Kursen kaum bis gar nicht eingegangen.
Das mit den Gaffern hab ich in dem Ausmass noch nicht erlebt, aber andere Familienmitglieder schon. Das Problem ließe sich aber beheben, wenn die Polizei, bei solch schweren Unfällen meist mit vor Ort, jeden Filmer oder Behinderer namentlich erfassen und ein dickes Busgeld kassieren würde.
Und noch ein kleiner Tip für diesen Professor: Auch bei seinen Kollegen gibt es Defizite. Mein Bruder hat mal die Sanitäter gerufen um einem Menschen zu helfen. Als die ankamen haben die meinen angeschnauzt und beschimpft wieso er sie geholt habe. Der Verletzte war nämlich nur ein, in ihren Augen, wertloser Obdachloser. Wenn schon die Sanitäter so eine Einstellung haben, warum sollten die Normalbürger besser sein? - #148 24.02.2013 10:02 von
Genau so isses. Ich finde es eher erschreckend, das der Spiegel hier (mal wieder) versagt und Wissen von Vorgestern in den Artikel schreibt.
Das Video von der British Heart Foundation wurde hier ja schon gepostet: Vinnie Jones' hard and fast Hands-only CPR (funny short film) (full-length version) - YouTube
Zitat:"You only kiss your Misses on the lips!"
Atmung checken - Hals überstrecken - Drücken.
Wenn das Opfer atmet ist stabile Seitenlage angesagt aber das ist schon fast die Kür.
Ich habe das Glück, dass mein Arbeitgeber jährlich Reanimationskurse finanziert. Da ich in den vergangenen 5 Jahren allein 4 mal Ersthelfer war (wenn man viel auf der Strasse unterwegs ist...) ist mir sehr klar wie praktisch das ist. - #149 24.02.2013 10:46 von
Stammtischparanoia ist das, einfach nur dümmliches Gequatsche! Ich bin seit 27 Jahren in der Medizin tätig, davon seit fast 18 Jahren als Arzt und seit 14 Jahren als Notarzt. Ich habe noch keinen einzigen Fall kennengelernt, in dem ein Ersthelfer vor Gericht gezerrt wurde! Gerade diejenigen, die erste Hilfe leisten werden vom Gesetz geschützt, weil an ihr Handeln so gut wie keine Ansprüche gestellt werden. Selbst Rettungsdienstmitarbeiter finden sich sehr selten vor Gerichten wieder. Bitte hören sie auf, hier auf amerikanischen Fernsehserien basierende Horrorszenarien als Realität zu verkaufen! Für so eine Panikmache sollte man IHNEN juristisch au die Pelle rücken.
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