Mangelnde Erste Hilfe: Guck mal, der stirbt

Deutscher VerkehrssicherheitsratStell dir vor, es passiert ein Verkehrscrash, und keiner hilft. Was sich unwirklich anhört, ist bittere Realität: In 60 Prozent aller Unfälle bleibt Erste Hilfe aus, stattdessen werden Handykameras gezückt. Dabei können selbst einfachste Handgriffe Leben retten.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/e...-a-884692.html
  1. #110

    Zitat von annik75 Beitrag anzeigen
    Ihr Argument lässt sich auch umdrehen, denn offensichtlich bin keineswegs die Einzige, die kostenpflichtige Kurse ablehnt, und das hat volkswirtschaftliche Folgen.
    Wow Sie finden offenbar Menschen welche die gleiche merwürdige Einstellung haben. Ganz groß wirklich.
    Auf die Hilfe eines netten Idioten der so einen Kurs selbst finanziert hat würden Sie sicher nicht verzichten oder? Das wäre eigentlich nur konsquent. Damit könnten Sie diesen geldgeilen Schweinen die die Kurse anbieten mal richtig zeigen wie es geht.
  2. #111

    Zitat von mase_1 Beitrag anzeigen
    Und ich würde mich selbst dazu zählen. Würde eine große Gruppe um einen Verwundeten stehen, würde ich auch nur 112 rufen, da ich mir sicher sein kann, dass es einen in der Gruppe gibt, der erste Hilfe einfach besser kann, als ich.

    Andererseits würde ich, wenn ich der einzige am Unfallort wäre, wenigstens das nötigste tun. Obwohl ich nicht mehr die stabile Seitenlage in Erinnerung habe. Ich würd das Opfer einfach auf die Seite legen und irgendwie den arm unter den Kopf legen, dass er halt "labil"-stabil liegt und auf die Atmung achten. :D


    Ansonsten bin ich auf jedenfall für Pflichtkurse für Schüler: Alle zwei Jahre währen der Schule 3 Tage lang Erste Hilfe üben.
    Und dann nochmal nach einer abgeschlossenen Ausbildung oder nach dem Studium zum Bachelor/Master. Dann vergisst man das auch nicht schon nach 3 Jahren (Wie nach der Fahrprüfung...)
    stabile seitenlage:

    sie knien mit dem gesicht zum körper des verunfallten.

    mit einer hand an der schulter, mit der anderen unter dem angewinkelten oberen knie. das untere bein bleibt gestreckt.

    sie überstrecken den kopf, legen den oberen arm unter den kopf und der untere arm bleibt gestreckt.

    sieht man recht schön auf dem bild des artikels.

    stabile seitenlage deshalb, weil eventuell erbrochenes nicht in die lunge fließt und zum erstickungstod führen kann.

    ist eigentlich recht leicht. nehmen sie ein wenig schwung, wenn sie den patienten auf die seite drehen.

    vorher aber atmung und puls fühlen.
  3. #112

    Zitat von WernerT Beitrag anzeigen
    Bringt ihn um, bei den Erste Hilfe Kursen stirbt die Puppe in über 80% der Fälle, wenn die Teilnehmer versuchen den Helm abzunehmen. Selbst die Instruktoren sagen oft, lassen Sie den Helm auf und warten auf den Notarzt.
    genauso ist es.
  4. #113

    Zitat von Greyjoy Beitrag anzeigen
    Also wenn man den neuesten Zahlen folgt, dann sterben ca. 10 Menschen pro Tag im Verkehr. Also wäre das ca. eine Person am Tag der man hätte helfen können.
    Ich find der eine Mensch ist es wert.
    Aber ich hab mir bei Fahrten zu Einsätzen schon lange abgewöhnt zu hoffen, dass da Ersthelfer sind und etwas unternehmen. Den anderen Kameraden gehts meist genau so.
    Man ist froh wenn man wenigstens nicht behindert wird von Gaffern oder z.B. Leuten die sich für so wichtig halten, dass sie auch zur Not durch Einsatzstellen fahren. Da wird dann auch mal ne Absperrung platt gefahren wenn es sein muss.
    gibt es in deutschland so wie in österreich auf der autobahn die pflicht zur rettungsgasse?
  5. #114

    optional

    Heutzutage würde ich schwer überlegen, mich einem Unfallfahrzeug nur zu nähern.

    Wie oft werden durch Unfälle mit Blechschäden Leitungen und Verbindungen beschädigt, wie oft treten dabei Flüssigkeiten aus?
    Wenn die neue Klimaanlagen-Chemikalie "1234yf" verbrennt, kann Flussäure entstehen. Das hat eine Untersuchung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) im Auftrag des Umweltbundesamtes bestätigt. Fluorwasserstoffsäure ist extrem tückisch. Die farblose Flüssigkeit, auch Flusssäure genannt, kann schwere Verätzungen verursachen, wird über Haut und Schleimhäute rasch aufgenommen, kann bis in den Knochen dringen und dort ohne ein äußeres Zeichen das Gewebe zersetzen. Schmerzen setzen erst Stunden später ein - für Hilfemaßnahmen zu spät.
    Weil die Fluorionen im Körper mit Calcium und Magnesium reagieren, bringen sie den Stoffwechsel des Körpers durcheinander: Leber und Niere können geschädigt werden, es kann zu Kammerflimmern kommen. Schon kleine Mengen können einen Menschen töten.
  6. #115

    Zitat von Privatier Beitrag anzeigen
    dürfte bspw. kaum dazu beitragen, Selbstbewustsein und -Verantwortungen bezüglich pflegerischer und medizinischer Belange zu fördern und zu stärken, sondern ist vielmehr geeignet, beim Bürger den Eindruck zu erwecken und zu verfestigen, "die Obrigkeit" könnte ja durchaus recht haben mit ihrer Einschätzung, bereits die Behandlung des eigenen Körpers sei "viel zu kompliziert für Laien".

    Wie viel komplizierter muß dies dann erst bei einem Fremden sein. Und - vermehrte und verschärfte Verbote und Beschränkungen immer im Hinterkopf - was liegt ferner, als die so erzeugte Unsicherheit, im Fall von eigenen Fehlern auch noch juristische Folgen fürchten zu müssen?

    So bekommt man genau das, was man sich erzieht: Gut kontrollierte Massen, die nicht stören.

    Über damit einhergehende Nebeneffekte sollte man nicht allzu überrascht sein. Darüber zu klagen, ist ein wenig weltfremd oder zynisch.

    MfG
    in österreich ist noch niemand wegen fehler bei der erstversorgung verurteilt worden.

    meiner schwägerin ist das unglück passiert, man hat sie unsachgemäß aus dem verunfallten auto herausgeholt und sie ist querschnittgelähmt. aber besser so als im auto verbrannt. sagt sie.
  7. #116

    Zitat von mulcahy@gmx.at Beitrag anzeigen
    genauso ist es.
    Bei bewusstlosen Motorradfahrern ist es eben nicht so - der Helm muss runter ohne wenn und aber.
    Beim bewusstseinsklaren lass ich ja mit mir reden aber auch da ist es definitiv nicht falsch
  8. #117

    Zitat von mulcahy@gmx.at Beitrag anzeigen
    gibt es in deutschland so wie in österreich auf der autobahn die pflicht zur rettungsgasse?
    .... theoretisch......
  9. #118

    Zitat von DoJo Beitrag anzeigen
    Leider nähern wir uns gerade beim Thema Erste Hilfe dem amerikanischen Rechtssystem an.
    Wo früher Ersthelfer noch kategorisch freigesprochen wurden bei Hilfe, die leider das gegenteil bewirkte, wird man heute gerne verknackt. Auch wenn es offensichtlich ist, dass die "Opfer"/Angehörigen nur etwas Schmerzensgeld abgreifen wollen
    Noch interessanter wird es bei zwischengeschlechtlicher Hilfe, da hat man auch schonmal eine Klage wegen sexueller Belästigung im Haus und leider keine Sicherheit, dass man aus der Sache ohne Verurteilung wieder rauskommt.

    Warum zum Teufel sollte ich bei solchen Vorbedingungen helfen?
    verbreiten sie hier keine schauermärchen.

    über so einen beitrag kann ich mich nur aufregen.

    sie würden also eine frau, so sie ein mann sind, hilflos im brennenden auto lassen, weil sie fürchten, man könnte sie wegen sexueller belästigung verklagen?

    was ich mir von ihnen denke, schreibe ich besser nicht.
  10. #119

    Zitat von mulcahy@gmx.at Beitrag anzeigen
    gibt es in deutschland so wie in österreich auf der autobahn die pflicht zur rettungsgasse?
    Ja die gibt es.
    StVO
    § 11 Besondere Verkehrslagen
    (2) Stockt der Verkehr auf Autobahnen und Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung, so müssen Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen in der Mitte der Richtungsfahrbahn, bei Fahrbahnen mit drei Fahrstreifen für eine Richtung zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen, eine freie Gasse bilden.