Managergehälter: Was die Chefs der Dax-Konzerne verdienen

dapdEuro-Krise? Börsencrash? Bankenbeben? Auf den Gehaltszetteln der meisten Vorstandschefs ist von den Turbulenzen des Jahres 2011 nichts zu sehen. Im Schnitt verdienten sie gut fünf Millionen Euro. SPIEGEL ONLINE zeigt, wer sein Einkommen am stärksten steigern konnte.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...837624,00.html
  1. #1

    Und Bundeskanzlerin Angela Merkel - die eine mindestens ebenso große Verantwortung trägt wie ein Konzernchef - musste sich mit knapp 290.000 Euro begnügen.
    Damit liegt Frau Merkels Gehalt auf dem Niveau eines Piloten und (Überstunden mit einkalkuliert) deutlich unter dem eines spanischen Fluglotsen, also Arbeitnehmer ohne Hochschulabschluß. Minister werden ebenfalls entsprechend niedrig bezahlt, was uns dann 'Leistungsträger' wie Westerwelle und Guttenberg bescherrt.

    Wenn Politiker ordentlich bezahlt würden, wären sie vielleicht weniger anfällig für Lobbys und wir hätten vielleicht fähigere Entscheider. Denn in der freien Wirtschaft gibt es offensichtlich genug, die meisten Dax-Unternehmen fahren solide Gewinne ein.
  2. #2

    Naja

    Zitat von think_tank Beitrag anzeigen
    Damit liegt Frau Merkels Gehalt auf dem Niveau eines Piloten und (Überstunden mit einkalkuliert) deutlich unter dem eines spanischen Fluglotsen, also Arbeitnehmer ohne Hochschulabschluß. Minister werden ebenfalls entsprechend niedrig bezahlt, was uns dann 'Leistungsträger' wie Westerwelle und Guttenberg bescherrt.
    Wenn Politiker ordentlich bezahlt würden, wären sie vielleicht weniger anfällig für Lobbys und wir hätten vielleicht fähigere Entscheider. Denn in der freien Wirtschaft gibt es offensichtlich genug, die meisten Dax-Unternehmen fahren solide Gewinne ein.
    Frau Merkel muss sich in Ihrem Leben sicher keine finanziellen Sorgen mehr machen. Politikergehälter auf die Mondgehälter der Wirtschaftsbosse anzuheben fehlt gerade noch.
    Ich kann auch beim besten Willen sicht verstehen warum 290.000€ im Jahr als zu gering eingestuft wird. Das sind 24.000€ im Monat (Nicht zu vergessen die abartigen Rentenansprüche).
    Ich verdiene 1/8 davon mit Abitur/Uni Abschluss und darf behaupten einen verantwortungsvollen und anspruchsvollen Job zu allerseitigen Zufriedenheit zu erledigen.
    Woher bitteschön kommen die Ansprüche auf diese völlig absurden Gehälter?
  3. #3

    Wirklich

    Ohne Haarspalterei betreiben zu wollen: unsere DAX-Wirtschaftselite hat sich ihre Phantasie-Gehälter natürlich nicht "verdient", sie haben sich die Kohle lediglich selbst bewilligt und ausbezahlt. Verdient hätten sie lediglich einen Bruchteil dieser Kohle. Und mancher von denen eher einen Arschtritt.
  4. #4

    Transfer

    Damit liegt Frau Merkels Gehalt auf dem Niveau eines Piloten und (Überstunden mit einkalkuliert) deutlich unter dem eines spanischen Fluglotsen, also Arbeitnehmer ohne Hochschulabschluß.

    na dann sind ja die 100 Milliarden nicht umsonst, aber wie war das, es ist ja eine Bankenrettung. Glückliche Fluglotsen in Spanien-Gratulation.
    Gruß
  5. #5

    Wieso?

    Zitat von oenkoenkoenk Beitrag anzeigen
    Frau Merkel muss sich in Ihrem Leben sicher keine finanziellen Sorgen mehr machen. Politikergehälter auf die Mondgehälter der Wirtschaftsbosse anzuheben fehlt gerade noch.
    Ich kann auch beim besten Willen sicht verstehen warum 290.000€ im Jahr als zu gering eingestuft wird. Das sind 24.000€ im Monat (Nicht zu vergessen die abartigen Rentenansprüche).
    Ich verdiene 1/8 davon mit Abitur/Uni Abschluss und darf behaupten einen verantwortungsvollen und anspruchsvollen Job zu allerseitigen Zufriedenheit zu erledigen.
    Woher bitteschön kommen die Ansprüche auf diese völlig absurden Gehälter?
    Sagen wir es doch mal so:

    Bundestag und Bundesrat auf die hälfte reduzieren. Die Gehälter von den Spitzenleuten anheben auf eine Millionen, dafür die ganzen Pensionsgedöns anpassen. Sprich. Solange man in der Politik ist soll man auch vernünftige Pensionen bekommen, aber wenn man raus geht zahlt man wieder ganz normal irgendwo ein.
  6. #6

    Ich hätte es jetzt nicht so ausgedrückt.. ;-)..

    Zitat von Knackeule Beitrag anzeigen
    Ohne Haarspalterei betreiben zu wollen: unsere DAX-Wirtschaftselite hat sich ihre Phantasie-Gehälter natürlich nicht "verdient", sie haben sich die Kohle lediglich selbst bewilligt und ausbezahlt. Verdient hätten sie lediglich einen Bruchteil dieser Kohle. Und mancher von denen eher einen Arschtritt.
    ..aber wenn ich in diesem Zusammenhang den Begriff "verdienen" höhre/lese.. wird mir der Kragen zu eng, und ich frage mich:
    Warum wundert es mich wundert, dass das Maß verloren geht..
    wenn dies sogar Menschen aus "normalen" Verhältnissen verteidigen..
    :-O ..also ist dies nicht auf die eigendlichen Nutznießer beschränkt..
    ok, es muss ja auch Zuschauer bei den "Geissens" etc. geben..
    schlimm!
  7. #7

    Alles viel zu wenig

    Ich finde, die DAX-Übermenschen sollten für Ihre großartigen hervorragenden Superleistungen mindestens hundert Milliionen Zillionen bekommen. Sonst müssen wir uns damit abfinden, dass ihre Jobs von gewöhnlichen Homo Sapiens übernommen werden. Der Kanzlerin gehört natürlich mein Mitleid. 24000 im Monat ist viel viel zu wenig, die arme Frau. Eigentlich sind die Eliten alle völlig unterbezahlt, die müssten endlich anständig bezahlt werden, sonst geht irgendwann noch ein Riss durch diese Gesellschaft.
  8. #8

    Wenn jemand mehrere Milliarden verantwortet

    oder tausende von EUR von Ihnen, dann wollen Sie doch auch den besten Mann oder die beste Frau, oder?

    Wieviele Menschen kennen Sie denn, die VW führen können?

    Da liegt eben der Preis...

    Natürlich meint jeder: Das kann ich auch. Da sollten Sie einfach mal eine Woche mitmarschieren, um zu sehen: Sie können es eben nicht, weil Sie keine Ahnung haben.

    Kugelschrauber zusammdrehen kann jeder - aber z.B. facebook programmieren können nur wenige.

    Die Gehälter sind m.E. okay.

    Allerdings sollten diese FIX sein und nicht vom Börsenkurs abhängen. Denn auch VW hat ja nicht doppelt soviel Geld, wenn die Aktien doppelt so hoch stehen.

    Sowas nennt man Objektivität.
  9. #9

    Wenn die Aktionäre das mitmachen

    Wenn die Aktionäre der Konzerne das zulassen, ist gegen diese Gehälter nichts einzuwenden.
    Das Problem sind eher die Eigentumsverhältnisse in diesem Land.
    Man sollte sich mal die Großaktionäre näher anschauen.