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Managergehälter: Was die Chefs der Dax-Konzerne verdienen

dapdEuro-Krise? Börsencrash? Bankenbeben? Auf den Gehaltszetteln der meisten Vorstandschefs ist von den Turbulenzen des Jahres 2011 nichts zu sehen. Im Schnitt verdienten sie gut fünf Millionen Euro. SPIEGEL ONLINE zeigt, wer sein Einkommen am stärksten steigern konnte.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...837624,00.html
  1. #10

    Zitat von der_pirat Beitrag anzeigen

    Allerdings sollten diese FIX sein und nicht vom Börsenkurs abhängen. Denn auch VW hat ja nicht doppelt soviel Geld, wenn die Aktien doppelt so hoch stehen.

    Sowas nennt man Objektivität.

    Die (teilweise) Koppelung der Gehälter an den Börsenkurs wird gerade mit der angeblichen Objektivität der Börse begründet: Im Börsenkurs spiegeln sich alle verfügbaren Informationen wider, der Börsenwert ist der echte Wert des Unternehmens ermittelt über zukünftige, diskontierte Gewinne. Ok, das ist Quatsch, aber das ist die Begründung.
  2. #11

    Zitat von oenkoenkoenk Beitrag anzeigen
    Ich kann auch beim besten Willen sicht verstehen warum 290.000€ im Jahr als zu gering eingestuft wird. Das sind 24.000€ im Monat
    Ich verdiene 1/8 davon mit Abitur/Uni Abschluss und darf behaupten einen verantwortungsvollen und anspruchsvollen Job zu allerseitigen Zufriedenheit zu erledigen.
    Ich finde 24.000 p.m. zwar auch angemessen (zumal ihr Abgeordnetensalär noch dazu kommt), aber wenn Sie mit Hochschulabschluß nur 1/8 davon, also 3.000 EUR im Monat bekommen, machen Sie m.E. etwas falsch.
  3. #12

    Das Problem ist doch lösbar

    Dazu müsste nur die Wertverteilung zwischen Vorstand und Restbelegschaft (z.B. per Gesetz) angeglichen werden. 1.) Von der Höhe mit einem festen Prozentsatz (z.B. max. 30 Prozent über dem niedrigsten Lohn im Unternehmen). 2.) Kopplung an die Steigerung der Arbeitnehmergehälter (z.B. an das Ergebnis von Tarifverträgen). 3.) Müssten natürlich auch die Eigentümer die Belastungen der Sozialkassen (z.B. durch betriebsbedüngte Kündigungen) in Abzug gebracht werden. Überhaupt zeigen diese überhöhten Vorstandgehälter nur, dass die Eigentümer (Aktionäre) für einem auf das Gemeinwohl orientierten Umgang mit Werten ungeeignet sind. Und wenn bei den teuren Vorständen dann diesen Job keiner mehr machen will, es werden sich bestimmt Leute finden (auch aus der Belegschaft), die es auch für deutlich weniger, aber letztlich immer noch gut bezahlt, machen würden.
  4. #13

    Wenn nicht die Vorstände, wer dann?

    Es werden in der Gerechtigkeitsdebatte die Gehälter der Vorstände immer gerne mit den anderer Angestellten verglichen, und so moralisch bewertet. Dieses halte ich für falsch, weil den wirklich Gewinn bekommen immer die Aktionäre und anderen Eigentümer, ohne das diese im entferntesten dafür arbeiten müssen.
    VW verdiente im letzten Jahr 3,5 Mrd €, steigert sich dieses Ergebnis nur um 1% durch die gute Arbeit des Vorstandsvorsitzenden, dann würde er davon auch nur die Hälfte bekommen, der Rest die Eigentümer. Steigen die Vorstandsgehälter, dann steigen auch schneller die restlichen Gehälter im Unternehmen, dann immer die Relation gewahrt werden muss.
  5. #14

    Zitat von der_pirat Beitrag anzeigen
    oder tausende von EUR von Ihnen, dann wollen Sie doch auch den besten Mann oder die beste Frau, oder?

    Wieviele Menschen kennen Sie denn, die VW führen können?

    Da liegt eben der Preis...

    Natürlich meint jeder: Das kann ich auch. Da sollten Sie einfach mal eine Woche mitmarschieren, um zu sehen: Sie können es eben nicht, weil Sie keine Ahnung haben.......
    Facebook lassen wir mal weg - was an DEM Laden überhaupt eine schützenswerte Leistung oder Idee darstellen soll, wird mir immer ein Rätsel bleiben. Ein Gästebuch im Internet - super Errungenschaft. Nein, das Feuer oder den Hammer hätten DIE Leute nicht erfunden.

    Aber wer VW leiten kann? ICH kanns vielleicht - zugegebenerweise - nicht. Aber daß es nur eine Handvoll kann, halte ich für ein Gerücht. Das ist ein Job - so wie andere ein Krankenhaus oder die Stadtwerke führen. Was ist da schon dabei - wenn man mal darauf Betracht sieht, daß die wirkliche Arbeit da ja auch nicht der "Führer" macht - ohne Stab und Mitarbeiter und die ganze Verwaltungsebenen wäre der auch aufgeschmissen.

    Das ist nur ein bisschen größer - dafür hats eben mehr Leute, denen man sagen kann, wo es langgeht.
    Und für den Chef von VW wirds IMMER Leute gegebn - so wie es auch immer einen Papst geben wird. Einer sitzt immer oben. Also die Ersten gibts immer - zahllos. Die sind am einfachsten zu ersetzen.
  6. #15

    Und wer entscheidet?

    Zitat von peddersen Beitrag anzeigen
    Also die Ersten gibts immer - zahllos. Die sind am einfachsten zu ersetzen.
    Aber Sie sind es doch, der entscheidet, ob Mitarbeiter A oder B Recht hat. Ob man im Beispiel VW den Phaeton oder den Lupo vorantreibt.

    Ach ja: Sie haben genau EINE Person unter sich. Dann braucht man auch keine Entscheidungen.

    Aber ich kann Ihnen berichten, dass 20 Leute pro Tag zu Ihnen kommen werden, für die Sie jeweils fünfzehn Minuten Zeit haben. Und jede Entscheidung kostet den Laden, für den Sie arbeiten, gute 100 Millionen.

    Natürlich packen Sie das...

    Aber sehen Sie auch die Meinung der Kunden voraus? Können Sie abschätzen, ob man Ihnen Mist erzählt? Was kann denn technisch klappen?

    Sie können ja schließlich nicht zu allem "Hurra!" sagen.

    Wenn Sie keine Ahnung haben, dann gehen nicht nur Sie, sondern auch das Unternehmen pleite!
  7. #16

    Gier.....!

    Die Umverteilung von unten nach oben hat schon der Schröder begonnen und mit der CDU geht die Maßlosigkeit und Gier ins Unermeßliche.
  8. #17

    -

    Ich bin auch der Meinung, dass

    - die Erhöhung der Spitzengehälter an die Lohnentwicklung gekopplet werden sollte.
    - das der Spitzenverdienst in einen Unternehemen vom ausgezahlten Durchschnittsverdienst und/ oder Mindestverdienst abhängen sollte (z.B.: Spitzenverdienst = 24* Durchscnittsverdienst).
    -die Unternehmen in Deutschland (und Europa) wieder an ihre gesellschaftliche Verantwortung "erinnert" werden sollten.

    Wenn nicht wird der soziale Frieden keinen Bestand haben.
  9. #18

    Erfolgsprämie

    Zitat von think_tank Beitrag anzeigen
    Damit liegt Frau Merkels Gehalt auf dem Niveau eines Piloten und (Überstunden mit einkalkuliert) deutlich unter dem eines spanischen Fluglotsen, also Arbeitnehmer ohne Hochschulabschluß. Minister werden ebenfalls entsprechend niedrig bezahlt, was uns dann 'Leistungsträger' wie Westerwelle und Guttenberg bescherrt.

    Wenn Politiker ordentlich bezahlt würden, wären sie vielleicht weniger anfällig für Lobbys und wir hätten vielleicht fähigere Entscheider. Denn in der freien Wirtschaft gibt es offensichtlich genug, die meisten Dax-Unternehmen fahren solide Gewinne ein.
    Bei Politiker ist Geld zweitrangig, die Ausübung von Macht scheint da im Vordergrund zu stehen. Auch sind sie zumeist Generalisten, die eben auch Fachleute und Lobbyisten für die Meinungsbildung brauchen. Die Politik würde auch sicher nicht besser werden, wenn z.B. Frau Merkel 2 Mio.€ mehr im Jahr bekommen würde.

    Wäre aber dafür, für die Regierungschefin einen Erfolgsbonus einzuführen: Für jeden 1%-Punkt weniger Staatsquote erhält sie ein Erfolgshonorar von 10 Mio. €. Über 3 -5 Jahre könnten so 50 Mio. € zusätzlich an Frau Merkel ausgeschüttet werden, vorausgesetzt die Staatsquote sinkt um 5 %-Punkte. Leider geht die Entwicklung unweigerlich in die entgegengesetzte Richtung.

    Was bei Winterkorn ausgeschüttet wurde, grenzt schon an amerikanischen Banker-Wahnsinn. Anderseits haben die VW-Haupteigentümerfamilien Porsche und Piech, die inzwischen ja 50 % des VW-Konzern besitzen sollen, im letzten Jahr Wertsteigerungen von mehreren Milliarden erfahren. Dagegen sind die 17 Mio. € Gehalt von Wiko fast ein Trinkgeld oder Peanuts.
  10. #19

    .

    Für den Preis der Verantwortung und bei all der Lebenszeit, die sie dort investieren ist es wohl gerechtfertigt. Für solche Jobs sind eben wirklich nur wenige gemacht und ohne Talent, viel Arbeit und bedingungsloses Dasein fürs Unternehmen wirds schnell nen Fiasko werden. Und nein ich könnte es definitiv auch nicht, denn mein Gesamtpotential kommt nichtmal im Bruchteil an deren Potential ran. Kurz gesagt, ich wär dafür zu dumm :D


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