McKinsey und manager magazin suchen die Führungskräfte der Zukunft, im Wettbewerb "CEO of the Future". Wer sich jetzt bewirbt und es ins Finale schafft, könnte schon bald mit kniffligen Fragen gelöchert werden - und einen von Deutschlands Topmanagern zum Mentor bekommen.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...754424,00.html
Das ist "Schaumschlagen" mit Ansage. ( siehe Westerwelle = Vollversager )
Bedauerlicherweise bezahlen wir das auch noch mit unseren Steuergeldern ! Eine Person mit ausgemachten Führungsqualitäten hat zunächst mal ethische Gründsätze zu verinnerlichen, was selbt dem Pabst nicht immer gelingt. Von geldgierigen Wichtigtuern ist das wohl kaum zu erwarten.
"Mein" Konzern hat einen Ex-McKinsey Berater als "CEO".
Ausser Sprücheklopfen zu neuen Strategien, alles auf einer abstrakten Metaebene und in verquerem "DEnglisch", kommt da nichts. Konkret sind nur die unrealistischen Wachstums- und Renditeziele für die mittlere und untere Führungsebene.
Der "CEO" bleibt. solange er die wachsenden Leichenberge im Keller verstecken kann. Dann wird der nächst Konzern gekapert.
So wie der Artikel aufgebaut ist, sollen wohl Berufseinsteiger mit Studium animiert werden, an diesem Wettbewerb teilzunehmen - nennen wir es mal Werbung.
Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, auf die Wettbewerbsseite zu gehen und mir die Vorjahressieger anzusehen. Letztendlich sind es Menschen, die alle Klischees erfüllen, die man von einem McKinsey-Berater erwartet. Leider steht nicht drinnen, warum sie sich ausgezeichnet haben, was der Ausschlag für die herausragende Stellung und dem Sieg wirklich war. Dafür dürfen wir erfahren, dass einer Fallschirmspringer ist - ole.
Wettbewerbe, um geeigneten Nachwuchs zu finden sind sicher sehr sinnvoll. Ich habe aber eher den Eindruck, dass hier konforme Leistungsmaschinen gesucht werden, die mit einem Studiumabschluß besser 1,2 ihre Fron brav vollbringen, aber dadurch keine Ecken und Kanten mehr haben. Wenn ich mir die wirklich guten Managertypen anschaue, dann waren die häufig studiumstechnisch nicht wirklich toll. Da spreche ich z.B. von Leuten wie Steve Jobs und Bill Gates.
Was wir 2030 und früher brauchen, sind nicht gelackte uniformierte Einheitsdiplomanten, sonder Leute mit Ideen, Ausdauer, Abenteuergeist und Kreativität, die es schaffen, neue Technologien an den Markt zu bringen und nebenbei erstklassige Arbeitsplätze zu schaffen, die sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Unternehmen hochprofitabel sind. Wenn ich mir die Nieten in den Banken oder bei großen Firmen anschaue wie z.B. Siemens (Bestechungsvorwürfe), dann hab ich da so meine Zweifel, ob das die richtigen Personen sind.
Klar, wenn McKinsey seine Rekrutierung in dieser Weise durchführt, um kostenpflichtiges Personal für 1.500 € am Tag verkaufen zu können, dann ist das auch ein Geschäftszweig. Solange das Konzept für McKinsey aufgeht, ist es in Ordnung für das Unternehmen. Ob es aber für ihre Klientel so aufgeht, wage ich jetzt mal zu bezweifeln. Die Kosten müssen im beratenen Unternehmen genauso erwirtschaftet werden wie in jedem anderen Unternehmen auch. Aus meiner Praxis weiß ich, dass dem häufig nicht so ist, dafür ein Berg Kosten übrigbleibt, der auch schon manches Unternehmen in die Insolvenz getrieben hat. Nicht umsonst ist der Ruf von diesen Unternehmensberatungen denkbar schlecht.
Wenn schon investieren, dann bitte in die richtige Richtung.
Ein mindestens 4-semestriges Pflichtfach in Ethik wäre ein guter Anfang.
Ich habe da einen Geheimtipp für alle die an den Wettbewerben teilnehmen wollen. Antwortet einfach auf jede Frage ganz euphorisch/kämpferisch mit "Humankapital freisetzen!" und ihr seid auf der sicheren Seite!
Also wenn ich mir das hier im Forum so durchlese bekonmme ich den Eindruck, dass da ein ganzer Haufen an Top-Chefs einfach von der Welt verkannt wurde. Ein Gram aber auch! Ihr habt es drauf, mit diesen lächerlich einfachen Aufgaben umzugehen und dabei auch stets die Ethik und Moral im Blick. Wenn doch endlich mal jemand Euch machen lassen würde, dann wäre die Welt ein besserer Ort.
Die alten CEOs sind Stümper und nur darauf aus, Geld umzuverteilen und den Mitarbeitern im eigenen Laden das Leben möglichst schwer zu machen - das lernt man schließlich als angehender CEO schon in der Grundvorlesung BWL.
Wenn ihr´s doch alle könnt, stellt Euch der Herausforderung und beweist, dass ihr´s drauf habt. Los.