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Majestätsbeleidigung: Thailändischer König begnadigt Amerikaner

AFPJoe Gordon wurde zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er angeblich den thailändischen König Bhumibol Adulyadej beleidigt hatte: Rund sechs Monaten nach dem Schuldspruch wurde der US-Bürger begnadigt und aus dem Gefängnis entlassen.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...843739,00.html
  1. #1

    optional

    Man sollte auch nicht unerwähnt lassen, dass sich auch Mitglieder des Königshauses kritisch über die Strafen für Majestätsbeleidung geäußert haben.
  2. #2

    Sein Fehler...

    ... war, dass er danach eine Reise nach Thailand unternommen hat. Denn ab dem Moment befand er sich in der Jurisdiktion Thailands - und seine "Tat" ist dort halt strafbar.

    Die USA gehen übrigens ganz genau so vor: wer z.B. im Ausland (in einem Land ohne Copyright-Gesetz) Musik kopiert und dann in die USA einreist, wird ebenfalls verhaftet.
    Oder wer Botschafts-Depeschen veröffentlicht (was im Ausland legal, in den USA jedoch illegal ist), wird ggf. sogar zum Tode verurteilt, wenn er in die USA einreist.
    Und wer sich im Ausland mit regierungskritischen Büchern etc. beschäftigt, wird bei einem Einreiseversuch in die USA ggf. verhaftet, nicht ins Land gelassen oder sonstwie behandelt.

    Die USA sollen sich hier also bitte nicht aufregen - sie machen exakt dasselbe.
  3. #3

    ...

    Zitat von makl98 Beitrag anzeigen
    ...
    Die USA sollen sich hier also bitte nicht aufregen - sie machen exakt dasselbe.
    Das sehe ich ganz genauso!!! Heuchelei. Mehr ist es nicht!
    Viele Menschen glauben, sie könnten sich immer und überall alles erlauben, weil sie aus einem freien Land kommen!
    Andere Länder, anderen Sitten und andere Gesetze! Wem das nicht passt, der sollte in "seinem" freien Land bleiben!
  4. #4

    Glück gehabt

    Joe Gordon hat noch Glück gehabt weil er Amrikaner ist und nur deshalb relativ schnell wieder befreit wurde. Thailand ist eben keine Demokratie nach westlichem Musten und Meinungsfreiheit gibt es dort genauso wenig. Da dürfen zwar mutmassliche Mörder frei rum laufen soweit sie Parlamentsmitglieder sind, aber wegen angeblich versandten 4 SMS geht man gnadenlose 20 Jahre in den Knast. Dafür blüht die Korruption, dass selbst 12 Diebe daran scheitern können das ganze Bargeld abzutransportieren. Alles ganz normal in diesem "Land of smile".
  5. #5

    Arroganz

    "Ich bin Amerikaner, und in den USA gilt Redefreiheit."

    Das ist wirklich an Arroganz nicht mehr zu überbieten.
  6. #6

    Zitat von laosichuan Beitrag anzeigen
    "Ich bin Amerikaner, und in den USA gilt Redefreiheit."

    Das ist wirklich an Arroganz nicht mehr zu überbieten.
    Warum? Das stimmt doch. Oder finden Sie, dass Majestätsbeleidigung bei der leisesten Kritik bestraft gehört?
  7. #7

    Zitat von laosichuan Beitrag anzeigen
    "Ich bin Amerikaner, und in den USA gilt Redefreiheit."

    Das ist wirklich an Arroganz nicht mehr zu überbieten.
    Das ist nicht arrogant, sondern entspricht den Tatsachen. BItte anderes Ziel waehlen.
  8. #8

    ..

    Zitat von makl98 Beitrag anzeigen
    ... war, dass er danach eine Reise nach Thailand unternommen hat. Denn ab dem Moment befand er sich in der Jurisdiktion Thailands - und seine "Tat" ist dort halt strafbar.

    Die USA gehen übrigens ganz genau so vor: wer z.B. im Ausland (in einem Land ohne Copyright-Gesetz) Musik kopiert und dann in die USA einreist, wird ebenfalls verhaftet.
    Oder wer Botschafts-Depeschen.....
    Heute 11:07 von
    laosichuan Arroganz
    "Ich bin Amerikaner, und in den USA gilt Redefreiheit."
    Das ist wirklich an Arroganz nicht mehr zu überbieten.
    Beides falsch.

    Richtig ist, dass ein Amerikaner, der gegen amerikanisches Recht verstößt auch dann in Amerika angeklagt wird, wenn der Rechtsbruch im Ausland geschah. Das ist in Deutschland nicht anders. Wenn ein Deutscher in Spanien ein Auto klaut, dann wird er in Deutschland angeklagt und verurteilt, als hätte er das Auto in Deutschland geklaut. Wenn aber ein Spanier in Spanien etwas tut, was in Spanien erlaubt, in Deutschland aber verboten ist, dann wird er bei der nächsten Einreise nach Deutschland sicherlich nicht verhaftet.

    Niederländer dürfen in den Niederlanden Marihuana konsumieren, es wird ihnen kein Vorwurf gemacht, wenn Sie nach Deutschland kommen (solange sie nicht berauscht Auto fahren), Deutsche, die in den Niederlanden nachweislich kiffen, können nach Heimkehr in Deutschland wegen Verstoß gegen BTM angeklagt werden. Passiert selten, ist aber absolut erlaubt.

    Bestechung von thailändischen Polizisten durch Deutsche wird in Deutschland genau so verfolgt, als hätte man deutsche Offizielle bestochen. Besticht aber ein Thai einen thailändischen Polizisten in Thailand, dann geht das den deutschen Staat gar nichts an.

    Das ist überall so. Solange man sich im Ausland aufhält, ist man dem lokalen Gesetz UND dem Heimatgesetz unterworfen, solange man aber daheim ist, ist man NUR dem Heimatgesetz unterworfen.

    Die Aussage: „Ich bin Amerikaner und in Amerika herrscht Redefreiheit“ ist absolut korrekt und nicht arrogant. Der Mann beruft sich darauf, als Nicht-Thailländer dem Thai-Gesetz nur für Taten unterworfen zu sein, die er direkt in Thailand begeht. Zum Zeitpunkt, da er die Übersetzung veröffentlichte, befand er sich in den USA. Da er US-Staatsbürger ist, war er zu dem Zeitpunkt nur dem US-Recht unterworfen und da gibt es Redefreiheit und seine Tat war ok. Anders wäre es, wäre er Thai-Staatsbürger, dann wäre er in den USA neben dem US-Recht auch dem Thai-Recht unterworfen und könnte nach der Heimkehr nach Thailand angeklagt werden. Da er aber kein Thai-Bürger ist, darf er daheim in den USA machen was er will, solange er weder US-Recht noch internationales Recht bricht, dem Thai-Recht ist er da aber nicht unterworfen. Da er dem Thairecht nicht unterworfen war, hätte man ihm allenfalls die Einreise verbieten oder ihn bei Bekanntwerden seiner Tat des Landes verweisen, ihn aber keinesfalls anklagen und verurteilen und einsperren dürfen.
  9. #9

    optional

    Das Bespiel mit den deutschen Touristen im Amsterdam-Urlaub ist zweifelhaft. Illegal sind nämlich nur Besitz, Erwerb und Verkauf von THC, nicht jedoch dessen Konsum.

    Zum Thema: Dass Thailand alles andere als demokratisch ist, wurde doch erst vor relativ kurzer Zeit deutlich bewiesen. Stichwort Rothemden ...








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