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Maischberger-Talk zu Prostitution: Ein Königreich für echte Fakten!

WDREin Beruf wie jeder andere - oder Unterdrückung der Frau? Bei Sandra Maischberger stritten sich die Gäste über das Thema Prostitution so leidenschaftlich wie lange nicht mehr. Vor allem Alice Schwarzer war in ihrem Furor kaum zu stoppen, auch nicht von so etwas Lästigem wie Fakten.

Maischberger-Talk zu Prostitution: Ein Königreich für echte Fakten! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
  1. #50

    Die Rückkehr der Moralapostel hat uns gerade noch gefehlt

    Der Ansatz des Beck ist modern und sinnvoll, weil er Konflikte abschwächt und deeskaliert.

    Gesellschaften, die sexualmoralische Wunschbilder in den Mittelpunkt stellen und diese mit Gesetzen und Strafen umsetzen wollen, steigern damit die Heuchelei.

    Das ist das Gegenteil von offener Gesellschaft.

    Für mich hat jedoch nur die offene Gesellschaft eine positive Vision.

    Für Moralapostel mit Ausschließlichkeitsansprüchen habe ich kein Verständnis. Diese Leute sind blind, sie haben Wunschbilder im Kopf von denen sie glauben, daß sie für alle zu gelten haben.
  2. #51

    Früher war Frau Schwarzer mal wichtig um all die Themen an die Oberfläche zu holen, über die sonst geschwiegen wurde. In Zeiten der tausenden Talkshows hingegen verliert sich ihr polarisierendes Auftreten immer mehr hin zu inhaltlosem Geschnatter, durch das sie sich ständig selbst zu übertreffen sucht. Dabei muss sie scheitern. Irgendwann ist es nurmehr lächerlich, wenn man immer eine Schippe drauflegen muss.

    Bitte, liebe Fernsehsender. Es gibt viel bessere Gäste, die intelligent diskutieren können aber leider nicht eingeladen werden. Der Zuschauer will eben seine Portion Schwachsinn auf zwei Beinen.
  3. #52

    Zitat von Pupsie Beitrag anzeigen
    Da wünscht man sich doch glatt, dass Frau Schwarzer im nächsten Leben ein Mann wird ;)
    Die Frau ist in all Ihrer Wucht einfach unausstehlich!
    Ihr Artikel leider auch!
    Frau Schwarzer hatte ihre Zeit, wo sie enorm wichtig war. Leider hat sie es verpasst zum richtigen Zeitpunkt etwas neues zu machen. Ihre Eitelkeit lässt es wahrscheinlich nicht zu, und es lässt sich auch damit Geld verdienen.
  4. #53

    Mal wieder

    Wie oft wollte man Prostitution nicht schon verbieten??!!

    Frau Schwarzer kommt mir vor wie eine Fundamentalistin! Statt rigoros zu argumentieren, sollten wir die Arbeitsbedingungen von Prostituierten verbessern!

    Prostitution lässt sich nicht verbieten. Verbote fördern den Missbrauch und verschlechtern die Lage, statt sie zu verbessern!

    Frau Schwarzer wird das nicht kapieren.

    Frau Schwarzer ist damit moralisch fragwürdig!
  5. #54

    Zitat von ColynCF Beitrag anzeigen
    solche Gesetzesvorhaben muss man massiv angehen, weil die gesellschaftlichen Folgen für Männer und Frauen unabsehbar sind.
    Richtig. Und diese Gesetze verstoßen gleich mehrfach gegen grundlegende Menschenrechte von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern:

    1. Verstoß gegen die Menschenwürde, weil die Sexworker bei einem Thema, das fast ausschließlich und außerdem in besonderem Maße, sie selbst betrifft, nicht mitreden dürfen, was einer Entmündigung gleichkommt

    2. Verstoß gegen die Berufsfreiheit

    3. Verstoß gegen das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, zu dem auch gehört, für Sex Geld zu nehmen
  6. #55

    Kreis geschlossen

    Zitat von crossbow17 Beitrag anzeigen
    Das kann ich nur bestätigen. Aus meiner ganz eigenen 'Ehe-Praxis': meine erste Frau war sexuell immer zurückhaltender geworden, das sei eben so nach ein paar Ehejahren. Ergebnis: ich war einige Male im Bordell. Ehe ist dann den Bach 'runtergegangen (nicht wg. der meiner Frau nicht bekannten Bordellbesuche). Einfach so.
    Zweite Ehe: Sexuell aufgeschlossene Frau, eine Wellenlänge, die Ehe läuft seit 19 Jahren, kein einziger Bordellbesuch, wozu auch?
    Es liegt also meist auch an der Ehefrau ob der Mann ins Bordell geht oder nicht. In vielen Ehen ist Sex Machtmittel der Frau das nach mehr oder weniger taktisch zugestanden oder verweigert wird. Das beflügelt natürlich die Suche nach anderen Quellen. Und auch ohne Bordelle gäbe es Möglichkeiten genug dazu.

    Wie gesagt, nur meine Meinung und Erfahrung
    Crossbow17
    ... und damit schließt sich der Kreis der Argumentation, warum Frau Schwarzer gegen Prostitution ganz allgemein ist:

    die sexuelle Unabhängigkeit des Mannes "zerstört" ein wesentliches Machtinstrument der Frau in der ehelichen Beziehung. Und da Frau Schwarzer gegen alles ist, was einer Frau schaden könnte, lässt sich ihre Reaktion gut erklären.

    Merke: die Welt ist schwarz weiß und Frauen sind immer nur Opfer, Männer nur Täter. Warum sollte frau da auf Fakten eingehen?
  7. #56

    faktencheck auch im forum

    Zitat von Apologet Beitrag anzeigen
    Wer sich selbst beurteilt, wird sich selbst immer freisprechen.
    ganz so unfähig zur kritischen selbstreflexion würde ich die bürger nicht einschätzen.


    Zitat von Apologet Beitrag anzeigen
    Es ist die Aufgabe des Staates, Ehe und Familie besonders zu fördern und zu unterstützen. Denn darin liegt die Zukunft unseres Landes, daher kommt die nächste Generation.
    die nächste generation kommt von partnern, die miteinander ein kind zeugen oder eines adoptieren. weder ehe noch ein traditionell gefaßter familienbegriff spielen hier eine rolle.


    Zitat von Apologet Beitrag anzeigen
    Welchen Beitrag leistet Prostitution zu diesem Ziel?
    keinen.

    wie sie auch keinen beitrag zur verhinderung des ziels leistet. jedenfalls keinen quantifizierbaren - schließlich gibt es auch ehen/familien, die nur deshalb weiterbestehen, weil der mann zur triebabfuhr auf profesionelle dienste ausweichen kann.


    Zitat von Apologet Beitrag anzeigen
    Nein - das ist der abstoßende Ego-Trip von Männern oder solchen, die es mal werden wollen, die sich für zu kurz gekommen betrachten. Damit halten wir uns auf? Doch gleichzeitig wird Familie, Bildung, etc. pp. dramatisch vernachlässigt, unsere Zukunft auf`s Spiel gesetzt?
    der große rundumschlag ?

    mit dieser perspektive sollten wir uns daran erinnern, daß es dieser welt an vielem mangelt, aber sicher nicht an kindern. wer meint, ein demographisches problem durch das primat von ehe und familie lösen zu können, sollte lieber mal an der verbesserung der grundlagen für ein gesundes und erfülltes leben arbeiten (die von ihnen richtigerweise genannte bildung, eine gesunde umwelt, eine menschenwürdig gestaltetete wirtschaftsordnung, solidaritätsbewußtsein). reicht die phantasie nicht zur umgestaltung des rentensystems aus, wenige hundert kilometer entfernt stehen junge bildungshungrige und arbeitswillige menschen schlange - die würden sogar freiwillig deutsch lernen, wahrscheinlich besseres als so mancher dank geburtsort einheimischer.

    aber wie gesagt, das alles hat mit prostitution nur noch am rande zu tun.

    und die betrogene ehefrau sollte sich bei allem emotionalen verständnis für ihre befindlichkeit die frage stellen, ob sie im verhältnis zwischen zerrütteter ehe und bordellbesuchen des mannes nicht ursache und wirkung verwechselt


    mfg, carsten
  8. #57

    Woran messen wir Qualität

    Zitat von hh-elbesegler Beitrag anzeigen
    ...ist die Vergewaltigungsrate nach meiner Kenntnis NACH dem Prostitutionsverbot sprunghaft angestiegen. Ob das nun der Weisheit letzter Schluss ist? .
    Es ist sehr schwierig, valide Daten zur Vergewaltigungsrate einer Gesellschaft zu erfassen. Die störenden Faktoren sind wegen der hohen Emotionalität enorm.

    Die "Zahl der Vergewaltigungen" ist eine Größe, die von verschiedener Seite in verschiedenen politischen harten Auseinandersetzungen als Totschlagargument benutzt wurde und wird.

    Deswegen ist die Motivation, diese Zahl zu manipulieren, sehr groß.

    Allein schon die Intensität einer öffentlichen Thematisierung hat bereits Einfluß auf die Zahl.

    Eine Vergewaltigung falsch anzuzeigen kann ein Vorteil sein, um sich -in erheblichen Konfliktsituationen- vor den Folgen eigenen Fehlverhaltens zu schützen.

    Anzeigen selektiv oder global zu verbummeln oder im Vorfeld abzuwimmeln und vor den Komplikationen zu warnen kann eine Methode der Behörden sein, um Misstände zu vernebeln.
  9. #58

    sachlich falsch

    Zitat von oback-barama Beitrag anzeigen
    Die Prostitution ist immer mit Zuhälterei und Gaunerei , auf welche Art und Weise immer, verbunden und wird es immer so bleiben.
    Das stimmt schlichtweg nicht. Eine Freundin von mir finanziert sich so ihr Studium - ohne Probleme. Für Ihr Einkommen arbeitet jeder andere Student 5 mal so lange.
  10. #59

    ergibt schon sinn ...

    Zitat von spügel Beitrag anzeigen
    Wer diese Dame noch zum Fernsehtalk einlädt, ist auch nicht mehr zu retten - öffentlich rechtliches Fernsehen z.B.!
    ... in zeiten der aufmerksamkeitsökonomie.
    vom aufklärerischen standpunkt sind solche öffentlichen auftritte sogar sehr zu begrüßen, anhand derer man sich ungefilterte eindrücke verschaffen kann.


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