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Maischberger-Runde zu Bundeswehreinsätzen: Lange Rede, kurzer Sinn

Deutschland wird am Hindukusch verteidigt. Warum, ist Vielen nicht klar. Bei Maischberger diskutierten Journalisten, Autoren, ein Politiker und ein ehemaliger Soldat über den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Warum er notwendig ist, konnte aber nur einer erklären: Michel Friedman.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...585670,00.html
  1. #50

    Heroin

    Afghanistan ist wirtschaftlich eine der offensten Volkswirtschaften der Welt.
    Aufgrund der niedrigen Produktivität, werden, soweit mir bekannt, an die 90% aller Güter in Afghanistan importiert. Da wird wohl viel durch den Opiumanbau gegenfinanziert.
    Zur Erinnerung, 2001 - dem letzten Jahr der Talibanherrschaft - betrug die Jahresopiumernte 150t, 2007, nach sechs Jahren Nato-Besatzung 8500t - ca. 90% der Welternte.
    Afghanistan wurde in die Spezialisierung auf Opiumanbau getrieben. Aufgrund neoliberaler Verblendung hat man sich hier einen Narkostaat gezüchtet.
    Dass da Fortschritte ausbleiben, wenn wunderts?
  2. #51

    ---

    Zitat von LiPs0r Beitrag anzeigen
    Ich stimme, wenn auch ungern, Michael Friedmann zu und verstehe nicht, warum diese vollkommen richtige Einschätzung des Afghanistan Einsatz nur von so jemanden ausgesprochen wird.
    Genau! Daß ausgerechnet Paolo Pinkel der einzige in der Runde war, der sich gerade gemacht und die unbequemen Wahrheiten ausgesprochen hat, ist bezeichnend für den moralischen Zusatand der restlichen Figuren in der Show. Besonders Todenhöfer war peinlich, verlogen und ekelerregend wie immer.

    P.S.: Hauptfeldwebel Dornseif nehme ich ausdrücklich hiervon aus.
  3. #52

    Warum in die Ferne schweifen....

    Zitat von Rainer Daeschler Beitrag anzeigen
    Ja, die standen alle schon mit der Fahrkarte nach Deutschland in der Hand am Hauptbahnhof von Kabul, aber dann kamen die Deutschen und sie haben sich nicht mehr getraut.
    Nein, die haben sich gedacht: "Cool, jetzt brauch ich gar nicht mehr so weit zu fahren, um mein Bömbchen los zu werden."


    Warum man Friedmanns Meinung - in letztendlich moralischen Fragen - Bedeutung beimisst, kann ich mir auch nicht erklären. Der ist durch seine sattsam bekannten Abenteuer nun wirklich das, was man - aufgrund von Unzulänglichkeit des hochdeutschen Begriffes "unangenehmer Mensch" - "fiese Möpp" nennen könnte.
  4. #53

    Ausgetriebener Pazifismus

    Zitat von Rainer Daeschler Beitrag anzeigen
    aber dann kamen die Deutschen und sie haben sich nicht mehr getraut.
    So ist es bestimmt gewesen in der Wahrnehmung unserer kriegerischen Draufgängerfraktion. Wahrscheinlich meinen diese Leute auch, dass es die Taliban wahnsinnig einschüchtert wenn uns von einem koksenden Gebührenverschwender und seinen Anhängern der Pazifismus "ausgetrieben" werden soll.
  5. #54

    Sysop wäre gut beraten, seine Themenstellung neutraler zu gestalten.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland wird am Hindukusch verteidigt. Warum, ist Vielen nicht klar. Bei Maischberger diskutierten Journalisten, Autoren, ein Politiker und ein ehemaliger Soldat über den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Warum er notwendig ist, konnte aber nur einer erklären: Michel Friedman.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...585670,00.html
    Wie immer ist es ein Nachteil für eine Sendung, insbesondere mit einem ernsten und aktuellen Hintergrund, wenn Friedman dazwischen sitzt, immer.
    Es geht diesem Mann nicht ums Thema, da können auch etliche Fotos von der Anwesenheit des - für diese Sendung? - Journalisten Friedman eingeblendet werden, es nützt nichts.
    Herrn Friedman geht es vor allem um seine Selbstdarstellung,
    Themen gelten nur als Mittel zum Zweck. Inhaltlich hat er benfalls nichts zu bieten, um der Deutschen Vernunft iraelische Interessen entgegenzuhalten - das aber ist nicht das Thema.
    Man sollte gerade diesen Mann zu solchen Sendungen nicht mehr einladen, seine selbstherrlichen Vorstellungen, mit denen er sich eine Aura verleihen will, muten - mit Verlaub gesagt - nur noch an, als sein jemand in der Spätpubertät stecken geblieben und baut hierauf die Wichtigkeit seiner angeblichen Meinung.

    Demgegenüber vermochte Herr Todenhöfer sehr wohl mit vernünftigen Ansätzen und Vorstellungen sowie Bitten zu überzeugen, auf die Herr Struck schon allein hätte kommen müssen. Peter Scholl-Latour bringt die Sache schnell auf den Punkt - wo kein Krieg zu gewinnen ist, haben Soldaten nichts zu suchen.

    Da aber - egal ob man es nun Krieg oder nicht, gefallen oder nicht gefallen benennt - unstreitig davon auszugehen ist, daß sich die Zustände für den Soldaten dort zunehmend wie im konventionellen Krieg und heimtückischer darstellen,
    ist - meiner Auffassung nach - die Geschäftsgrundlage für das Mandant deutscher Soldaten in Afghanistan äußerst bedenklich und wird es zunehmend mehr.

    Die Verantwortung von Jung etc. ist es rechtzeitig zu verhindern, daß die Deutschen Soldaten wie die Spatzen auf der Regenrinne abgeknallt werden - dies jedoch ist die Gefahr.
    Die USA - wie bestätigt wurde - schaffen mit ihren ungezielten Bombardements eine weitere Grundlage für die Terrorismusspirale weltweit - so weit geht die deutsche Solidarität der Deutschen nicht, noch sind wir nicht Bundesstaat der USA.

    Der militärische Rachefeldzug der USA + ihren nationalen
    Lakaien entspricht einem Akt des Mittelalters. Er verschärft und verlängert die Auseinandersetzungen. Ich halte es für kriminell, Deutsche Soldaten für diese Zwecke zum Abschuß freizugeben.
  6. #55

    Keiner weis

    viele tote deutsche Soldaten noch zu beklagen sein werden, bis in Afganistan die Frauen keinen Schleier mehr tragen müssen, Wahnsinn den hier viele Sesselpupser auch noch für richtig halten...
  7. #56

    Warum

    darf Herr Friedmann überhaupt zu solchen Themen im
    öffentlich-rechtlichen Fernsehen Stellung nehmen? Er hat meiner Meinung nach in der Öffentlichkeit nichts zu suchen, es sei denn mann braucht ein Zyniker als Würzmittel. Das ist aber zu wenig.
  8. #57

    .

    Zitat von hari37 Beitrag anzeigen
    Friedmann ist bei diesem Thema ein eher peinlicher, hülsenlose phrasendreschender Promi. Warum man ihm aber immer wieder seine sex-eskapaden vorhält wird mir ein ewiges Rätsel bleiben, denn es hat nichts, aber auch gar nichts mit der Sache zu tun. Es in dieser Diskussion einfließen zu lassen ist kindlich und dumm.
    Wenn jemand, der zugekokst das Leid von Zwangsprostituierten für seine persönliche Befriedigung ausnützt, mir die Zusammenhänge der Welt erklären will, mag ich persönlich nicht zuhören. Auch auf die Gefahr hin, dass das kindlich und dumm ist.
  9. #58

    ?

    hab jetzt eigentlich alle beiträge gelesen, und mehr als bei dieser sendung, muss ich bei den comments meinen kopf schütteln!
    1. die usa exportieren sehr wohl aus dieser region zahlreiche ressourcen!
    2. es ist alles andere als unpatriotisch, wenn der einsatz von mitbürgern nich gebilligt wird.
    3. friedman sollte definitiv als meinungsbildner nicht zugelassen werden!

    es ist erschreckend, wie leicht viele bürger solche entscheidungen nicht nur hinnehmen, sondern auch unterstützen! klar versteh ich es, wenn der wunsch nach einem gemeinsamen westlichen handeln da ist. aber wichtiger find ich es alles in frage zu stellen. und das tun in deutschland nicht gerade alle! 2 von 3 sind mir persönlich zu wenig. "wir wollen da ordnung schaffen! das land aufbauen! sicherheit generieren!" blablabla..ich kanns nicht mehr hören! wie kann man euch das wort NIEDERLAGE am besten beibringen? befürworter der taliban bin ich nicht, dennoch nenn ich den einsatz krieg und nicht "entwicklungshilfe"...

    hat jemand von euch schon darüber nachgedacht, wie wir uns hier wohl fühlen würden, wenn wir vor der eigenen haustür fremde soldaten vorfinden? ist wirklich sicherheit das erste, was euch einfällt? und wieso diskutieren wir eigentlich darüber? das afghanische volk müsste man fragen. Wir sind doch alle demokraten! warum handeln wir nicht so? lasst sie entscheiden, ich bin mir sicher, dass der ein oder andere recht überrascht sein wird.

    10 jahre??? dass ich nicht lache!!! wie kann man nur mit soviel leichtsinn ausgestattet sein, anbetracht der tatsache, dass es in der geschichte keinen fall gab, wo solch eine strategie funktionierte! und die deutschen bw-soldaten, die ja ach soviel kriegserfahrung haben, sollen jetzt das blatt wenden? leute nehmt die rosa-rote brille ab! und wenn ihr schon so unverschämt seid, dann geht doch zu den familien der ermordeten und erklärt denen mal, warum der einsatz für deutschland so wichtig ist! vllt müsst ihr es sogar bald den familien von opfern eines baldigen anschlags hier in deutschland erklären. einem friedman traue ich so eine menschliche tat jedoch nicht zu.

    KEINER wird nicht mal annähernd die situation vor ort verstehen, es sei denn es wurde erlebt. deswegen verschont uns mit aussagen wie "kennst du die hintergründe, wie der taliban entstanden ist?"...ich sag nur eines dazu (wiederhole gar einen anderen beiträger): einfach mal die ... halten! durch wanna-be imperialisten, wie wir es zu sein scheinen, entstehen solche gruppen. terror ist NIEMALS ein akt, sondern IMMER eine folgesequenz UNSERER taten!

    Spielt nur weiter krieg am anderen ende der welt. so gross ist diese welt nämlich nicht und ich darf jetzt immer achtsamer in der s-bahn fahren, weil so denklegasteniker wie friedman hier den anti-islam penetrierend propagieren.
  10. #59

    Kein Titel

    Zitat von Rainer Daeschler Beitrag anzeigen
    Ja, die standen alle schon mit der Fahrkarte nach Deutschland in der Hand am Hauptbahnhof von Kabul, aber dann kamen die Deutschen und sie haben sich nicht mehr getraut.
    Sie wissen ganz genau, dass ich das so nicht gemeint habe!

    Wollen sie etwa abstreiten, dass durch die Zerstörung von Ausbildungslagern und dem Kampf gegen Taliban und Verbündeten, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit die Zahl von potentiellen Terroristen verringert wurde?


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