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Mailbox-Anruf: Wulffs Anwalt geht in die Offensive
Ist das die Wende in der Mailbox-Affäre? Der Anwalt von Christian Wulff erklärt, der Präsident habe keine Angst vor der Veröffentlichung des Textes. Die Verantwortung liege jedoch bei der "Bild"-Zeitung. Große Teile der Abschrift sind allerdings längst bekannt.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...807932,00.html
- #20 09.01.2012 12:59 von
- #21 09.01.2012 13:00 von
- #22 09.01.2012 13:00 von
Transparenz
Anstatt klipp und klar zu sagen, Bild veröffentliche, wird die Verantwortung für die Entscheidung denjenigen auf`s Auge gedrückt, die um Zustimmung gebeten haben. Wulff habe keine Angst vor der Veröffentlichung, gleichzeitig spricht man aber von Tabubruch. Was jetzt? Ein wirkliches Affentheater, eine Provinzposse aller erster Güte. Ein wenig mehr Rückgrat und kein verstecken hinter einer Süßwarenverkäuferin aus Norderney wäre wünschenswert.
- #23 09.01.2012 13:00 von
Das ganze wird erst verständlich
wenn wir uns vorstellen das es sich um 2 verschiedene Personen handelt. Nämlich Herrn Wulff und dem Bundespräsidenten.
Der Anwalt erklärt für den Bundespräsidenten das dieser nichts gegen eine Veröffentlichung hat.
Herr Wulff erklärt als Privatmann das er gegen eine Veröffentlichung ist.
Also bitte klar die verschiedenen Persönlichkeiten trennen, dann wird ein Schuh draus.
PS: Deshalb auch die Demo mit den Schuhen. Sollte ausdrücken das Herr Wulff und der Präsident sich mal einig werden sollen, wer denn welche Schuhe trägt. - #24 09.01.2012 13:01 von
- #25 09.01.2012 13:07 von
...
Angenommen, jemand versucht Sie mit dem Hinweis auf verfängliche Fotos zu erpressen. Sie selbst wissen, daß es diese Fotos nicht gibt.
Was sagen Sie dem Erpresser? "Bitte, mach. Ein Erpresser bist du trotzdem."
Was kann der Erpresser dann noch tun? Kolportieren, es gäbe solche Fotos und mit seiner Anständigkeit prahlen, er hielte sie aus Rücksicht unter Verschluss.
Wie hieß es in der Taz? "Das Spiel der Bild ist an Perfidie nicht zu überbieten." - #26 09.01.2012 13:11 von
Er muss gehen...
... er hätte erst gar nicht Bundespräsident werden dürfen, und selbst als Minister von Niedersachsen hätte er schon zurücktreten müssen.
Er hat ganz klar gegen das Beamtengesetz in Niedersachsen verstoßen, durch Annehmlichkeiten wie Urlaubsvillen, billige (oder gar geschenkte, wer will denn nachweisen, wie und wann er den Kredit zurückzahlt?!?!) Kredite, Mitnahme von "Geschäftspartnern", huch, öhm.... "FREUNDEN" zu offiziellen Anlassen jeglicher Art, vergünstigte Kredite durch die BW-Bank... Das ist alles nach diesem Gesetz verboten.
Wenn jetzt jemand sagt, ne, das ist doch alles PRIVAT, dann sage ich, okay, dann gibt es keine Korruption. Wenn ich in so einem Amt sitze, treffe ich mich dann auch 1-2 Jahre vorher mit diversen Familien aus Unternehmer- und Geschäftskreisen, damit wir bei einem schönen Glas Wein uns näher kennenlernen und uns "Freunde" nennen können. Dann sind die nachfolgenden "Annehmlichkeiten" ja keine Korruptionen, ist ja alles normal unter "Freunden".
Ne. Tut mir leid... So sehe ich es aber nicht, auch unter sogenannten Freunden gibt es Bestechungen, Korruptionen und Ausnutzen von Positionen und Ämtern. Und das sollte geahndet werden! Diese Leute in der Politik sind dermaßen überversorgt, sich noch mehr vom großen Topf nehmen, das geht nun wirklich zu weit. Wenn diese "schlauen Köpfe" dann meinen, sie würden ja in der freien Wirtschaft mehr verdienen als das, was sie als Politiker verdienen, dann sollen sie doch da hingehen, aber ich bezweifle sehr, dass die da gebraucht werden. Die sind nur wegen ihrer politischen Situation und Position interessant für die Großunternehmen.
Wullf hat sich ganz klar bestochen lassen, also ist der Verdacht der Korruption gegeben.
Und wenn er bleibt, ist Deutschland ganz offiziell eine "Bananenrepublik". Andere Diktaturen und Regierungen werden von uns als Deutsche ja auch als solche bezeichnet, in denen Vetternwirtschaft vorherrschen und nach der Methode "Alles bleibt in der Familie" verfahren wird.
Unhaltbar, dieser Mensch, ein dummer Bauer halt, der im Kopf in seinem Dorf geblieben ist, und meint, durch seine Position unantastbar zu sein. - #27 09.01.2012 13:11 von
geht es hier nicht vielmehr um das Recht von Journalisten ...
Geht es hier nicht vielmehr um das Recht von Journalisten, jegliche noch so private Angelegenheit (Ehe der Eltern / Halbschwester) zwecks Auflagensteigerung öffentlich machen zu können?
Da mir der Fakten-Check des Spiegels mit - „Unstrittig sind in der ganzen Affäre eigentlich nur folgende Fakten …“ - zu dürftig war, habe ich angefangen, selbst einen Fakten-Check zu erstellen. Soweit dieses einem Nicht–Journalisten ohne Zugriffsmöglichkeiten auf Archive möglich ist.
Und dabei ist mir aufgefallen, wie oft Herr BP Wulff machtvollen Verbänden, Vereinen, Parteien auf die Füße getreten ist. Ob jetzt aus Ehrlichkeit, Kalkül oder aus Unbedarftheit, kann ich nicht beurteilen.
Zu nennen ist z.B. das gestrichene Blindengeld, was weite Kreise zog und in sozialen Spitzenverbänden für bis heute anhaltende Empörung sorgte, obwohl es (in gekürzter Form) wieder eingeführt wurde.
Herr Wulff warf im Jahr 1999 Herrn Ministerpräsidenten Gerhard Glogowski (SPD) vor, „seine Unabhängigkeit und damit seine politische Handlungsfähigkeit“ verloren zu haben. Wulff ging nach dem Rücktritt von Herrn Glogowski noch weiter, indem er forderte, die Pension zu kürzen, mindestens aber das Übergangsgeld zu streichen.
Wulff hatte auch Herrn BP Rau (SPD) erheblich angegriffen.
In einer Diskussion mit Herrn Friedman verglich Herr Wulff die Debatte um hohe Managergehälter vor laufenden Kameras mit einer "Pogromstimmung", was heftiger Kritik von Kirchenverbänden etc. nach sich zog.
Heikler Vergleich: Wulff spricht in Talkshow von "Pogromstimmung" gegen Manager - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
Herr Wulff kündigte eine Kabinettsumbildung an und beruft am 27. 04. 2010 als erste muslimische Frau Ministerin Aygül Özkan. Sorgt ebenfalls für heftige Kritik.
In einer Rede zur Deutschen Einheit sagte Herr Wulff u.a.: „der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“.
Diese bekräftigt er noch einmal in einer Rede in der Türkei. Sorgt ebenfalls parteiübergreifend für heftige Kritik.
In der Zeit erscheint ein Interview „"Etwas ist aus den Fugen geraten"
Bundespräsident Christian Wulff beklagt die Entmachtung der Parlamente, fordert einen Beitrag der Banken in der Griechenland-Krise und kritisiert Berlins Alleingang in der Libyen-Frage. Auch hier gibt es heftige Kritik
Bundespräsident Wulff: "Etwas ist aus den Fugen geraten" | Politik | ZEIT ONLINE
Im August 2011 kritisierte Wulff angesichts der Staatsschuldenkrise im Euroraum Aktivitäten von Spitzenpolitikern und Europäischer Zentralbank massiv. Sorgt ebenfalls nicht gerade für Begeisterung.
Herr Wulff ist also einer Menge machtvoller Institutionen / Politikern auf die Füße getreten.
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Für die Politikmüdigkeit der Bürger wird oft als Argument herangezogen, Politiker würden (zu) aalglatter auftreten und mit nichts-sagenden Phrasen antworten.
Welcher Politiker wird nach dieser Inszenierung noch Kante zeigen? - #28 09.01.2012 13:12 von
- #29 09.01.2012 13:12 von
Das Kind im Manne
Dieses "ewige Kind" von einem BP kann nichts anderes, als über seine eigenen Füße zu stolpern. Wer von "Stahlgewittern" redet und damit Leuten nach dem Munde redet, welche im Totalitarismus ihr Heil suchten, der ist seiner eigenen heillosen Infantilität erlegen.
Der oral-rezeptive Charakter zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er fremdes Gedankengut unreflektiert nachplappert.
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