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Mai-Kundgebung: Gewerkschaftsboss Sommer wettert gegen "gierige Eliten"

dapdSparpolitik zu Lasten der Beschäftigten, noch immer keine Finanzmarkt- und Reichensteuern: DGB-Chef Sommer hat die Bundesregierung für ihre Krisenpolitik scharf kritisiert. Auf den Mai-Kundgebungen kündigten die Gewerkschaftsvertreter für die nächsten Monate zudem harte Tarifkämpfe an.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830767,00.html
  1. #70

    Die da oben, die da unten...

    Zitat von achazvonthymian Beitrag anzeigen
    ...und hier liegt der Denkfehler der Gewerkschaften und der Linken.

    irgendwann wird die Verteilerei mit einer Verteilermaschinerie (=Staat) zusammenbrechen, bis alle die Hand aufhalten und keiner mehr morgens aufsteht, um das Geld zu erwirtschaften, damit es verteilt werden kann.

    Das ist z. T. heute schon der Fall, wenn man sich komisch vorkommt, morgens zur Arbeit zu gehen, während gleichzeitig der Transferempfänger sich noch dreimal herumdreht.

    Seltsam, dass ausgerechnet Deutschland das nicht erkennt, wo doch schon ein deutscher Arbeiter- und Bauernstaat mit diesem System untergegangen ist.

    Die wirklich Reichen werden einen Weg finden, ihr Geld ins Ausland zu bringen. Es wird den Mittelstand treffen, der irgendwann auch die Hände in den Schoß legt bei immer mehr Steuern und Abgaben.
    Wenn ich mir eine Anmerkung erlauben darf: Sie haben Recht und liegen trotzdem daneben. Diese (wie Sie es nennen) „Verteilermaschinerie“ wird wohl tatsächlich zusammenbrechen, wenn der Mittelstand ähnlich ausgeplündert ist, wie es die unteren Schichten bereits sind. Denn unten ist nix mehr zu holen, da muss man die Leute wirklich mit Staatsknete am Leben erhalten. Dieser Zustand ist nur nicht deren Schuld.
    Aber Sie, Sie haben vielleicht noch einen gut bezahlten Job, möglicherweise ein Häuschen mit Auto – und das gönne ich Ihnen aufrichtig - da ist noch was zu holen. Vielleicht habe ich ja unrecht, aber ich denke mal, schon bald werden Sie merken, wie Sie nach und nach ausgeplündert werden. Es wird wohl anfangen mit weniger Geld in der Tasche, sei es durch Lohnkürzungen, sei es durch Inflation. Dann sinkt Ihr Lebensstandart. Möglicherweise kommen Schulden dazu – vielleicht drehen Sie sich dann ja auch morgens noch dreimal um. Wer hat dann wohl Ihre sauer erworbene Kohle? Die noch weiter unten? Und irgendwann kommt der Tag, an dem wirklich keiner mehr aufsteht, um zur Arbeit zu gehen: Generalstreik! Ob dieses System ebenfalls untergeht?
  2. #71

    1. Mai privatisieren?

    Frage an Herrn Sommer: Wäre es nicht mal an der Zeit, eine klare Trennung der sozialistischen Glaubensgemeinschaft vom Staat durchzuführen und den 1. Mai nicht mehr staatlich als Feiertag vorzuschreiben? Oder ist die Gier größer, anderen vorzuschreiben, wann sie sich einreihen sollen?

    In ähnlichem Sinne auch:
    Religiöse Feiertage privatisieren! | Freisinnige Zeitung
  3. #72

    Selbstmord

    Zitat von Zhukov45 Beitrag anzeigen
    Falsch. Erstens ist nicht jeder Konzern an Krieg interessiert nur um mehr Geld zu verdienen. Ihr Vergleich ist pure Fantasie.

    Jeder von uns hat begierden. Haben sie etwa nicht "Gier" auf mehr Geld? Wuerden sie es zurueckweisen, wenn ihr Arbeitgeber ihnen mehr Geld anbietet? Warum ist das auch falsch? Diese hilft uns zu ueberleben und wird nie verschwinden. Er ist ein Teil jedes Menschen.

    Uebrigens: Warum sind Leute, die Geld verdient haben und es auch behalten wollen gieriger als die, die es ihnen abnehmen wollen obwohl sie das Geld nicht verdient haben? Loehne sind ganz einfach; wenn die Fachkraft nicht gut genug bezahlt wird, bietet ein anderer Arbeitgeber mehr Gehalt an. Ein Konzern wuerde Selbstmord begehen, wenn er seine Arbeiter zu wenig bezahlt. Ergo: Jeder von uns verdient genau das Gehalt, dass ihm auch zusteht. Die Funnktion einer Gerwerkschaft verzerrt dieses Verhaeltnis, in dem unqualifizierte mehr Geld verdienen als sie sich erarbeitet haben. Jemand muss dafuer ja auch bezahlen: Alle die, die NICHT in einer Gewerkschaft sind.

    Jetzt machen sie mal ein Gedankenspiel und ueberlegen, wenn ALLE Arbeiter in einer Gewerkschaft waeren. Was wuerde dann mit Loehnen und Preisen passieren?
    In einem Punkt gebe ich Ihnen vollkommen recht: "Ein Konzern wuerde Selbstmord begehen, wenn er seine Arbeiter zu wenig bezahlt". Die Konzerne sind gerade dabei, genau dies zu tun.
    Übrige Kommentare schenke ich mir...
  4. #73

    Zitat von doooomed Beitrag anzeigen
    Wo ist nur die Solidarität geblieben?
    Gute Frage. Wie funktioniert die eigentlich?

    Ist es solidarischer, wenn ich mein Geld unter den Armen aufteile, oder hilft es denen mehr, wenn ich es nutze, um zur Arbeit zu brausen, mir einen schönen Tag zu machen und an diesem Tag dafür zu sorgen, daß ein paar diese Leute demnächst einen schönen und einträglichen Job haben?

    Der einseitige Blick, Solidarität funktioniere nur, indem man jemandem Geld wegnimmt, um es jemand anders zu geben, ist tatsächlich eine Möglichkeit, das Leben derjenigen zu erschweren, die Solidarität brauchen.
  5. #74

    Absolut richtig

    Zitat von berliner_wespen Beitrag anzeigen
    Frage an Herrn Sommer: Wäre es nicht mal an der Zeit, eine klare Trennung der sozialistischen Glaubensgemeinschaft vom Staat durchzuführen und den 1. Mai nicht mehr staatlich als Feiertag vorzuschreiben? Oder ist die Gier größer, anderen vorzuschreiben, wann sie sich einreihen sollen?

    In ähnlichem Sinne auch:
    Religiöse Feiertage privatisieren! | Freisinnige Zeitung
    Die großen Antinazis übersehen,dass der 1. Mai von Adolf Hitler eingeführt wurde.
    Aber so weit geht die Naziablehnung nicht,dass man diesen Feiertag streicht..
    Heuchler, wohin man blickt.
  6. #75

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Auch DGB-Chef Sommer verdient mehr als unsere Bundeskanzlerin oder unser Bundespräsident.
    Würde er das ernstnehmen, was er sagt, würde er sein völlig überzogenes Gehalt aus Beiträgen der Arbeiter erst mal selbst kürzen!
    Da haben Sie vollkommen Recht! Außerdem gibt es verschiedene Finanzplätze auf der Welt, auf die man im Falle einer Finanztransaktionssteuer ausweichen kann. Und solange die Briten u.a. blockieren, sind Forderungen nach einer Finanztransaktionssteuer Unsinn!
  7. #76

    Solibeiträge

    Zitat von lezel Beitrag anzeigen
    Gute Frage. Wie funktioniert die eigentlich?

    Ist es solidarischer, wenn ich mein Geld unter den Armen aufteile, oder hilft es denen mehr, wenn ich es nutze, um zur Arbeit zu brausen, mir einen schönen Tag zu machen und an diesem Tag dafür zu sorgen, daß ein paar diese Leute demnächst einen schönen und einträglichen Job haben?

    Der einseitige Blick, Solidarität funktioniere nur, indem man jemandem Geld wegnimmt, um es jemand anders zu geben, ist tatsächlich eine Möglichkeit, das Leben derjenigen zu erschweren, die Solidarität brauchen.
    Sieh da! Es schimmert doch ein wenig Mitgefühl durch Ihre bis hierher gezeigte Kälte. Und tatsächlich ist es richtig, wenn Sie Ihr Geld an die verteilen, die Ihnen gute Tage bereiten können. Vielleicht Ihre Form der Solidarität. Sei es drum. Aber A B E R wir sollten nun doch einmal über Geld in Form von Macht reden, oder Macht in Form von Geld. Geld an sich zum guten, besseren oder besten Leben ist selbst in meinen Augen legitim (und möglicherweise erstrebenswert). In dem Augenblick aber, wo ein anderer mit Hilfe großer Summen meine ganz persönliche Freiheit beschränken oder gar aufheben will, hört der Spaß auf. Und da liegt das Problem! Sollten Sie selber nicht in irgendeiner Weise über ein sehr (sehr) großes Geldvermögen verfügen, können Sie sicher nachvollziehen, was ich meine. Ansonsten würde ich alles dafür tun, diesen "Eliten" ihre Macht zu nehmen.
  8. #77

    braucht Keiner!

    Nun ja, die Gewerkschaften sind mit recht ab den 80ger Jahre ordentlich rasiert worden. Ihre Vorstellung eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich zu realisieren schlug dem Fass den Boden aus. Firmen begannen daraufhin ihre Produktionen ins Ausland zu verlegen. Einige kamen zwar wieder zurück aber die meisten produzieren heute noch im Ausland. Für diesen, von den Gewerkschaften angerichteten Schaden, wurden sie bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen.
  9. #78

    Zitat von somasemapsyches Beitrag anzeigen
    Die großen Antinazis übersehen,dass der 1. Mai von Adolf Hitler eingeführt wurde.
    Aber so weit geht die Naziablehnung nicht,dass man diesen Feiertag streicht..
    Heuchler, wohin man blickt.
    Bleiben Sie mal auf dem Teppich! Der erste Mai ist seit weit über hundert Jahren der "Tag der Arbeiterklasse" und wurde nicht von Adolf-Heil-Du-Ihn eingeführt. Allerdings erhob AH den Tag zum "freien Tag", zum Jubeltag für die Nazipropaganda. Gleich danach ließ er die Gewerkschaften verbieten, die Arbeiter verhaften und viele, viele, viele über die Klinge springen. Der Heuchler sind Sie.
  10. #79

    Immer noch ...

    Zitat von Klapperschlange Beitrag anzeigen
    Nun ja, die Gewerkschaften sind mit recht ab den 80ger Jahre ordentlich rasiert worden. Ihre Vorstellung eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich zu realisieren schlug dem Fass den Boden aus. Firmen begannen daraufhin ihre Produktionen ins Ausland zu verlegen. Einige kamen zwar wieder zurück aber die meisten produzieren heute noch im Ausland. Für diesen, von den Gewerkschaften angerichteten Schaden, wurden sie bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen.
    das gleiche Lied: Marktradikalismus uber alles!
    Sie würden doch am liebsten die Gewerkschaften verbieten lassen, damit diese "keinen Schaden mehr anrichten"!

    Aber wer, wie Sie, zB Opfer von Amokläufen am Hindukusch als Kollateralschaden betrachtet, hat sich sowieso für jede ernsthafte Diskussion disqualifiziert!








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