Zitat von
lezel
Das wird ja immer lustiger.
Der DGB sieht also Nichtmenschen, welche den Staat plündern.
Außerirdische wahrscheinlich, oder Delphine, oder weiße Mäuse.
Genau diese Argumentation ist Wasser auf die braunen Mühlen.
Denn es ist keineswegs so, daß das Streben nach Geld ein Privileg von Monstern ist, die als Fremdkörper in die Gesellschaft dringen, und auch Eliten entstehen nicht in den Genlaboren der Romulaner, sondern sie wachsen aus der Mitte der Gesellschaft und sind dort verankert.
Die meisten Leute versuchen, an Geld zu kommen. Der ALG2-Empfänger füllt seine Anträge aus, weil er Geld haben will, der Kamikehrer kehr Kamine, weil er Geld haben will, und der Konzernchef führt den Konzern zum Erfolg, weil er persönlich sich davon einen Gewinn verspricht. Es können noch andere Motive dazukommen - der ALG2-Empfänger schätzt vielleicht das gemütliche Leben auf dem heimischen Sofa, der Kaminkehrer freut sich vielleicht, wenn ein Kamin wieder ordentlich sauber ist, und der Konzernchef freut sich vielleicht, wenn seine Produkte die besten und beliebtesten sind und ihm gelungen ist, mit dem Gewinn auch die Arbeitsplätze zu sichern. Gemeinsam ist allen das Streben nach Geld, und das hat in unterschiedlichem Ausmaß Erfolg.
Die Linken treffen sich mit den übelsten Rechten in der Darstellung, Leute auszugrenzen, denen gelingt, was die meisten versuchen. Aus Menschen, die genau wie die meisten anderen nach Geld streben, werden, sobald das gelingt, Gegner oder gar Feinde, die es zu schröpfen oder gar zu bekämpfen gilt.
Viel klüger wäre, ehrlich zum gemeinsamen Interesse zu stehen, nämlich zum Wunsch nach Geld, und denen nachzueifern, denen offenbar gelingt, diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Statt dessen stellen die Dummenfänger es dar, als könne dies gar keinem Menschen gelingen, sondern nur irgendwelchen Monstern, und wenn anfang Mai die Dummheit Blüten treibt, bilden sich einige sogar ein, indem man diesen eingebildeten Monstern verbietet, Geld zu haben, sorge man automatisch dafür, daß es den übrigen Menschen besser geht.
Dieser Irrtum hat schon viel Leid angerichtet und viel Glück verhindert.